IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 5/1997, Seite 19 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig


ZVSHK-Projektgruppe Kommunikation

Um die Arbeitsergebnisse des ZVSHK und seiner Fachabteilungen den Landesverbänden, damit auch den Innungen sowie den Mitgliedsbetrieben schneller vermitteln zu können, hat der Vorstand des ZVSHK eine Projektgruppe Kommunikation ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, die Richtlinien für den Aufbau eines modernen Informationsnetzes zu schaffen. Auch der Aufbau einer Datenbank mit Informationen für die SHK-Organisation, die unmittelbar abgerufen werden können, ist Ziel der Arbeitsgruppe.

Weiterbildung

Lehrgang Betriebswirt des Handwerks

Vom 7. März 1997 bis zum 20. Mai 1998 findet in Potsdam/Caputh der dritte Lehrgang "Betriebswirt des Handwerks" statt. Im Seminarprogramm enthalten sind Themen der allgemeinen Betriebswirtschaft wie marktorientierte Unternehmensführung, Betriebsabrechnung und Kalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Controlling, Beschaffung und Lagerwesen, Bilanzanalyse und Erfolgsrechnung, Finanzierung und Investition, Marketing, Werbung und Betriebsorganisation. Weitere Programmpunkte sind Volkswirtschaft, Personalmanagement sowie Recht und Steuern.

Der Lehrgang wird im zweiwöchigen Rhythmus jeweils Freitag und samstags durchgeführt und umfaßt 25 Seminarblöcke mit rund 500 Stunden. Am Ende findet eine Prüfung durch die Handwerkskammer Potsdam statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 4200,- DM zuzüglich einer Prüfungsgebühr von 500,- DM. Der Lehrgang richtet sich an Inhaber und Führungskräfte in Unternehmen der SHK-Branche mit Abschluß als Techniker oder Meisterausbildung. Anmeldungen sind an das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks in Potsdam, Telefax 0331-972603, zu richten.

Sitzung

Fahrplan für Fachausschüsse

Die im Rahmen der Strukturreform des ZVSHK vorgesehenen Fachausschüsse standen auf dem Programm einer gemeinsamen Sitzung des Vorstandes des ZV mit den Vorsitzenden der Bundesfachgruppen. Dabei einigte man sich auf einen Fahrplan für die Konstituierung und Besetzung der Fachausschüsse. Auf der Mitgliederversammlung im April in Leipzig sollen die Ausschüsse und Fachausschüsse eingesetzt werden. Bis zur Mitgliederversammlung im September in Bonn hätten dann die Vorschlagsberechtigten Zeit, geeignete Kandidaten auszuwählen und entsprechende Anträge an den Vorstand zu richten. Im September könnte die endgültige Besetzung der Fachausschüsse erfolgen und die von ihnen zu bearbeitenden Aufträge formuliert werden.

Kooperation

ZVSHK und DVGW arbeiten zusammen

Anläßlich der Sitzung des DVGW-ZVSHK Beirates "Gas" am 15. Januar wurde eine Zusammenarbeit der beiden Verbände vereinbart. Es wurde beschlossen, kurzfristig eine Richtlinie für diese Kooperation zu erstellen, die das Miteinander der Organisationen regelt. Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus der Tatsache, daß sich die Arbeitsgebiete von DVGW und ZVSHK in vielen Bereichen tangieren. Beide Verbände sind regelsetzende Institutionen und schreiben Regelwerke, die als anerkannte Regeln der Technik letztlich geschuldete Werkleistungen sind.

Das Regelwerk für "Gas" und "Trinkwasser" wird vom DVGW unter Mitwirkung des ZVSHK erstellt. Die dafür erforderlichen Vereinbarungen sollen durch die Richtlinie zur Zusammenarbeit geschaffen werden. Ähnliche Berührungspunkte gibt es im Bereich der Zertifizierung, des erdverlegten Rohrleitungsbaues und dergleichen. Auch hierbei will man das Miteinander durch Zusammenarbeit und Abgleichung berechtigter Interessen besser gestalten.

Weitere Themen der Tagesordnung waren das Technische Regelwerk, die Kommentierung der überarbeiteten und ergänzten TRGI sowie die wirtschaftliche Situation der Gaswirtschaft und des Handwerks. In einer abschließenden Erklärung zogen die Präsidenten der beiden Verbände, Rolf Günnewig für den DVGW und Heinz-Dieter Heidemann für den ZVSHK, eine positive Bilanz dieses Meinungsaustausches und der weiteren Zusammenarbeit auf einer neuen Basis.

Verstärkung

Neuer Referent beim Zentralverband

Stefan Neugebauer 

Seit Anfang dieses Jahres verstärkt Stefan Neugebauer, Jahrgang 1963, die Mannschaft des ZVSHK. Der neue Referent ist gelernter Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, absolvierte das Studium der Versorgungstechnik an der FH Trier, war anschließend bei einem Herstellerunternehmen und danach in einem Handwerksbetrieb tätig.

Nachwuchswerbung

Reise nach Innsbruck gewonnen

Der Gewinner des Hauptpreises der Bravo-Aktion: Benjamin Schaupp (links) und sein Freund Andreas Schmid. 

Auf dem richtigen Weg ist offensichtlich der ZVSHK mit seiner Aktion zur Nachwuchswerbung. Die Anzeige in der Jugendzeitschrift "Bravo" fiel jedenfalls Benjamin Schaupp (17) aus Metzingen auf und er schickte den anhängenden Antwort-Coupon ein. Damit gewann er den ersten Preis: Eine Reise nach Innsbruck, zwei Eintrittskarten zum Besuch des Skispringens der Intersport-Tournee am 4. Januar und 250,- DM Taschengeld, gestiftet von der Ruhrgas AG und dem ZVSHK. Zusammen mit seinem Freund Andreas Schmid konnte der junge Mann dort im VIP-Zelt mit den Sport-Stars auf Tuchfühlung gehen.

Die SHK-Anzeige war Benjamin Schaupp als aufmerksamkeitsstark und informativ aufgefallen. Nach Gesprächen mit Freunden über die dort vorgestellten Berufe forderte er weiteres Informationsmaterial an. Auf einen zukünftigen Beruf will sich der begeisterte Sportler - Radfahren und Schwimmen - noch nicht festlegen, noch hat die Schule Vorrang.

Unterstützung

Erneuerbare Energien weiter gefördert

Das mit 100 Mio. DM ausgestattete Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft zur Unterstützung erneuerbarer Energien wird auch in den Jahren 1997 und 1998 fortgesetzt. Die bisherigen Erfahrungen haben allerdings zu einer Änderung der Förderrichtlinien geführt. Neue Anträge für das Investitionsjahr 1997 können nur für die Bereiche Solarkollektor-, Wärmepumpen- und Wasserkraftanlagen, Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse sowie Photovoltaikanlagen im Rahmen des Programms "Sonne in der Schule" gestellt werden. Für Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen stehen nur im Investitionsjahr 1998 Mittel zur Verfügung.

Für die Betriebe der SHK-Branche, darauf weist der ZVSHK hin, ergeben sich aus dem Förderprogramm zusätzliche Marktchancen. Zu beachten ist, daß die für 1997 und 1998 bereits gestellten Anträge bereits nach den neuen Richtlinien bearbeitet werden. Antragsformulare für neue Anträge sowie der Text der geänderten Richtlinien sind beim Bundesamt für Wirtschaft (BAW), Telefax 06196-94226, erhältlich.

 

ZVSHK-Terminkalender

1997

Datum

Veranstaltung

18. bis 22. März 1997

Internationale Fachmesse Sanitär Heizung Klima
ISH '97, Frankfurt.

17. April 1997

ZVSHK-Mitgliederversammlung, Leipzig.

17. September 1997

ZVSHK-Bundestagung, Bonn.

18. September 1997

ZVSHK-Mitgliederversammlung, Bonn.

25. September 1997

Sachverständigen-Seminar für Kachelofen- und Luftheizungsbauer, Kleinmachnow.

26./27. September 1997

6. Brandenburger Seminar für Kachelofen- und Luftheizungsbauer, Kleinmachnow.

1998

Datum

Veranstaltung

21. bis 28. Februar 1998

7. Internationales Fortbildungsseminar für das
SHK-Handwerk, Teneriffa.

15./16. Mai 1998

Deutscher Kachelofenbauertag, Heidelberg.

11./12. Juni 1998

11. Erdgasforum, Berlin.

2./3. Oktober 1998

23. Deutscher Kupferschmiedetag, Würzburg.

12./13. November 1998

9. Deutscher Klempnertag, Kassel.

 

ZVSHK auf der ISH

SHK im Internet-Café

Vom 18. bis zum 22. März trifft sich die SHK-Welt in der Hessen-Metropole Frankfurt auf der ISH `97. Mit einem eigenen Stand ist auch der ZVSHK vertreten. Auf rund 4000 mē bietet sich dem SHK-Handwerk ein besonderes Angebot: Die gesamte Dienstleistungspalette des SHK-Spitzenverbandes, von der technischen Broschüre bis hin zum Computerprogramm. Klempner und Kupferschmiede, Gas-, Wasser- und Sanitärinstallateure, Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagenbauer sowie Kachelofen- und Luftheizungsbauer finden hier alles, was ihren Betrieb fit für das Jahr 2000 macht.

Heißer Draht für Informationen

Wer immer schon einmal im Internet surfen wollte, der kann das am Stand des ZVSHK auf der ISH in Frankfurt üben. Seit Anfang Januar ist im Haus des ZVSHK in St. Augustin ein entsprechender Rechner installiert, mit dem bereits Dateien und Telefaxe innerhalb von wenigen Sekunden verschickt oder empfangen werden können. Auch der Empfang oder der Versand von e-mails ist über die e-mail Adressen des ZV möglich. Die e-mail-Anschrift des Verbandes lautet:

Zentralverband-SHK @ T-ONLINE.de.

Der nächste Schritt ist der Aufbau einer eigenen SHK-Datenbank, in der beispielsweise die Veröffentlichungen des Verbandes, aktuelle Informationen für Fachverbände, Innungen und Mitgliedsunternehmen gespeichert werden.

Beim ZVSHK können interessierte Besucher unter Anleitung die Homepage des Verbandes anwählen und im angelegten Verzeichnis blättern. Der Zugriff auf verschiedene SHK-Branchen-Seiten ist bereits direkt möglich, weitere werden zum direkten Zugriff vorbereitet.

Lüften ohne Energieverlust

Mit der technischen Verbesserung von Türen und Fenstern - Stichwort: Vermeidung von Energieverlusten - stand die Gebäudeinstallation vor einer neuen Herausforderung. Die Konstruktion von Anlagen zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung war die Antwort darauf. Bereits seit 1991 haben der ZVSHK und die FGK jeweils im Rahmen einer speziellen Sonderschau die Fachöffentlichkeit über die aktuelle Entwicklung im Bereich der kontrollierten Wohnungslüftung unterrichtet. Zur ISH `97 liegt nun eine Zusammenfassung des aktuellen Stands in Form einer Broschüre vor.

Die Broschüre "Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung".

Sie beinhaltet die wichtigsten Neuerungen der Wärmeschutzverordnung 1995: Die Struktur der Wärmeschutzverordnung, eine Anleitung zur Ermittlung des Jahresheizwärmebedarfs sowie die Bonusregelung für die Wohnungslüftung. Außerdem Hinweise für die EDV-gestützte Erstellung des Wärmebedarfsausweises, der Anlagentechnik, der Raumlufthygiene und vieles mehr. Ebenfalls enthalten ist ein Verzeichnis der Forschungs- und Informationsdienste.

Die Fachbroschüre "Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung" ist gegen eine Schutzgebühr am Messestand des ZVSHK erhältlich.

 

Informationsveranstaltung zur Zukunft der SHK-Berufe:

Selbst die Weichen stellen

Die Positionen scheinen festgemauert und der Riß geht quer durch die ganze SHK-Branche: Soll der Beruf Heizungs- und Lüftungsbauer mit dem des Sanitär-, Gas- und Wasserinstallateurs zusammengelegt werden oder nicht? Nach der Aktualisierung der Handwerksordnung am 1. Januar 1994 arbeitet eine parlamentarische Arbeitsgruppe seit gut zwei Jahren an der Reform der Anlagen A und B. Fast ebenso lange diskutieren aber auch die Spitzengremien der SHK-Organisation schon die Frage, ob die beiden genannten Berufe zusammengeführt werden können - oder sollen. Klarheit sollte eine Informationsveranstaltung bringen, zu der der ZVSHK am 4. Februar nach Wiesbaden eingeladen hatte.

170 Teilnehmer konnte ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach begrüßen.

Bereits in seiner Begrüßung der rund 170 Teilnehmer ließ ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach keinen Zweifel über die Tragweite der anstehenden Veränderung und über den seit Monaten bekannten Termindruck. Er machte aber auch unmißverständlich deutlich, daß nicht der ZVSHK, sondern allein die Mitgliederversammlung der SHK-Organisation als oberste Instanz zu einer Entscheidung berechtigt sei. Die den Fachverbänden zur Verfügung stehende Zeit sei allerdings fast schon überschritten. "Wenn wir jetzt nicht selbst das Heft in die Hand nehmen", warnte von Bock und Polach, "stellen andere die Weichen für unser Handwerk und wir müssen dahin fahren, wohin uns die Richtung gewiesen wird!"

Die Eckwerte stehen fest

Ernüchternd waren auch die Ausführungen von Karl-Heinz Scherhag, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, MdB und Mitglied der Parlamentarischen Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktion. "In diesem Frühjahr wird unwiderruflich auf politischer Ebene entschieden, wie die Berufe des SHK-Handwerks in Zukunft aussehen werden. Grundlage dafür ist das Eckwertepapier der Parlamentarischen Arbeitsgruppe vom Juni 1996. Danach steht das Handwerk vor der Herausforderung, seine Leistungen verstärkt kundenorientiert und damit aus einer Hand anzubieten. Für die bisher getrennten Berufe Zentralheizungs- u. Lüftungsbauer sowie Gas- und Wasserinstallateur gibt es nur zwei Alternativen: Verwandtschaftserklärung oder Zusammenlegung."

Karl-Heinz Scherhag, MdB und Mitglied der Parlamentarischen Arbeitsgruppe, erläuterte den Stand der Dinge bei der Überarbeitung der Anlage A zur Handwerksordnung.

Als Begründung führte Scherhag aus: "Schon heute werden Leistungen, für die Sie die alleinige Kompetenz zu haben glauben, von anderen Anbietern ohne Rücksicht auf Abgrenzungen ausgeführt: Unternehmen aus dem Ausland kümmern sich nicht um Eigenheiten des deutschen Handwerks. Industrie, Handel und Baumärkte sind bereits jetzt - und in Zukunft noch weit mehr - Ihre Konkurrenten. Die Politik muß handeln und sie wird das auch tun, nicht zuletzt in Ihrem Interesse. Nutzen Sie die Möglichkeit, noch Einfluß auf die Entscheidung der parlamentarischen Arbeitsgruppe nehmen zu können!"

Keine Informationslücke

Bereits im vergangenen Sommer wurden die Landesfachverbände vom Zentralverband über den Stand der Entwicklung auf der politischen Ebene und auch über den Termindruck informiert. Die Reaktion waren heftige Diskussionen - aber keine Einigung. Von strikter Ablehnung bis hin zum unbedingten Ja zu einer Zusammenlegung reichte die Palette der Forderungen. Auch auf der Mitgliederversammlung im September war kein Konsens zu erreichen. Dabei mußte allen Beteiligten klar sein, daß es längst fünf vor zwölf war.

Dieter Beyer, Bufa-Heizung, sorgt sich um die Qualität der Leistung.

Qualität in Gefahr?

Die Diskussion in Wiebaden machte nun erneut deutlich, wie groß das Spektrum der Meinungsunterschiede innerhalb der SHK-Branche ist. Manfred Pelzer vom Fachverband Nordrhein-Westfalen: "Vor gut 30 Jahren wurden die beiden Berufe aus gutem Grund getrennt. Seither entwickelten sich die Gewerke ständig auseinander und wurden immer komplizierter." Dieter Beyer, Leiter der Bufa Heizungs- und Klimatechnik: "Allein im Heizungsbau gibt es 700 anerkannte Regeln der Technik. Wer in dem neuen "Super-Beruf" soll die alle und dazu noch die des Sanitär-Bereiches kennen und einhalten können?"

Manfred Pelzer, NRW, bestritt entschieden Handlungsbedarf

Die Chancen nutzen

Ganz entgegengesetzter Meinung waren jedoch die Befürworter einer Zusammenlegung. So bestätigte Hubert Minter, Obermeister der Innung Berlin, die Ausführungen Scherhags: "Schauen Sie sich doch einmal auf Baustellen um. Schon heute sind dort Kolonnen aus anderen europäischen Ländern tätig, bei denen das Wort "können wir nicht" unbekannt ist. Nur wir sagen: Das geht nicht, das können wir nicht oder das dürfen wir nicht und stellen uns damit ins Abseits."

Hubert Minter, Berlin, verwies auf die tatsächliche Entwicklung.

Probleme mit Abgrenzungen haben, so scheint es, die Betriebe in den neuen Ländern überhaupt nicht. "Wer bei uns nicht das gesamte Leistungsspektrum anbietet," so klang es einmütig, "der ist seinen Auftrag und den Kunden los." Mehr Chancen als Risiken sieht auch Carl-Heinz Janssen, Bufa-Leiter Sanitärtechnik: "Unsere Lehrlinge lernen sowieso die ganze Bandbreite der Techniken in unseren Handwerken. Geben Sie ihnen die Chance, sich später einmal als erfolgreiche Handwerksunternehmer behaupten zu können."

Ausbildung gefordert

Daß schon heute vieles möglich und auch verwirklicht ist, belegen auch die unzähligen Zweit- und Dritteintragungen in die Handwerksrolle sowie die Vielzahl der Mehrfach-Meisterprüfungen im SHK-Bereich. Rechtzeitig reagiert hat jedenfalls der ZVSHK beim Thema Berufsausbildung, über die Karl Spelberg vom Deutschen Handwerkskammertag und Josef Kulla berichteten. Als mögliches Modell stellte Spelberg eine gegliederte Ausbildung vor, die aus einer einjährigen Grundausbildung, einer Fachausbildung über eineinhalb Jahre und einer einjährigen fachspezifischen Ausbildung besteht. Grundsätzlich, die Teilnehmer quittierten es mit Beifall, solle der betrieblichen Ausbildung in Zukunft ein höherer Stellenwert zukommen.

Carl-Heinz Janssen, Niedersachsen, mahnte die Anwesenden, der Jugend eine Zukunftschance zu geben.

Ein neues Meisterbild

Zur notwendigen Neuregelung der Meisterprüfung führte Josef Kulla aus: "Natürlich muß der Meister sein Handwerk meisterlich beherrschen und auch den Nachweis für diese Fähigkeit erbringen." Gerade vor dem Hintergrund steigender fachlicher Anforderungen und auch der notwendigen Spezialisierung sind neue Ausbildungsinhalte erforderlich. Sachkunde beim Umgang mit Kältemitteln, in der Elektro- oder Steuerungstechnik beispielsweise gehören ebenso dazu, wie planerische und pädagogische Fähigkeiten. Oberstes Gebot der Meisterausbildung muß sein, sie so umfassend zu gestalten, daß der zukünftige Handwerksunternehmer jede Herausforderung bestehen kann.

Der SHK-Organisation läuft die Zeit davon. Ungeschminkt betrachtet, sind die Würfel längst gefallen und das Handwerk steht mit dem Rücken an der Wand. Lehnt es eine Zusammenlegung ab, so muß es gegebenenfalls mit der schlechtesten aller Lösungen, nämlich mit der Verwandtschaftserklärung leben. Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt ist die Entscheidung gefragt. SRa

 

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