IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 14-15/1996, Seite 26 f.


VERBÄNDE AKTUELL 


Rheinland-Rheinhessen


Jahreshauptversammlung der Klempner- und Installateur-Innung Trier-Saarburg

Wirtschaftliche Situation ist nicht rosig

Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Klempner- und Installateur-Innung Trier-Saarburg, die im Nells Park Hotel in Trier stattfand, wurde deutlich, daß die wirtschaftliche Situation im Klempner- und Installateurhandwerk doch recht angespannt ist.

Obermeister Jürgen Weisgerber konnte eingangs den Präsidenten der Handwerkskammer Trier, Hans-Josef Jänschke, Landesinnungsmeister Reinhold Feltes, Trier-Ruwer, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg, Wolfgang Wehlen und den Referenten Dipl.-Ing. Wolfgang Schäfer, Schillingen, begrüßen.

Nach dem Totengedenken für zwei verstorbene Innungsmitglieder, gab der Obermeister den Situations- und Tätigkeitsbericht des letzten Jahres. Er verwies darauf, daß die wirtschaftliche Situation wenig rosig sei. Einigen Betrieben würde es gut gehen, aber der überwiegende Teil müsse Arbeit suchen. Er warnte die Innungsmitglieder Arbeit zu Niedrigpreisen auszuführen. Eine genaue Kalkulation sei daher erforderlich. Es folgte ein Bericht über den Verbandstag in Bitburg, der sehr gut verlaufen sei, nur wünsche man sich einen besseren Besuch.

Nach Erledigung der Regularien, die der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg, Wolfgang Wehlen, vorgetragen hatte, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt und der Haushaltsplan 1996 einstimmig verabschiedet. Anschließend referierte Landesinnungsmeister Reinhold Feltes über aktuelle Themen aus dem Bereich des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Rheinland-Rheinhessen. Vor allem befaßte er sich mit der Tarifsituation. Man würde sich jetzt seit acht Jahren in einem tariflosen Zustand befinden. Die Verhandlungen um einen Tarifabschluß seien mit der IG Metall gescheitert. Die Arbeitszeit in der Innung würde wöchentlich 40 Stunden betragen. Die Arbeitnehmer seien mit dieser Regelung einverstanden, denn sie wären dazu bereit und wollten etwas mehr Geld verdienen.

Der Zentralverband sei nach wie vor bestrebt, eine einheitliche Tarifsituation zu schaffen. Für dieses Jahr sei keine Lohnerhöhung vorgesehen, es würde eine Nullrunde geben. Kritisiert wurde die Zulassung von Meistern anderer Handwerksberufszweige im Klempner- und Installateurhandwerk ohne Nachweis einer Kenntnisprüfung. Zum Schluß seiner Ausführungen verwies der Landesinnungsmeister auf die Notwendigkeit der Einhaltung der Preise. Bei der derzeitigen Situation könne man nicht unter dem Strich kalkulieren.

Die Versammlung beschloß die betrieblichen Sommerferien in die Zeit vom 4. bis 23. August zu legen.

"Neues aus der Sicht des Fachverbandes", war das Thema von Dipl.-Ing. Wolfgang Schäfer. Er verwies auf die Fülle der Gesetze und Verordnungen, die auf das Handwerk zukommen. Er behandelte anhand von Schautafeln das Länderschutzgesetz, Herstellung von Wärmeschutz und Isolierungen, die Wärmeschutzverordnung, Wohnungslüftung, Installation von Heizkörpern, die Heizungsanlagenverordnung, Wartungsverträge bei Heizungsanlagen, die Landesbauverordnung und Fälle der Durchführung eines Baugenehmigungsverfahrens.


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