IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 21/1996, Seite 57 ff.


HEIZUNSTECHNIK


Einfluß des Nutzerverhaltens auf den Heizenergieverbrauch

Klemens Philipp

Die Heizenergieverbräuche in Wohnungen sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dazu haben Verbesserungen im Bereich des baulichen Wärmeschutzes, die gesteigerte Effizienz von Heizanlagen und ein energiebewußteres Heizverhalten der Bürger beigetragen. Dies hat dazu geführt, daß der Heizenergieverbrauch einer Wohnung, der noch Anfang der 80er Jahre im Durchschnitt bei rd. 300 kWh/(m2 a) lag, auf rd. 200 kWh/(m2 a) zurückgegangen ist. Eine erfreuliche Bilanz.

Einleitung

Die eingangs genannten Erfolge dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich um Mittelwerte handelt. Naturgemäß dominieren dabei die Altbauten, deren Energieverbrauch mit ca. 200 - 300 kWh/(m2 a) etwa doppelt so hoch liegt wie bei Neubauten. Gebäude mit einem Dämmstandard nach der bis Ende 1994 geltenden 2. Wärmeschutzverordnung von 1982 haben dagegen nur noch einen Energieverbrauch, der im Durchschnitt bei 120 - 150 kWh/(m2 a) liegt. Die seit dem 1.1.1995 geltende Wärmeschutzverordnung schreibt sogar vor, daß der Energiebedarf in Abhängigkeit von dem Kompaktheitsgrad der Gebäude nur noch 54 - 100 kWh/(m2 a) betragen darf. Berücksichtigt man, daß die Wohnfläche etwa 10% kleiner ist als die Nutzfläche nach Wärmeschutzverordnung, bundeseinheitliche Klimadaten zugrundegelegt sind und in jedem Fall noch Energieverluste bei der Heizwärmeerzeugung und -verteilung anfallen, kann der künftige Brutto-Energieverbrauch mit etwa 80 - 120 kWh/(m2 a) veranschlagt werden.

In der Vergangenheit zeigte sich, daß die tatsächlich eingetretenen Energieverbräuche höher als veranschlagt waren. Es stellt sich somit die Frage, inwieweit das Heizsystem oder das Nutzerverhalten hierfür ursächlich sind.

Im Einzelfall können natürlich auch die am Objektstandort herrschenden Klimaverhältnisse, wenn sie von den bundeseinheitlich angenommenen Klimadaten erheblich abweichen, die Ursache für die fehlende Übereinstimmung sein.

Untersuchung zum Nutzerverhalten

Ohne Zweifel kommt dem Nutzerverhalten eine entscheidende Bedeutung zu. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen den Energieverbräuchen, die der gewünschte Wärmekomfort verursacht, und den vermeidbaren Verlusten, die durch meist unbewußtes Fehlverhalten oder durch unzulängliche technische Hilfsmittel für die Steuerung der Lüftung bzw. der Wärmeabgabe verursacht werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich der GdW - Gesamtverband der Wohnungswirtschaft zum Ziel gesetzt, den Ursachen für die häufig fehlende Übereinstimmung zwischen Soll und Ist beim Wärmeverbrauch nachzugehen. Mit Unterstützung des Umweltbundesamtes wird z.Z. in ausgewählten Wohnobjekten eine Untersuchung durchgeführt, bei der es darum geht, "Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Energieeinsparung im Mietwohnungsbau" zu erproben.

Die Untersuchung geht u.a. von der Überlegung aus, daß die Bemühungen um CO2-Minderung durch nicht investive und organisatorische Maßnahmen ergänzt und durch gezielte Nutzerberatung optimiert werden müssen, um die Emissionsminderungspotentiale im Bereich der privaten Haushalte bestmöglich zu aktivieren.

Es geht dabei nicht darum, die Mieter zu bevormunden, sondern ihnen Hilfestellung zu geben, wie sie - ohne nennenswerte Einschränkungen des Wärmekomforts - durch rationelle Energienutzung einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung belohnt sie dafür.

Das Forschungsprojekt stützt sich dabei u.a. auf die Erkenntnis, daß

Im Rahmen der Untersuchung wurde den Mietern der in die Untersuchung einbezogenen Wohnanlagen eine Beratung vor Ort angeboten. Anhand ihrer Abrechnung wurde den Mietern verdeutlicht, wie der Wärmeverbrauch ihrer Wohnung im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch in der Abrechnungseinheit liegt und wie groß ungefähr das Einsparpotential ist, das sie durch eine Verhaltensänderung noch ausschöpfen können. Hierzu erhielten die Mieter ein im Rahmen der Untersuchung entwickeltes Faltblatt ("Heizenergie und Heizkosten sparen durch richtiges Heizen und Lüften und durch rationelle Warmwassernutzung"); es enthält bewährte Tips über richtiges Heizen und Empfehlungen für einen bewußten Umgang mit Warmwasser.

Außerdem wurde den Mietern bewußt gemacht, welchen Einfluß die natürliche Lüftung - in Abhängigkeit von der Fensterstellung - auf die dadurch bedingten Wärmeverluste hat, die beim Heizwärmeverbrauch ganz erheblich zu Buche schlagen können (Tabelle 1).

Tabelle 1: Luftwechselzahlen (LWZ) in Abhängigkeit von der Fensterstellung

Fensterstellung

Luftwechselzahl

erforderliche Lüftungsdauer bei 0,8fachem Luftwechsel in min/h1)

zu (fugendicht)

0 - 0,3

 

gekippt

1,5 - 4

12 - 13

halb offen

5 - 10

5 - 10

ganz offen

9 - 15

3 - 5

ganz offen
(bei Querlüftung)

ca. 40

1,5

1) Unter hygienischen Gesichtspunkten ist ein etwa 0,8facher Luftwechsel pro Stunde ausreichend

Weiterer Ansatzpunkt war eine Aufklärung über Funktion und Wirkungsweise der Thermostatventile, die von vielen Wohnungsnutzern falsch eingeschätzt werden. Dabei sollte der weitverbreitete Irrtum aufgeklärt werden, daß ein Raum nicht schneller warm wird, wenn der Ventilkopf in die maximale Stellung gebracht wird. Die Markierungen des Thermostatkopfes, die denen der Stellknöpfe am Elektroherd ähneln, sind ursächlich für diesen häufigen Fehlschluß. Ein den Mietern überreichtes Merkblatt klärt über die wesentlichen Unterschiede auf.

Verschiedene Einflußfaktoren

Bauliche und technische Mängel

Die Erfolge der Bemühungen um Energieeinsparung werden u.a. durch bauliche Mängel an der wärmeübertragenden Gebäudehülle und durch technische Mängel am Heizsystem gemindert.

Die wärmetechnische Qualität der Gebäudehülle ist ein wesentlicher Einflußfaktor für den späteren Energieverbrauch einer Wohnung. Wärmebrücken oder im Einzelfall vorhandene bauliche Mängel verringern das Einsparpotential. Erfahrungen mit Niedrigenergiehäusern nach den heutigen Vorstellungen, deren Soll-Energieverbrauch bei etwa 30 - 70 kWh/(m2 a) liegt, haben gezeigt, daß dieses Ziel nicht erreicht wird, wenn die Gebäudehülle nicht luftdicht ist, da das Nutzerverhalten diese baulichen Mängel nicht kompensieren kann.

Daß die Steuerung der Wärmeabgabe der Heizkörper selbsttätig und temperaturabhängig erfolgt, ist Stand der Technik und durch Heizungsanlagenverordnung vorgeschrieben. Bei guter Vorlauftemperaturregelung reicht aus Sicht der Heizkostenverordnung ein Feinregulierventil aus.

Lage im Gebäude

Die Wärmedämmung eines Gebäudes wird global geplant und ausgeführt. Dies bedeutet, daß trotz guter Wärmedämmung der spezifische Wärmebedarf der einzelnen Wohnungen in einem Gebäude - je nach ihrer Lage im Gebäude - nicht gleich ist. Der rechnerische Wärmebedarf exponiert gelegener Wohnungen ist gegenüber geschützt liegenden Wohnungen 20 - 40% größer. Dies ist zwar kein baulicher Mangel, jedoch ein Schönheitsfehler.

Durch die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten wird damit der Wärmebedarf einer Wohnung zum Wohnwertmerkmal. Dieses Wohnwertkriterium kann jedoch im preisgebundenen Wohnungsbau nur bei erstmaliger Festlegung der Mietstaffel berücksichtigt werden. Eine nachträgliche Veränderung der einmal gewählten Mietstaffel ist nicht möglich. Die finanziellen Auswirkungen der unterschiedlichen Wärmebedarfswerte können durch den Umlagemaßstab gemildert werden, indem der höchstmögliche Anteil der Heizkosten nach festem Maßstab, das sind 50%, umgelegt wird.

Auswertungen von Heizkostenabrechnungen im Rahmen der laufenden GdW-Untersuchung bestätigen frühere Ergebnisse, daß der Lageeinfluß sich nicht generell in der Heizkostenabrechnung widerspiegelt. Der Energieverbrauch exponiert gelegener Wohnungen liegt teilweise sogar unter dem Durchschnitt. Offenkundig kompensiert hier das Nutzerverhalten häufig den Lageeinfluß. Andererseits wurde aber auch deutlich, daß alle Wohnungen mit besonders hohem Verbrauch exponiert lagen. Daraus kann gefolgert werden, daß sich hier die Auswirkungen eines Fehlverhaltens beim Lüften besonders drastisch bemerkbar machen.

Temperaturausgleich
im Gebäude

Der tatsächliche Energieverbrauch einer Wohnung wird jedoch nicht nur von der Lage einer Wohnung im Gebäude mitbestimmt, sondern auch von dem Temperaturniveau der Nachbarwohnungen. Die Temperaturdifferenz zwischen unterschiedlich beheizten Wohnungen sind zwar gegenüber der Differenz zur Außenluft wesentlich geringer, dafür sind jedoch die Berührungsflächen um ein vielfaches größer. Außerdem ist die Wärmedämmung wohnungstrennender Bauteile wesentlich schlechter als die der äußeren Gebäudehülle. Aus diesem Grund kann der Wärmebedarf einer geschützt liegenden Wohnung erheblich steigen, wenn sie von geringer beheizten Nachbarwohnungen umgeben ist.

Auch hier hilft der bewährte Umlagemaßstab für den Gebäudebestand: 50% Umlage nach der Wohnfläche, 50% nach individuell gemessenem Verbrauch, die finanziellen Auswirkungen zu mildern. Eine wesentliche Verbesserung des Wärmeschutzes wohnungstrennender Bauteile scheidet aus Kostengründen aus.

Der Einspareffekt, der der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung zugeschrieben wird, ist um so größer, je größer die Zahl der sich energieökonomisch verhaltenden Mieter ist. An der Technischen Universität Wien wurde untersucht, um wieviel Prozent sich der Energieverbrauch in einem supergedämmten Gebäude (NE-Haus, nach neuesten Vorstellungen) mindert, wenn statt Vollbeheizung nur jede zweite Wohnung beheizt wird. Der festgestellte Verbrauchsrückgang lag nur bei rd. 10%. Über 40% des Wärmeverbrauchs entfielen auf Wärmewanderung über wohnungstrennende Bauteile von den beheizten in die nicht beheizten Wohnungen. Dieses Ergebnis zeigt, daß extremes Sparen Einzelner für den Energieverbrauch des Gebäudes nicht viel bringt. Es ist häufig die Ursache für Bauschäden und problematisch, da es den Nachbarwohnungen Wärme entzieht, die der Wärme verlierende Nachbar bezahlen muß.

Problematisch im Sinne einer rationellen Heizwärmenutzung sind auch nicht isolierte Steigstränge bzw. horizontale Verteilleitungen zentraler Heizanlagen, insbesondere dann, wenn deren Anteil an der Heizwärmeversorgung mehr als 25% beträgt. So vorteilhaft im Sinne einer Grundheizung dieser "Zwangswärmekonsum" ist, so leidet darunter die Qualität der Verbrauchsmessung, wenn die Wärmeanteile in den einzelnen Wohnungen stark voneinander abweichen, da diese Wärmeanteile in der Regel meßtechnisch nicht erfaßt werden. Im Gebäudebestand muß man damit leben. Bei Neubauten sollte auf die Wärmeisolierung der Verteilleitungen nicht verzichtet werden, auch wenn nach Auslegung des ß 6 Heizungsanlagenverordnung durch die Fachkommission Bauaufsicht der Argebau die Dämmung von Rohrleitungen in Wohnungen nicht vorgeschrieben ist, da ihre Wärmeabgabe Nutzwärme ist.

Erste Auswertungen der GbW-Untersuchung zeigen, daß in relativ gut gedämmten Plattenbauten der neuen Länder die nicht vom Nutzer beeinflußbare Wärmeabgabe nicht isolierter Steigestränge in geschützt liegenden Wohnungen den überwiegenden Teil des Heizwärmebedarfs deckt.

Bedarfsgerechte Vorlauftemperaturregelung

Wichtig für den Erfolg sind auch die heiztechnischen Voraussetzungen und hier insbesondere eine bedarfsgerechte Vorlauftemperaturregelung, die eine Einregulierung der Wasservolumenströme einschließt. Das Wärmeangebot darf nicht größer sein als es zur Erreichung von etwa 23C im Wohnraum bzw. 24C im Bad bei energiesparender Lüftung nötig ist. Auf diese Weise wird der Wohnungsnutzer, bei dem das geöffnete Fenster in Vergessenheit geraten ist, daran erinnert, das Fenster wieder schließen zu müssen, wenn er nicht frieren will.

Die richtige Einstellung der Vorlauftemperaturregelung gelingt meist nicht auf Anhieb; hier muß bei der erstmaligen Einstellung oder später bei Veränderungen mehrmals nachreguliert werden. Während der Einregulierungsphase ist es ärgermindernd für beide Seiten, wenn ein Hausmeister oder die Hausverwaltung über ein Servicetelefon jederzeit Mieterbeschwerden über unzureichende Beheizung entgegennehmen können und bei Bedarf kurzfristig für Abhilfe sorgen.

Lüftungswärmeverluste

Nach der neuen Wärmeschutzverordnung hat der Anteil der Lüftungswärmeverluste erheblich an Bedeutung gewonnen. Sie sind in der Energiebilanz eines Gebäudes heute etwa gleich groß wie die Transmissionswärmeverluste; in der Praxis sind sie häufig bereits dominant. Somit kommt dem Nutzerverhalten in Zukunft eine noch größere Bedeutung zu, da die Höhe der Lüftungswärmeverluste weitgehend vom Nutzer abhängt. Die Intensität der Lüftung ist subjektiv beeinflußt von seinem Empfinden für hygienisch einwandfreie Luftverhältnisse und von den technischen Möglichkeiten, die er hat, um die Luftwechselrate gezielt beeinflussen zu können.

Die mechanische Wohnungslüftung mit automatisch steuerbarem Luftwechsel erscheint geradezu ideal zur selbsttätigen Minimierung der Lüftungswärmeverluste. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten und hygienischen Problemen, die diese Technik verursachen würde, ist die Zeit hierfür nicht reif. Sie wird von den Nutzern nicht angenommen und ist gegenüber den Bemühungen um kostensparendes Bauen kontraproduktiv. Bei Niedrigenergiehäusern der Zukunft könnten jedoch einfache Abluftanlagen, in Verbindung mit zugfrei konstruierten Nachströmöffnungen im Fensterbereich, eine erwägenswerte Zusatzeinrichtung sein.

Hohe Komfortansprüche

Bereits bei dem in den 70er Jahren durchgeführten BMBau-Wettbewerb "Therma" zeigte sich, daß die nach Durchführung energiesparender Maßnahmen erwarteten Einsparungen teilweise weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Nachuntersuchungen förderten zutage, daß dies zum Teil daran lag, daß nach Durchführung der wärmetechnischen Fassadensanierung die vorhandene Heizanlage nicht dem verringerten Heizwärmebedarf angepaßt wurde. Die schlechte Effizienz der Energienutzung vorhandener Heizanlagen wurde durch den Rückgang des Wärmebedarfs sogar noch wesentlich verschlechtert. Dies änderte sich erst, nachdem auch die Heizanlage erneuert und dabei dem verringerten Wärmebedarf angepaßt wurde. Trotzdem verblieb ein Mehrverbrauch, der nutzungsbedingt war. Eine Befragung der Mieter ergab damals, daß diese in Kenntnis der durchgeführten Dämmaßnahmen sich gegenüber früher einen größeren Wärmekomfort leisteten. Die nachträglich ausgeführte Wärmedämmung hat offensichtlich das Umwelt-Gewissen der Mieter beruhigt und ihnen außerdem noch Heizkostenersparnisse beschert.

Was kann das Wohnungsunternehmen tun?

Der Einfluß eines Vermieters auf das Heizverhalten seiner Mieter ist gering, jedoch nicht unwichtig. Der Vermieter hat gegenüber anderen Informationsquellen den Vorteil, daß er regelmäßige Kontakte mit seinen Mietern hat. Allein die jährliche Betriebskostenabrechnung bietet die Möglichkeit, den Mietern gezielt Informationen zukommen zu lassen, u.a. Tips zum richtigen Heizen und Lüften. Dies kann bereits bei Abschluß eines Mietvertrages geschehen, z.B. durch Übergabe eines Faltblattes wie das eingangs geschilderte. Die Information über richtiges Heizen und Lüften in Verbindung mit der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung motiviert die Mieter zum sparsamen Umgang mit Heizenergie.

Die Bemühungen, durch - investive Maßnahmen begleitende - Aufklärung und Information der Bürger, die durch technische Maßnahmen gebotenen Möglichkeiten zum Energiesparen auch möglichst optimal zu nutzen, sind unverzichtbar und sollten in einer möglichst konzertierten Aktion aller Akteure als Daueraufgabe verstanden werden zum Nutzen der Umwelt und in Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen.


Erstveröffentlichung: Bundes-Bau-Blatt, Heft 3/1996.


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