IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 9/1997, Seite 16


VERBÄNDE AKTUELL 


Rheinland-Rheinhessen


Innung Worms

Jahreshauptversammlung

Mit seinen Kollegen der Jahreshauptversammlung im Asgardhotel, war sich Obermeister Karl Peter Jennewein darüber einig, daß die Nachwuchsausbildung nicht vernachlässigt werden dürfe. Zwar seien die Ausbildungskosten zwischenzeitlich auf einem Niveau angelangt, das zur Ausbildungsverweigerung verleiten könnte, letztendlich könne aber die geforderte Dienstleistung nur durch gut ausgebildetes Fachpersonal erbracht werden.

Die Stärke der Betriebe der Sanitär- und Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerke sieht Obermeister Karl Peter Jennewein im Dienstleistungsbereich. In der z. Zt. wirtschaftlich schwierigen Situation müßten die alten Tugenden des Handwerks, die Bereitschaft, die Kunden zu deren Zufriedenheit, sauber und verläßlich zu bedienen, an erster Stelle stehen. Jedem Mitarbeiter müsse deutlich werden, daß der Kunde König und letztendlich der Arbeitgeber aller sei.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Jennewein die Forderung des Handwerks, allgemein, durch Änderung der Rahmenbedingungen, die praktische Ausbildung im Betrieb zu stärken und die schulische Unterweisung zu reduzieren. "Ein Schultag ab dem 2. Lehrjahr muß reichen, die Lehrlinge gehören in den Betrieb!" forderte der Obermeister. In vielen politischen Reden werde die Leistung des Handwerks in den Bereichen Arbeitsplatzsicherheit und Ausbildungsbereitschaft gelobt, jetzt verlange die Handwerkswirtschaft aber auch das tatkräftige Handeln der Verantwortlichen.

Als zeitgemäßen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Jennewein die anstehende Änderung der Anlage A der Handwerksordnung, nach der die Berufe des Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerks und des Gas- und Wasserinstallateurs im neuen Beruf "Sanitär- und Heizungsinstallateur" zusammengefaßt werden. Damit ist die Möglichkeit des Angebots "aus einer Hand" im Sinne kundenfreundlicher Bedienung gegeben.

Nach einem positiven Kassenbericht von Rechnungsprüfer Bern Jeck, der ordnungsgemäße Buchführung und wirtschaftliche Verwaltung bescheinigte, wurden die Jahresrechnung 1996 einstimmig genehmigt und Vorstand und Geschäftsführung Entlastung erteilt. 