IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 2/1997, Seite 41 - 49


HOTELBAD-SPECIAL


Gegen den Trend

"Glänzende" Hotelbäder

"Baurezession", "Flau am Bau" oder "RückläufigeBauinvestionen" sind Überschriften, die zur Zeit dieEntwicklung innerhalb der Baukonjunktur zusammenfassen. In Westdeutschland,so die Experten, werden in den Jahren 1996/97 die Bauinvestitionenum 4%, im Osten gar um 6% schrumpfen. Dies betrifft neben demWohnungsbau vor allem den gewerblichen und öffentlichen Baubereich.Die SHK-Branche bleibt davon nicht unberührt. Aber auch andereBereiche, wie das Hotelgewerbe, haben unter der derzeitigen Wirtschaftsentwicklungzu leiden. Gebaut wird trotzdem - auch gegen den Trend. Die IKZ-HAUSTECHNIKzeigt an ausgewählten Beispielen und mit speziellen Hinweisen,wie Hoteliers dem "Imagefaktor Hotelbad" gerecht werdenkönnen.

Hotelbesucher, gleich ob Geschäftsreisende oder Urlauber,werden immer preisbewußter und speziell die kleineren Hotels,Pensionen und Gasthöfe verlieren an Auslastung und Ertragskraft.Zwar stiegen die Gästeübernachtungen im Jahr 1995 gegenüberdem Vorjahr um 3,2% auf rund 300 Millionen, allerdings wuchs auchdie Bettenkapazität in diesem Zeitraum. Damit sank die Bettenauslastungim letzten Jahr auf durchschnittlich knapp 34%. Besonders deutlichwird diese Entwicklung in den neuen Bundesländern. EinerZunahme der Übernachtungen um rund 15%, steht eine Erweiterungder Bettenkapazität um knapp 16% gegenüber. Die Anbietersehen sich einem verschärften Wettbewerb ausgesetzt.

Potentielle Gäste vergleichen Zimmerpreise und erfragen Infrastrukturund Ausstattung. Kein Wunder also, daß diese Entwicklungauch Auswirkungen auf die Investitionspläne der Hotelbetreiberhat (siehe Editorial, Seite 3).

Hotel zur Post, Spremberg

Vorwandinstallation

Da gerade die Sanitärräume oft sehr klein sind, mußbesonders akribisch an der optimalen Raumaufteilung gefeilt werden.Die Vorwandinstallation als Herzstück jeder Erstinstallationund Sanierung hat sich dabei wegen ihrer positiven Eigenschaften,wie Wirtschaftlichkeit, günstige Verarbeitungszeit, Sicherheit,Schallschutz und vor allem der flexiblen Einsatzmöglichkeitendurchsetzen können.

Verwinkelt

Dies wußte auch der Auftraggeber des Hotelneubaus in Spremberg,Toralf Hasse, der durch seine Biographie sowohl mit der SHK-Brancheals auch mit dem Gastgewerbe verbunden ist. Bereits 1910 hattesein Urgroßvater das Hotel "Zur Post" in der rund20000 Einwohner zählenden Kleinstadt mit nahegelegenem Regionalflughafenaufgebaut, das seitdem als Familienbetrieb geführt wird.Hasse selbst ging zunächst andere Wege. Als Handwerker warer neun Jahre lang in der schon zu DDR-Zeiten bestehenden SanitärfirmaVEB Gebäudewirtschaft Spremberg, der heutigen Sl-Bau GmbH,beschäftigt. Die Liebe zur Gastronomie ließ ihn jedochnie ganz los und so arbeitete er ab 1991 in dem acht Zimmer kleinen,zentral gelegenen Familienhotel mit.










Acht Meter breit und 21 Meter tief ist der fast fertige Neubau des Hotels 'Zur Post' im brandenburgischen Spremberg, in dem 19 Gästezimmer untergebracht sind (Bild: Mepa - Pauli und Menden).

Schon bald war klar, daß die Ausstattung den Ansprüchender Gäste nicht mehr lange genügen würde: Gemeinschaftstoiletteund Bad befanden sich auf der Etage, ein behindertengerechtesZimmer war nicht vorhanden und auch die Bausubstanz ließmittlerweile zu wünschen übrig. Ein Umbau kam dahernicht in Frage.

Eine nur wenige Meter entfernte Baulücke ließ dem Familienratkeine Ruhe und bald war der Hotelneubau auf dem abfallenden Grundstückbeschlossene Sache. Rund 20 Zimmer und ein Ladenlokal im Erdgeschoßsollte das neue Domizil auf einer Breite von rund 8 Metern undeiner Tiefe von circa 21 Metern bieten. Mit modern ausgestattetenZimmern inklusive TV, Minibar und Telefon sowie Restaurant undSauna sollte Geschäftsleuten und Feriengästen allesgeboten werden, was den heutigen Ansprüchen genügt.

Viel Wert legte Hasse auf die großzügige Gestaltungder Zimmer, was zur Folge hatte, daß die Gästebädermit 2,5 bis 4 m² recht klein ausfielen. Hinzu kam, daßvor allem die in Trockenbauweise erstellten Kleinstbäderfast alle verwinkelt sind. Dusche, WC, Waschtisch und Unterputzföneinheitsollten in die - inklusive Souterrain - auf fünf Ebenen verteiltenund mehrheitlich nicht übereinanderliegenden Bäder integriertwerden.









Dank Vorwandinstallation kann der Platz der zum Teil nur 2,5 m² kleinen und verwinkelten Badezimmer optimal genutzt werden. Farbige Fliesen lockern die kompakten Räume auf (Bild: Mepa - Pauli und Menden).

Sanitärplaner Thomas Pusch entwarf individuell eingerichteteSanitärräume mit unterschiedlichen Anordnungen. WeilHasse besonderen Wert auf Qualität legt, wurde als Sanitär-Trage-Systemfür den Einbau in die nichttragenden Trennwände ausschließlichMarkenprodukte gewählt. Installiert wurde von der Sl-BauGmbH, der Firma, bei der auch Hasse beschäftigt war. Ausschlaggebendwaren die guten Erfahrungen mit den Systemen, die von dem Unternehmenseit 1991 verarbeitet werden. Eine hochwertige Edelstahlverrohrungsorgt hinter der Wand für die Zuleitung des Trinkwassers.

Schallschutz

Auf einen erholsamen Aufenthalt seiner Gäste legte Hassebesonders viel Wert. Geräusche aus den angrenzenden Bädernsollten, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, vermiedenwerden. Deshalb spielte bei der Auswahl des Vorwandsystems auchder Schallschutz eine wichtige Rolle. Ein Gutachten des Fraunhofer-Institut für Bauphysik bestätigt dem installierten System,daß die geprüfte Musterinstallation in Verbindung mitdem verwendeten System selbst bei leichten Porenbetonwänden(90 kg/m²) geeignet ist, die Anforderungen der DIN 4109 zuerfüllen. Ohnehin gewährleistet sei damit die Einhaltungder Norm, die einen Grenzwert von 35 dB(A) für schutzbedürftigeRäume vorschreibt, bei massiven Wänden (220 kg/m²).Ermittelt wurden für die einzelnen Produkte folgende Werte:WC-Element 30 dB(A), Waschtisch 17 dB(A) sowie Duschelement mitMischarmatur 32 dB(A).




Freuen sich über ihr gelungenes Werk: Toralf Hasse, Tino Heilmann von der ausführenden Sl-Bau GmbH und Sanitärplaner Thomas Pusch (v.l.n.r.).

Weil eine ausreichende Schallentkoppelung nur erreicht wird, wennauch die anderen eingesetzten Sanitär-Komponenten gehobenenAnsprüchen genügen, entschied sich Hasse für denEinsatz geräuscharmer Armaturen und Thermostatbatterien sowieein, den Anforderungen der DIN 4109 entsprechendes, Wannenprofil.Im Bereich der Sanitärkeramik wählte er ein Markenprodukt,das durch geringe Ausmaße auch in den kleinen Räumennoch genügend Bewegungsfreiheit läßt.

Hotel Alekto, Freiberg

Überzeugende Komplettlösung

Daß funktionaler Badkomfort selbst kritische Gästebeeindruckt, beweist der Erfolg des Freiberger Hotels Alekto,dessen Ausstattungskonzept mit der stilsicheren Integration derGästebäder und sanitären Anlagen komplettiert wurde.Daß sich ein anhaltender Bedarfsschub abzeichnet, kann nichtüberraschen: Gerade die Gestaltung und Ausstattung von Gästebädernund sanitären Anlagen sind Gästebefragungen zufolgefür die Zufriedenheit der Kunden von entscheidender Bedeutung.












Im komplett umgebauten Gebäude einer ehemaligen Besteckfabrik, deren Jugenstilfassade erhalten blieb, befindet sich das Freiberger Hotel und Boardinghouse "Alekto" (Bild: Keramag).

Angesichts des gewachsenen Angebots an Übernachtungsmöglichkeitenwird der "Imagefaktor Bad-Qualität" zu einem derwichtigsten Wettbewerbskriterien. Durch eine gelungene Sanitär-Modernisierungläßt sich das Angebots- und Qualitätsprofil deseigenen Hauses besonders wirkungsvoll stärken.

Aus der Sicht der Investoren sind vor allem integrierte Produktprogrammefür ästhetisch ansprechenden und funktionalen Badkomfortgefragt, die den individuellen finanziellen und räumlichenKapazitäten des jeweiligen Hotels - die Größedes durchschnittlichen deutschen Hotelbades liegt zwischen 4 und6 m² - Rechnung tragen. Das Beispiel des 1995 eröffnetenFreiberger Hotels Alekto verdeutlicht, daß durch die Realisierungdieser Anforderungen auch anspruchsvollen Gästen ein am eigenenLeib erfahrbares Qualitätserlebnis geboten wird.

Sanitärkeramik

Die Verantwortlichen der Hotelbetriebsgesellschaft entschiedensich - in Abstimmung mit den Architekten von Fessl, Tello &Partner in Hauzenberg und den ausführenden Fachhandwerkernder Firma Beyer Energietechnik in Radebeul - für Markenprodukteeines führenden deutschen Badkeramik-Herstellers.














Bei den Urinale für das hoteleigene Restaurants fiel die Wahl auf das wassersparende Modell "Aller" (Bild: Keramag).

Die Serien, die für die allgemein zugänglichen Sanitärbereichewie auch für die Gästebäder ausgewählt wurde,entsprachen den Vorstellungen der Investoren in mehrfacher Hinsicht:Entscheidend waren neben Pflegefreundlichkeit und Hygienesicherheitder Produkte auch das gradlinige, unaufdringlich-moderne und trendunabhängigeDesign. Die Formgebung der sanitären Einrichtungsgegenständeermöglicht einen an die verschiedenen architektonischen Situationenim "Hotel Alekto" angepaßten Sanitärkomfort.



Die WC's und Waschtische der erfolgreichen Keramag Bad-Serie "Eurotrend" bringen eine ansprechende Formgebung und einen funktional überzeugenden Hygienekomfort auf einen wirtschaftlichen Nenner (Bild: Keramag).

Ohne ein Stilrisiko eingehen zu müssen, bot sich die Gelegenheit,die für das Gesamtkonzept des Freiberger Hotels maßgeblicheVorstellung eines gehobenen Ambientes auch im Badbereich zu verwirklichen.Die Umsetzung erfüllte dabei nicht nur die angestrebten Qualitätsstandards,sondern auch das für die Investoren besonders wichtige Kriteriumder Wirtschaftlichkeit. Mit der Wahl eines vielseitigen, hochwertigenBad-Programms wurde eine wesentliche Voraussetzung für einehohe Auslastung und konsequente Gästebindung geschaffen.












Auch individuelle Komfortanforderungen anspruchsvoller Gäste werden durch das zeitlos-moderne Design der Bad-Serie "Eurotrend" voll erfüllt (Bild: Keramag).

Ausschlaggebend für die Produktentscheidung war die Kompetenzdes Badausstatters als Anbieter von integrierten, auf individuelleAnforderungen abgestimmten Komplett-Lösungen. Einen zusätzlichenVorteil bot die qualifizierte Beratung, die durch den technischenAußendienst des Herstellers geleistet wurde.

Hotel Prem, Hamburg

Luxusausführung

Insgesamt 25 Bäder wurden im noblen Hotel Prem an der HamburgerAußenalster für rund 1 Mio. DM renoviert und neu geschaffen.Fast zwei Jahre vergingen über der schrittweisen Installation,die, von der Planung bis zur Ausführung, von dem auf anspruchsvolleBäder spezialisierten Unternehmen Sanitär 2000 durchgeführtwurde.













Hanseatisch-nobel präsentieren sich die Bäder im Hamburger Hotel Prem. Dabei setzte man auf Markenhersteller wie V & B (Keramik, z. B. eingelassene Waschtische), Hüppe (Duschabtrennungen aus Echtglas), ...













... Duravit (Keramik, z. B. Serie 1930), Kaldewei (Badewannen) ...








... und Dornbracht (Armaturen und Accessoires der Serie Madison).

Den Wunsch nach zeitlos klassischer Ausstattung erfülltendie Planer durch Marmor, gläserne Duschabtrennungen und exclusiveArmaturen (Messing poliert).

Dem Bau einiger neuer, zusätzlicher Gästezimmer fieleine ehemalige Büroetage "zum Opfer", die neu aufgeteiltund mit Hilfe von Vorwandinstallationen an die übrige Installationdes Hauses angeschlossen wurde.

Marmor für Boden- und Wandbeläge schufen eine gleichermaßenedle wie "bewegte" Grundlage für die Ausstattungdes Bades. Die stark strukturierten Marmorplatten empfahlen schlichteweiße Keramik und klares Glas für die Duschabtrennungen.Verspieltes Element der Ausstattung sind die hanseatisch-noblenArmaturen und Accessoires.

Hotel Sofietel, Frankfurt

Innovative Accessoire- und Beleuchtungskonzepte

Mitten im Herzen der Banken- und Messestadt Frankfurt erscheintdas umgebaute First-Class-Hotel "Sofietel Frankfurt"in neuem Gewand. Bereits seit 1955 - früher unter dem Namen"Hotel Savigny" - gehen dort Gäste ein und aus.

Seit jeher ist das zentral gelegene Hotel - Hauptbahnhof, Messe,Großbanken, Alte Oper sowie Einkaufsstraßen befindensich in unmittelbarer Umgebung - eine Anlaufstelle für Geschäfts-und Privatreisende, die Ruhe und Entspannung suchen. Anfang 1992wurde das Hotel aufgrund eines Besitzerwechsels in "SofietelFrankfurt" umbenannt. In Deutschland verfügt die französischeKette noch in der Dommetropole Köln über ein weiteresHaus, weltweit sind es mehr als 100 Hotels.

Elegant

Auch für das "Sofietel Frankfurt" stand die Verbesserungdes bisherigen Komfortstandards im Vordergrund, als das renommierteHaus zwischen 1994 und 1996 komplett renoviert und vergrößertwurde. Jetzt stehen den Gästen 155 elegant eingerichteteund klimatisierte Zimmer mit großzügig ausgestattetenBädern sowie drei Appartments zur Verfügung.










Passend auf das übrige Hotelambiente abgestimmt erscheinen auch die Hotelbäder in neuem Glanz. Die klaren Linien der Accessoire-Collection "Elegance" und die weichen Formen der "Astor"-Leuchten verleihen dem Bad den optischen Schliff (Bild: Keuco).

Veranwortlich für das neue Ambiente war ein Schweizer Innenarchitekt,der in Frankfurt von der Firma Hansmann, Heise und Partner unterstütztwurde. "Gerade für ein gehobenes Haus", so dieverantwortliche Koordinatorin Birka Heise, "wie das 'Sofietel',war es wichtig, vor allem im Badbereich eine ansprechende undhochwertige Ausstattung auszuwählen. Bei den Accessoiresund Leuchten mußten wir nicht lange überlegen. Bereitsbei der Renovierung vor zwei Jahren wurden alle Bäder mitMarkenprodukten ausgestattet."


Die hochwertigen Leuchten aus der Collection "Astor" sorgen für eine optimale Ausleuchtung des Waschtischbereichs. Die tägliche Rasur oder das Make-up werden dabei zum "Kinderspiel" (Bild: Keuco).

Für Funktionalität und repräsentativen Komfortsorgen u.a. Handtuchhalter und -ring, Wannengriffe, Seifenschalen,Kleenex-Box, Kosmetikspiegel sowie Toilettenpapierhalter.

Die richtige Beleuchtung im Hotelbad

Besondere Bedeutung bei der Badausstattung kam dem GestaltungselementLicht zu. Gerade im Bad sind gute Lichtverhältnisse nichtzuletzt wichtig für die Körperpflege. Das täglicheMake-up oder die Rasur erfordern tageslichtähnliche Verhältnisse,die man jedoch meist in den fensterlosen Hotelzimmern eher nichtvorfindet.






Neben den klassischen Accessoires wie Handtuchring, Seifenschale, Toilettenpapierhalter bietet Keuco praktische und formschöne "Helfer" wie Kleenex-Box oder Kosmetikspiegel aus der Serie "Elegance" an (Bild: Keuco).

Nach einer Empfehlung der Fördergemeinschaft für GutesLicht sollte besonders im Bad auf eine sehr gute Farbwiedergabeder Leuchten geachtet werden.

Richtlinien für die Lichtinstallation

Darüber hinaus ist es auch gerade für stark beanspruchteBereiche wie dem Hotelbad wichtig, auf Qualität und Soliditätzu achten. Grundsätzlich müssen alle Leuchten im Hotelbadfest installiert sein und das VDE-Zeichen tragen. Die erforderlichenSchutzmaßnahmen legt die DIN VDE 0100 fest. Markenherstellerbieten eine große Auswahl an Leuchten, die mit dem VDE-Zeichenund dem europäischen Zeichen ENEC gekennzeichnet sind undsomit den geforderten Sicherheitsstandard garantieren.

Eine bedarfsgerechte, repräsentative Problemlösung,die das Badambiente abrundet, fand man in den hochwertigen Wandleuchten.Die kugelförmigen Leuchten verbinden weiche, ansprechendeLinien im klaren Design mit einer optimalen Ausleuchtung des Bades.Lichtinstallation und Lichtwirkung konnten daher mit dem gesamtenEinrichtungskonzept harmonieren, gestalterische Ideen fortsetzenund hervorheben.

Gestaltungseffekte mit Licht

Besondere Bedeutung bei der Badaussattung kommt dem Gestaltungselement Licht zu. Einer Studie der VDS zufolge steht eine helle, blendfreie Beleuchtung ganz oben auf der Wunschliste von Geschäfts- und Privatreisenden.

Sehr zum Ärgernis der Gäste bestimmt in vielen Hotelbädern die berühmte "Dämmerlichtidylle" meistens das Bild.

Jedoch kann Licht - vom funktionalen Aspekt einmal abgesehen - wahre Wunder bewirken. So können beispielsweise mit der richtigen Beleuchtung auch architektonische Mängel optisch korrigiert werden. Eine glatte, weiße Fläche reflektiert etwa 80% des Lichtes, das auf sie gerichtet wird. Da sich helle Flächen für das Auge scheinbar entfernen, kann man diesen Effekt nutzen und ein kleines Bad größer erscheinen lassen.

Läßt man umgekehrt beispielsweise die Stirnwand eines langen Schlauchbades unbeleuchtet, wirkt der Raum kürzer. Lichtinstallation und Lichtwirkung sollten daher mit dem gesamten Einrichtungskonzept harmonieren, gestalterische Ideen fortsetzen und hervorheben.

Ideenreichtum und Kreativität für das Hotelbad

Brancheninsider ließen 1996 verlauten, daß die Hotelleriein Deutschland eine große Zukunft habe. Voraussetzung seiallerdings, auf die Bedürfnisse des anspruchsvoller gewordenenGastes flexibler zu reagieren. Die großen Hotels taten dies.So stiegen denn auch bei 40% aller Hotels, die Ketten angehören,im vergangenen Jahr die Gewinne. Kleinere Hotels, Pensionen undGasthöfe dagegen verloren Kunden.

Um in der Branche Erfolg zu haben, gilt es, überflüssigeLeistungen zu vermeiden und durch Zielgruppenmarketing zu ersetzen.Für die Zukunft von Hoteliers heißt dies, die Wünscheder einzelnen Zielgruppen vorweg zu erkennen. Wie Studien derVDS zeigten, sind sich Hotelgäste in Deutschland in einemPunkt einig: Im Bad darf es nicht an Komfort fehlen.


Eltern sind dankbar für alles, was die Selbstaändigkeit ihrer Kinder im Urlaub unterstützt. Sind Ablagen und Seifenschalen oder Seifenspender seitlich zum Kinderwaschtisch versetzt, so können kleine Kinder ohne Hilfe nach der Zahnpastatube greifen oder sich die Hände waschen (Bild: Hewi).

Grundlegend für jedes Hotelbad ist heute die Anforderung,daß es Erholungsmöglichkeiten bieten und verwöhnensollte. Insbesondere für kleinere Hotels und Pensionen bedeutetdas, sofern sie diesem Anspruch nicht gerecht werden, gerade inschlechten Zeiten "tiefer in die Tasche zu greifen",um für den Erfolg zu investieren. Eine Frage, die sich Hotel-und Pensionsbesitzern in diesem Zusammenhang aufdrängt, lautet:Wie kann man sinnvoll mit den bestehenden Budgetzwängen umgehen,wenn die Gäste immer anspruchsvoller und gleichzeitig preissensiblerwerden?



Gerade ältere Leute gehen gerne auf Reisen ihrer Gewohnheit nach, sich im Sitzen zu frisieren. Da sich dieser Spiegel mit einem Drehgriff stufenlos einstellen läßt, kann man sich auch im Sitzen darin anschauen (Bild: Hewi).

Die erfolgversprechende Devise hierzu heißt: UnterschiedlicheBäder für unterschiedliche Gästebedürfnisseanbieten. Also: Nicht jedem Gast alles bieten, sondern je nachKundensegment ein entsprechendes Angebot zu einem angemessenenPreis machen. Die großen Hotelketten, die - wie schon erwähnt- auch die größten Gewinne machten, haben bereits 1996in die Renovierung der Bäder bis zu 43% der gesamten Investionssummeeinfließen lassen, um auf die Wünsche ihrer Kundeneinzugehen.

Strategie der Differenzierung

Zwischen welchen Kundensegmenten läßt sich in Hinblickauf das Hotelbad unterscheiden? Neben einer Differenzierung nachKomfort für den Gast mit niedrigen, mittleren oder gehobenenAnsprüchen bietet sich eine weitere nach den Kriterien Alter,Familiengröße und Behinderung an. So gehören zuden von der Hotellerie bislang häufig vernachlässigtenZielgruppen die sogenannten "jungen Alten" von heute- übrigens zumeist gut situierte Reiselustige - sowie Familienmit Kindern und Menschen, die aufgrund ihrer körperlichenEinschränkungen an den Rollstuhl gebunden sind. All dieseGruppen wünschen sich auf ihren Reisen ein Bad, das im optimalenFalle auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist oder diese zumindestteilweise berücksichtigt. Hier liegt gerade für kleineHotels eine wesentliche Möglichkeit zur Profilierung.

Das Bad für den gehobenen und mittleren Komfortanspruch

Während ausgeprochene Luxusausstattungen an entsprechendenPlatz, d.h. an sehr große Räume, gebunden sind, lassensich kleine und mittelgroße Bäder auch bei einer Entscheidungfür eine moderne Sanitärausstattung mittleren Niveaus- mit Waschtisch, WC, Badewanne und Dusche - durch das entsprechendeAmbiente aufwerten.

Insbesondere für die Schaffung von Atmosphäre, wie sieGäste für ihr Wohlbefinden wünschen, eignet sicheine Ausstattung mit verschiedenartigen und farbigen Accessoires.Aufgrund des reichhaltigen Angebotes an Ablagen, Regalen, Handtuchhaltern,Spiegeln, Spiegelschränken, Leuchten oder auch WC-Garniturenlassen sich Bäder den jeweiligen Komfortansprüchen entsprechendsehr unterschiedlich gestalten, ohne auf eine harmonische Gestaltungsliniedes gesamten Hotels verzichten zu müssen.

Funktional und ästhetisch: Ausstattungen für die"jungen Alten"

Tätigkeiten, die man früher einmal an der Frisierkommodeim Schlafzimmer ausübte, wurden längst ins Bad verlagert.Gerade ältere Leute, die ihren Gewohnheiten auch auf Reisennachgehen möchten, vermissen häufig die Möglichkeit,sich im Sitzen anzukleiden und zu frisieren.

Ein Hocker und ein Kippspiegel für alle "Größen"aus dem Sanitärprogramm sorgen für häusliche Atmosphäre:Läßt sich der Spiegel mit einem Drehgriff stufenloseinstellen, kann man sich auch im Sitzen darin anschauen. Praktischsind zudem Stützgriffe neben dem Waschtisch: Sie lassen sicheinerseits als Handtuchhalter nutzen, andererseits aber auch beiBedarf als Stütze einsetzen. Wannengriffe oder flexibel einhängbareSitze bzw. Klappsitze für die Dusche ergänzen diesesSortiment der unterstützenden Ausstattungen.

Das familienfreundliche Hotelbad

Wer mit Kindern in die Ferien fährt, wünscht sich nebeneiner kindgerechten Atmosphäre, in der Sohn und Tochter sichschnell einleben und abends rascher einschlafen, vor allem auchPraktisches im Bad. Hierzu gehört beispielsweise die Erreichbarkeitvon Ablagen durch Kinderhände genauso wie der Schutz vorVerletzungsgefahr.

Abgerundete Formen und verdeckte Befestigungselemente sorgen fürdie gewünschte Sicherheit. Accessoires in lebhaften und kräftigenFarben in Kombination mit bunten Fliesen-Dekoren oder WC-Sitzenmit fröhlich-lustigen Motiven sprechen Kinder besonders an.

Weiterhin ist es wichtig, die Größe eines zweiten Waschtischesauf Kinderproportionen abzustimmen. Eltern sind dankbar füralles, was die Selbständigkeit ihrer Kinder im Urlaub unterstützt.Sind Ablagen und Seifenschalen oder Seifenspender seitlich zumKinderwaschtisch versetzt, so können kleine Kinder ohne Hilfenach der Zahnpastatube greifen oder sich die Hände waschen.Eine Fußbank, die leicht umkippen könnte, wird dannnicht mehr benötigt.

Barrierefreie Ausstattungen für Menschen im Rollstuhl

Schließlich sind Räumlichkeiten auf die Bedürfnissevon Reisenden im Rollstuhl auszurichten. Sie brauchen zunächsteinmal ausreichende Bewegungsflächen - die erforderlicheGröße des Bewegungsraumes vor den Sanitärobjektenbeträgt 1,50 x 1,50 m - und ergonomisch geformte, unterfahrbareWaschtische sowie barrierefreie, schwellenlos erreichbare Duschen.

Zur selbständigen Körperhygiene unter der Dusche dientein klappbarer bzw. einhängbarer Sitz. Während der klappbareSitz fest an der Wand montiert wird, lassen sich andere Variantenan einer Haltestange einhängen und bei Bedarf rasch wiederherausnehmen. Der einhängbare Sitz eignet sich daher beispielsweisefür reisende Paare, bei denen ein Partner körperlicheingeschränkt ist, der andere jedoch keinen Sitz benötigt.

Eine weitere praktische Hilfe im Duschbereich stellen Handläufedar, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sindund sich den individuellen Erfordernissen anpassen lassen. Sosind Duschhandläufe in verlängerter oder verkürzterAusführung sowie mit und ohne Brausehalterstange möglich.Ebenfalls ergonomischen Ansprüchen gerecht wird der schwenkbareWandbrausehalter.

Daß barrierefreie Ausstattungen nicht langweilig sein müssen,zeigen die vielen farblichen Kombinationmöglichkeiten. Auchbarrierefreie Produkte passen hier zur gesamten Gestaltungslinie,d.h. sie sind keineswegs nur funktional, sondern bieten gleichzeitigetwas fürs Auge und damit zum Wohlfühlen - ein Bedürfnis,das allen reisenden Badbenutzern gemeinsam ist.

Im Blickpunkt: Stark beanspruchte Waschräume und Toilettenanlagen

Moderne Hotels verstehen sich immer seltener als reine Beherbergungsstätten.Darüber hinaus präsentiert sich eine wachsende AnzahlHotelbetriebe als multifunktionale Tagungsstätte. Mit technischanspruchsvoll ausgestatteten Konferenzbereichen wird dem Wettbewerbauf dem boomenden Veranstaltungsmarkt Rechnung getragen. Entsprechendrepräsentativ, zugleich aber auch strapazierfähig undpflegeleicht müssen die Sanitäranlagen in den starkfrequentierten Hotelbereichen sein.

Mehr als 70% der knapp 12000 deutschen Hotels verfügen übereigene Veranstaltungsräume. Nahezu jeder zweite Betrieb bietetden Gästen Schwimmbad und/oder Sauna sowie Sport- und Freizeiteinrichtungenan. Daß die Sanitärräume in diesen stark frequentiertenBereichen - die nicht nur von Übernachtungsgästen genutztwerden - erst recht wichtige "Visitenkarten der Gastlichkeit"sind, liegt vor diesem Hintergrund auf der Hand.




Der Waschtisch "Exclusiv" - hier in der Ausführung "Duo" -setzt Design-Akzente in Hotels. Die Serie ist in matter Ausführung oder auf Wunsch mit hochglanzpolierten Innenbecken erhältlich (Bild: Kuhfuss).

Hier wird nicht nur in die Ausstattung einiges investiert werden,auch die laufenden Kosten für Unterhalt und Instandsetzungerreichen nicht selten beträchtliche Größenordnungen.Darüber hinaus entstehen vor allem in Waschräumen undDuschanlagen erhebliche Kosten durch erhöhten Wasserverbrauch.Und nicht zuletzt stellen auch Schäden durch fahrlässigeoder gar absichtliche Gewalteinwirkung - selbst in gehobenen Hotelbetrieben- einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor dar.

Vor diesem Hintergrund stellen Hotelbetriebe an die Ausstattunggemeinschaftlich genutzter Sanitärräume in der Regelbesonders hohe Anforderungen. Dies gilt sowohl im Hinblick aufdas Design als auch für Hygiene, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit.Auf der anderen Seite hat jedoch angesichts nachlassender Auslastungvor allem im Übernachtungsbereich und den so verschärften(Preis-)Wettbewerb die Devise "nur vom Feinsten" ausgedient.Dies spüren auch die beauftragten Sanitär-Fachbetriebe,von denen in der Regel "maßgeschneiderte" Problemlösungenmit optimalem Preis-Leistungsverhältnis erwartet werden.

Repräsentatives Sanitär-Ambiente

Dabei gerät mit Edelstahl rostfrei zunehmend ein Materialin den Blickpunkt, daß sich bereits in vielen anderen Bereichendurch seine Eigenschaften bei Hygiene und Solidität bewährthat. Speziell auf stark frequentierte Sanitärräume inHotels und Gastronomie zugeschnittene Komplettprogramme aus Edelstahl,die neben Waschtischen, WCs, Urinalen und Duschelementen auchdie passenden Accessoires, Speziallösungen für Behinderte,automatische Spülsteuerungen und zentrale Steuereinheitensowie Installationsgestelle für die schnelle und einfacheMontage umfassen.


Das Wandurinal "Exclusiv" von Kuhfuss Sanitär weist einen fugenlosen Innenkörper ohne tiefliegenden Spülrand auf, so daß sich keine Schmutznester bilden können. Es kann auf Wunsch mit der Spülsteuerung "Biotherm" ausgestattet werden, die auf körperwarme Flüssigkeit reagiert (Bild: Kuhfuss).

Als Bestandteile zeitgemäßer Gestaltungslösungenkönnen Edelstahl-Sanitärobjekte dabei mit ihrem "Metallic-Look"- im Zusammenspiel mit den übrigen Raumelementen wie Spiegelflächenund Fliesenlandschaften - reizvolle optische Akzente setzen. Systemlösungenaus einer Hand lassen sich schnell und kostengünstig realisieren.

Stark beanspruchte Sanitärräume sind besonders anfälliggegen Verschmutzung und Verschleiß, was sich in hohem Reinigungs-und damit Personalaufwand sowie häufigem Ersatzbedarf niederschlägt.Damit geraten hier auch die laufenden Unterhaltskosten verstärktin den Blickpunkt.

Gerade für solche Bereiche erweist sich die Verwendung desWerkstoffs Chrom-Nickelstahl 18/10 als vorteilhaft: Die Oberflächendes glatten, porenfreien und pflegeleichten Materials sind extremabriebfest. Zugleich besteht nicht die Gefahr von Absplitterungenund Verfärbungen.

Bedarfsgerechte Produktlösungen

Mit Waschtisch-Edelstahlserien - lieferbar in unterschiedlichenVarianten, z.B. mit zwei, drei oder vier Innenbecken - läßtsich die Ausstattung flexibel auf das Raumangebot anpassen. Fürden schmutzanfälligen Bereich der Herrentoilette eignen sichWandurinale. Durch glatte Innenkörper ohne tiefliegendenSpülrand können hartnäckige Verschmutzungen undunangenehme Gerüche vermieden werden. Bei Bedarf könnenautomatische, vandalensichere Spülsteuerungen installiertwerden.


Individualität serienmäßig

Hotelbäder: Verbundkonzept für "Erfolg im System"

Sanitäre Revolution: Von 400 Gästezimmern des neuenLondoner "Savoy"-Hotels haben sage und schreibe 67 eineigenes Bad. "Es scheint sich um eine Herberge für Amphibienzu handeln", kommentiert die örtliche Konkurrenz denmaßlosen Luxus ebenso bissig wie neidisch. Eine wahre Geschichte- aus dem Jahre 1889. Für eine vergleichbare Sensation warenanno 1997 wohl umgekehrte Vorzeichen nötig: 400 Bäderfür 67 Räume. Davon kann die dreistufige Haustechnik-Branchezwar nur träumen; aber am ganz und gar unausgeschöpftenPotential fehlt's (ihr) in diesem Marktsegment beileibe nicht.Ein industrielles Verbundkonzept soll allen Beteiligten im wahrstenSinne des Wortes systematische Erfolge bringen.

Zur Ausgangslage: Das Hotelbad wird heute (mindestens) so hocheingestuft wie das eigentliche Gästezimmer. Zudem hat esals Entscheidungskriterium für über 90% der Geschäfts-und Privatreisenden künftig eine "steigende bzw. starksteigende Bedeutung", wie eine von der VDS getragene Studieergab. Deshalb rücken gezielte Badinvestitionen trotz odergerade wegen des scharfen Wettbewerbs u.a. bei mittelständischenHäusern immer häufiger auf die Prioritätenliste.Laut Schätzungen sind in Deutschland jährlich insgesamtrund 125000 Bäder neu einzurichten. Davon entfallen etwa100000 auf den Renovierungssektor.

Unterschiedliche Interessen

Wer daran in nennenswertem Umfang partizipieren will, kommt jedochnicht umhin, bedarfsorientierte Strategien zu erarbeiten. Maßstabdafür ist das in einer Dehoga-Dokumentation zum Thema "Inneneinrichtung"formulierte Grundprinzip: "Auch im Gastgewerbe sind ganzheitlicheLösungen erforderlich, nämlich das Zusammenführenvon funktionalen, ästhetischen und betriebswirtschaftlichenAnforderungen zu einem Ergebnis mit Synergiewirkung."




Im Hotelbadgeschäft liegen für die Sanitärbranche erhebliche Wachstumschancen. Mit ihrem umfassenden "Star"-Konzept blasen drei Markenhersteller zur Daueroffensive.

Die konsequente Umsetzung dieser einleuchtenden Logik beginntim Sanitärbereich schon mit der Erkenntnis, daß dieInteressen von Hoteliers auf der einen und ihren Gästen aufder anderen Seite keineswegs parallel laufen. Letztere wollenoft einen Flächen- und Ausstattungskomfort, der spürbarüber dem ihrer eigenen Bäder liegt. Die Akzeptanz entsprechenderZimmerpreise ist dagegen nur schwach ausgeprägt oder fehltvöllig.

Hotels wiederum müssen neben den Kundenerwartungen natürlichdie unternehmerischen Aspekte beachten. Das Streben nach einergesunden Mischung aus Wirtschaftlichkeit und Attraktivitätführt zwingend zu einem ganz konkreten Anforderungsprofilbei Badprojekten. Daher lauten die wichtigsten Investitionsparameter:

Raum-in-Raum-Flexibilitat

Diese ehrgeizige Wunschliste läßt sich jetzt "impositiven Sinne abhaken", melden Duscholux, DAL und Grohe.Den Beweis dafür liefere das "Star"-Konzept, dasim Frühjahr 1996 erstmals der Fachöffentlichkeit präsentiertwurde. Es ist das Resultat einer speziellen Kooperation, die derIndustriekreis zusammen mit Hoteliers, Vertriebspartnern und weiterenExperten entwickelte und umsetzte.



Die CAD-Planungsschritte zeigen den rationellen Arbeitsablauf der flexiblen Raum-in-Raum-Systeme. Auf der Basis universeller, komplett vormontierter Unterkonstruktionen lassen sich drei verzahnte Ausstattungsversionen modulartig und damit individuell installieren.

Die für Neubau und Modernisierung geeigneten Raum-in-Raum-Systemeumfassen, wie es heißt, drei komplette Bad-Versionen "auseinem Guß". Ihr Modulcharakter gewährleiste nebeneinem schnellen Arbeitsablauf zugleich die vor Ort unverzichtbareFlexibilität. Dadurch sei es möglich, sich den jeweiligenGrößen, Raumsituationen, Komfortansprüchen undNutzungsprioritäten exakt anzupassen.

Stimmige Sortimente

Die Basis dafür: universelle, komplett vormontierte Unterkonstruktionenvon DAL. Die stabilen "Rapid S"-Elemente tragen dieSanitärtechnik, sind z. B. für Waschtisch und WC invariabler Bautiefe sowie 840 mm Bauhöhe einzusetzen und könneneinzeln direkt an der Wand oder in Reihe an einer Schiene installiertwerden. Dahinter verbergen sich dann Rohrleitungen; bei Bedarfsogar die Stromversorgungen. Anschließend verhüllenvorgefertigte Abdeckplatten die Register nahtlos. Das Resultat:eine ebene Fläche als Grundlage für die spätereVerfliesung etc.

Warten auf die "neue Gastlichkeit": Diesem Hotelbad fehlte es an der Ausstrahlung, die Geschäfts- und Privatreisende von ihrem Domizil auf Zeit erwarten.

Das Resultat der "intelligenten Modernisierung": Attraktiver, komfortabler und damit wettbewerbsfähiger präsentiert sich das gleiche Bad nach der Generalüberholung Marke "Star".

Die flexible Maxime untermauert auch der Mineralguß-Waschtischvon Duscholux. Das Grundelement mit 530 mm Beckenausladung paßtsich den baulichen Gegebenheiten in der Breite durch integrierbare,250 mm tiefe Ablageflächen an. Als weitere Systembad-Sortimentsteilesteuert das Schriesheimer Unternehmen neben Spiegel- und Lichteinheiten,Wandverkleidungen und Zubehörprodukten natürlich auch- eigens für das Hotelprogramm entwickelte - Acrylwannenund Duschwände bei.

Kein Brausevergnügen "as usual": Bei diesem Praxisbeispiel entschieden sich die Investoren für eine neue "Business"-Lösung. Ihre Elemente: eine feststehende, gebogene Hartglas-Duschwand; die passende, in Längen von 1250 bis 1450 mm variabel schneidbare Acrylwanne; die vormontierte Duschsäule mit integrierter Duschstange und Unterputzarmatur. Maßarbeit auf Vorwandbausteinen: Ein 800 mm breites Grundelement und zwei seitlich installierte Ablageflächen bilden den Waschplatz aus robustem Mineralguß. Reinigungsfreundlich ist zudem der ökonomische Einhebelmischer mit integrierter Mengenvoreinstellung.

Der Armaturen- und Brausenspezialist Grohe hält zur Ausstattungder "Star"-Bäder eine Modellauswahl für unterschiedlicheAnforderungen und Standards bereit. Installations- und wartungsfreundlich:einheitliche Unterputz-Einbaukörper für Wannen- oderBrausebatterien aller Linien sowie eine Universal-Kartusche sowohlfür Aufputz- als auch für Unterputzserien. Zudem schütztder Trockenausbau mit dem elastomeren Einbaukasten vor eventuellemSpritz- oder Schwitzwasser im Hinterwandbereich.

Hauptrolle fürs Handwerk

Zur detaillierten Markenprodukt-Information dienen die separaten"Technik-Telegramme"dieses Beitrages. Wer alsotiefer einsteigen will - der besondere Fachservice der IKZ-HAUSTECHNIKmacht's möglich.

Handwerkliche Komplettleistung aus einer Hand von der (CAD-)Planungbis zur Wartung und günstige Betriebskosten gehörenlaut Kooperationsaussage ebenfalls zu den wichtigen Argumenten(s. Kasten "Kurz und Bündig") der neuen Gastlichkeit.Insgesamt erfülle das verzahnte Angebot damit die zentraleDehoga-Forderung und vor allem die Erwartungen der Investoren,die gerade im Sanitärsektor ästhetische, funktionaleund ökonomische Aspekte als Einheit betrachteten.

In die jetzt angelaufene Serienproduktion flossen die Erfahrungenaus mehreren Pilotprojekten ein, erklärt das Marken-Trioergänzend. Sie lieferten außerdem wertvolle Anhaltspunktefür die begleitenden Marktbearbeitungsinstrumente wie Montage-und Technikhandbücher, Planungsmaterialien und Schulungen.Die Initiatoren abschließend: "Deshalb glauben wir,die erheblichen Wachstumschancen im Hotelbad-Segment gemeinsammit unseren Vertriebspartnern schlagkräftig nutzen zu können."


Kurz und bündig

"Star"-Argumente für die Hotelberatung

Quelle: Duscholux/DAL/Grohe


Technik-Telegramm

EckduscheDuschwanne

Großzügiger Duschraum trotz kompakter Außenabmessungen, Schenkelmaß jeweils 900 mm; formale Übernahme der Linienführung der Duschwand-Türgriffe; Werkstoffkombination "Belatec" (Acryl und Polyurethan); recycelbar.

Duschwand

Vierteilig (je zwei feststehende und bewegliche Elemente); bewährte (Aluminium)-Profiltechnik; transparentes Hartglas; recycelbar; reinigungsfreundlich durch gerade Gläser; gebogene Türgriffe (Runddusch-Optik) als Handtuchhalter; Anbindung an Vorwandinstallation durch spezielle Wandmontagetechnik sowie im Anschlußbereich geätzte (matte Gläser); vormontierte Duschsäule mit integrierter Duschstange und Unterputzarmatur.

BusinessduscheDuschwanne

Werkstoffkombination "Belatec"; recycelbar; abgesenkte Duschfläche mit geneigtem Eingangsbereich: Abtropfwasser fließt in die Wanne zurück; variables Längenmaß 1250 - 1450 mm (schneidbar), 900 mm breit; Längsachsen-Symmetrie: Rechts- und Linksanschlag möglich.

Duschwand

Einteilig, als große gebogene Glasscheibe geformt, transparentes Hartglas; feststehend; recycelbar; mit Handtuchhalter als Einstiegshilfe; Anbindung an Vorwandinstallation durch spezielle Wandmontagetechnik sowie im Anschlußbereich geätzte (matte) Gläser; vandalensicher, da keine beweglichen Teile; auf Wunsch auch mit feststehendem geraden Teil am schneidbaren Duschwannen-Ende; Längsachsen-Symmetrie: Rechts- oder Linksanschlag möglich, vormontierte Duschsäule mit integrierter Duschstange und Unterputzarmatur.

Combiwanne (mit) Faltdusch-wandBadewanne

Körperformwanne 1600 mm x 800/500 mm; großzügige auf Duschwand abgestimmte Duschzone; Werkstoffkombination "Belatec"; recycelbar; Raumsparmodel mit schmalem Fußende.

Duschwand

Zweiteilig (feststehendes und bewegliches Element); bequem von außen zu reinigen; bewährte (Aluminium-)Profiltechnik; transparentes Hartglas; recycelbar; Anbindung an Vorwandinstallation durch spezielle Wandmontagetechnik; vormontierte Duschsäule mit integrierter Duschstange und Unterputzarmatur.

Waschtisch Basis: 800 mm breites Grundelement; Breitenanpassung je nach Gegebenheit durch integrierte Ablageelemente (250 mm tief); 530 mm Beckenausladung; Montage auf speziell entwickeltem Vorwandbaustein; Platzersparnis durch Integration der Waschkumme in den Vorwandereich; gut zugänglich; wartungsfreundlich; Mineralguß "Duraton".
Vorwandinstallation Schienenmontage; Schallschutz nach DIN 4109; TÜV-Zertifikat; variable Bautiefe; Einzelelementbreite min. 600 mm.

WC (Bidet)

840 mm Bauhöhe; Spülkasten 6 - 9 l; Revisionsöffnung von oben; pneumatische Betätigung mit Bedienung seitlich von vorn oder Direktauslösung; Ablageflächen aus Mineralguß "Duraton".

Waschtisch

Für Einloch Standbatterie; 840 mm Bauhöhe.

ArmaturenEinhandmischer

Euroeco, Eurodisc, Europlus und Chiara; für Wasserversorgung mit Druckspeicher und thermisch bzw. hydraulisch gesteuertem Durchlauferhitzer; einheitlicher Unterputz-Einbaukörper für Wannen- oder Brausebatterien aller Linien; einheitliche Kartusche (Auf- und Unterputz); integrierte Temperaturbegrenzung; Durchflußmengen-Reduzierung um bis zu 50%; Trockenausbau mit elastomerem Einbaukasten schützt vor evtl. Spritz- oder Schwitzwasser im Hinterwandbereich.

Brausen

Single und Exquisit aus dem Relexa plus-Programm; ein- bzw. zweistrahlig; Antikalk-System "SpeedClean".

Thermostate

Automatic 1000 und Automatic 2000; beide mit integrierter Hheißwassersperre bei 38° C; Automatic 2000 mit zusätzlicher Spartaste.


Alle Fotos: Duscholux/DAL/Grohe