IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 16/1996, Seite 23 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Nordrhein-Westfalen


Landesfachgruppentagung Heizung/Klima

Auf Einladung des SHK-Fachverbandes NRW kamen etwa 70 Innungsvertreter zur Landesfachgruppentagung Heizung/Klima am 12. Juni nach Dortmund, zu der Landesfachgruppenleiter Dipl.-Ing. Manfred Pelzer die Delegierten begrüßte.

Neuwahlen

Zunächst stand die Wahl des Fachgruppenleiters und des Fachausschusses Heizung, Klima auf dem Programm. Für die nächsten drei Jahre wurden gewählt:

Landesfachgruppenleiter
Dipl.-Ing. Manfred Pelzer (Innung Neuss),

Fachausschußmitglieder
Ing. Peter Hecker (Innung Köln),
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Hering (Innung Düsseldorf),
Herbert Schumacher (Innung Gütersloh),
Dipl.-Ing. Walter Steinhaus (Innung Remscheid),
Thomas Braun (Innung Leverkusen),
H.-Jürgen Lachenit (Innung Brilon).

Beheizung von Niedrigenergiehäusern mit Wärmepumpen

Zu diesem Thema referierte Peter Göricke von der RWE AG. Er ist der Überzeugung, daß in der Ausrüstung neuer Ein- und Zweifamilienhäuser der Markt der Wärmepumpen zu suchen sei. Als Energiequelle komme in erster Linie das Erdreich in Betracht. Wo es technisch machbar sei, kann auch Wasser eingesetzt werden, während die Luft als Energiequelle zur Zeit wenig Erfolg haben dürfte. Ideal sei die Kombination der Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung.

Da ab dem Jahr 2000 von einer weiteren Verschärfung der Wärmeschutzverordnung auszugehen sei, gerät nach Görickes Meinung die leitungsgebundene Energieverteilung auf Grund immer geringerer Heizlasten in Bedrängnis. Deshalb sei es schon heute sinnvoll, in den Wärmepumpenmarkt einzusteigen.

Eine informative Landesfachgruppentagung beschert immer wieder vollbesetzte Reihen.

Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz

Peter Schlüter aus der Rechtsabteilung des Fachverbandes informierte über das geplante Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Danach werden Hersteller und Handel vermehrt in die Pflicht genommen, aber auch der Handwerker muß sich auf einige Neuerungen und Mehrarbeit einstellen. Denn eventuell muß er einen Nachweis für seine Abfallbeseitigung erbringen.

Mit dem ZVSHK und Interseroh ist ein Pilotprojekt vereinbart, das noch bis etwa Ende August läuft. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, daß das Bringsystem (der Handwerker bringt den Abfall zu einer zentralen Stelle) gegenüber dem Holsystem bevorzugt wird. Nähere Informationen gibt der FV durch seine Rundschreiben.

Aufheizprotokoll für Fußbodenheizungen

Dipl.-Ing. Norbert Schmitz, Technischer Referent im Fachverband, ging auf diesen Punkt ein, da häufig Anfragen zu diesem Thema beim FV zu verzeichnen sind. Die Problematik: DIN 4725 Teil 4 - maßgeblich für das Aufheizen von Estrichen mit Fußbodenheizung - schreibt eine andere Abfolge und andere Temperaturen vor als z.B. Readymix (Hersteller von Estrichen). Um diese Diskrepanz und die damit verbundenen Kostenunterschiede auszugleichen, sollte jeder Unternehmer mit dem Bauherrn schriftlich vereinbaren, wie die Auf- und Abheizung zu erfolgen hat. Der FV hat zu dieser Thematik ein Aufheizprotokoll herausgegeben, das in der Geschäftsstelle erhältlich ist.

Widersprüche Wärmeschutzverordnung/Regelwerke im Lüftungssektor

Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten und Dipl.-Ing. Norbert Schmitz vom FV NRW deckten einige Ungereimtheiten im Regelwerk auf. So legten sie offen, daß nach DIN 18017 (Lüftung von Bädern und Toiletten ohne Außenfenster) die Umfassungsflächen eines Gebäudes undicht sind, während sie nach der Wärmeschutzverordnung dicht sind. Da man davon ausgehen kann, daß die Wärmeschutzverordnung eingehalten wird, ist bei innenliegenden Bädern und Toiletten ein natürliches Nachströmen von Außenluft nicht gegeben. Deshalb hat der Unternehmer eine schriftliche Informationspflicht gegenüber seinem Auftraggeber über die unzureichende Belüftung seines Hauses.

Der Fachverband gibt weitere Informationen über seine regelmäßigen Rundschreiben.

CE-Kennzeichnung von Produkten

Ing. Norbert Kröschel, Geschäftsführer Technik im FV, machte das Europarecht zum Thema seiner Ausführungen. Das CE-Zeichen müssen alle Gasgeräte tragen, die in Europa vertrieben werden. Tragen sie zudem ein DE-Zeichen, so ist damit ausgesagt, daß die Geräte deutschem Standard entsprechen.

Wesentliche Änderungen der Landesbauordnung

Schmitz listete einige Änderungen der Landesbauordnung (LBO) auf. Hier die wichtigsten:

Vaillant und Junkers: Preisgestaltung in Deutschland und den Niederlanden

Siehe hierzu die gleichen Aussagen, die auf der Landesfachgruppentagung Sanitär gemacht wurden. Nachzulesen sind sie Heft 14/15 1996.

 


SHK-Unternehmensführungsseminar 1996 auf Mallorca

Zum 4. Mal führte der Fachverband SHK NRW in der Zeit vom 11. Mai. bis zum 18. Mai sein mittlerweile schon zum festen Repertoire gehörendes Unternehmensführungsseminar auf Mallorca durch. Auf mehrfachen Teilnehmerwunsch wurde die Veranstaltung diesmal in den Frühling gelegt.

30 Teilnehmer trafen sich in entspannter Atmosphäre auf Mallorca.

Als Seminarort wurde wie im letzten Jahr ein 4-Sterne Hotel direkt am Meer in llletas, im Südwesten der Insel gelegen, gewählt.

30 Unternehmer und Unternehmerfrauen, überwiegend aus NRW, aber auch von anderen Schwesterverbänden waren mit dabei. Als Referenten standen von seiten des Fachverbandes Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Friedrich-Wilhelm Stohlmann, Wolfram Weber und Alfred Jansenberger zur Verfügung. Als externer Referent konnte Dr. Norbert Vogelsang von der Finanzverwaltung Düsseldorf gewonnen werden.

In entspannter Atmosphäre, losgelöst vom betrieblichen Alltag wurden in der Woche folgende Themen behandelt:

Wie auch in den Jahren zuvor, zeigte sich ein reger Meinungs- und Gedankenaustausch zu diesen und anderen betrieblichen Themen auch außerhalb des Seminarraumes. Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung um Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende zu festigen.

Aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen strebt der Fachverband für 1997 die Fortsetzung dieses Seminares an, wobei der Veranstaltungsort eventuell neu gewählt wird.

 


Kooperationstagung Industrie / Handel / Handwerk

Kooperationsmodelle aus erster Hand

Am 17. September findet in Essen eine Kooperationstagung statt. Initiatoren sind der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Nordrhein-Westfalen und der FSI, Förderverein der Sanitärindustrie, des Sanitärhandels und des Sanitärhandwerks.

Schwerpunktthemen:

- Traditioneller Vertriebsweg und seine Zukunft,

- Ergebnisse der IRES-Studie und

- Kooperationsmodelle.

Das ausführliche Tagungsprogramm wird in der IKZ-HAUSTECHNIK 17/96 veröffentlicht.

Termin:

Dienstag, 17. September 1996, Messe Essen.

Informationsveranstaltung

Aktualisierung der TRGI 86

Termin:

Donnerstag, 19. September 1996, Messe Essen.

 


Innung Köln

Größte Innung in NRW wählte neuen Vorstand

Am 20. Mai 1996 fand die 154. Mitgliederversammlung und Jahreshauptversammlung mit Wahlen des Vorstands der Innung Sanitär Heizung Klima Köln statt.

Den Vorstandswahlen war besondere Bedeutung beizumessen, da vier Vorstandsmitglieder nicht mehr für die Wahl zur Verfügung standen.

Alter und neuer Obermeister ist Rolf Lützenkirchen, der mit einer überwältigenden Mehrheit wiedergewählt wurde.

Der neue Vorstand der Innung Köln, v.l.n.r., Anding, Stark, Stocken, Schaefer, Osenberg, Hubacher, Kläsner, Hammeke, Hecker, OM Lützenkirchen und Stellvertreter Hirschler.

Sein Stellverteter wurde Werner Hirschler, der bereits seit sechs Jahren dem Vorstand angehört und in dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. Herr Hirschler löst Herrn Jakob Wieland ab, der sich seit vielen Jahren aktiv für die Innung eingesetzt hat und sich zukünftig mehr seinem Betrieb widmen möchte.

Den ebenfalls ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Wolftgang Backes, Winfried Sehr und Günter Küpper dankte Obermeister Lützenkirchen in seiner Rede für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Von den Mitgliedern wurden weiter in den Vorstand wiedergewählt: Peter Hecker, Johannes Schaefer, Klaus Hammeke, Peter Stockem sowie Harald Osenberg.

Neugewählt wurden Wolfgang Anding, Gerd Hubacher, Herbert Kläsener und Karl-Wilhelm Stark.

Allen Gewählten wünschen wir für die zukünftige Innungsarbeit viel Freude.


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