IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 9/1996, Seite 58 ff.


SANITÄR


DoucheWC 3000, WashAir, Cleanet, DoucheWC 7000 . . .

WC-Hygiene hat viele Namen

Ing. Christian Meißner

Für WC-Benutzer sind Einrichtungen für "eine kleine Dusche danach" aus hygienischer Sicht ein enormer Fortschritt und zugleich eine Erleichterung und Wohltat. Es gibt verschiedene Produktlinien sowohl zum Nachrüsten auf vorhandene WCs als auch zum Austausch vorhandener WC-Körper gegen WC-Hygiene-Komplettausführungen mit allen für die perfekte Körperpflege benötigten Funktionen. Natürlich ist beides auch für den Neubau bestens geeignet.

Falsch wäre es, das Hygienebewußtsein der Menschen an der Sanitärausstattung, die sie benutzen, zu messen. Denn die Mehrzahl der Mieter wird dieselben Bäder auch noch viele Jahre nahezu unverändert benutzen müssen, weil jede Veränderung der fest installierten Sanitärgegenstände nicht nur teuer ist, sondern sie ist technisch ohnehin nur in einem begrenzten Rahmen möglich. Abgesehen davon, daß jeder Vermieter derartigen Eingriffen in den Bestand zunächst einmal skeptisch gegenübersteht (und das nicht selten aus bitterer Erfahrung heraus).

Aber auch viele der heutigen Besitzer von älteren Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen haben ein Bad, das, gemessen an dem, was in Ausstellungsräumen zu sehen ist, bescheiden ausgestattet ist.

Diese Tatsache verleitet nur allzuleicht zu dem Schluß, daß der Personenkreis dieses Wohnraumbestandes höchstens an textilem und anderem Zubehör und an ein paar Schränkchen interessiert sein kann und verdeckt, daß es sehr wohl auch hierfür hochwertige Sanitärprodukte gibt, die keinen zusätzlichen Stellplatz benötigen, aber den Nutzungskomfort der Einrichtung entscheidend erhöhen - und bei einem Umzug evtl. sogar mitgenommen und wiederverwendet werden können.

So gesehen, bietet sich für die nachstehend zu beschreibenden Einrichtungen sowohl im Wohnungsbestand als auch im -neubau ein riesengroßer Markt, der allerdings niemandem von alleine zufällt.

Wie eh und je . . .

Die meisten Menschen wischen sich nach der WC-Benutzung wie eh und je mit Toilettenpapier ab und spüren, daß das eine nur unzulängliche Grobreinigung ist. Sie nehmen das schicksalergeben hin. Viele waschen sich anschließend mit einem Waschlappen vor dem Waschbecken stehend. Andere nehmen gleich Feucht-WC-Papier, das inzwischen für die "schonende" Reinigung in den Regalen der Geschäfte in unterschiedlicher Präparierung angeboten wird.

Eine schmerzhafte Prozedur ist das für die Millionen von Bundesbürgern, die an Reizungen im Analbereich leiden. Da Bakterien, Viren und Pilze überall dort, wo Haut auf Haut liegt, einen guten Nährboden finden, begünstigt mangelnde Hygiene dort das Entstehen von Infektionen und Ekzemen.

Leider wissen nur wenige, daß es eine sehr elegante Lösung dieses Problems gibt.

Natürlich hat eine ganze Anzahl von Menschen ein Bidet und schätzt die Annehmlichkeit dieser Wascheinrichtung. Doch sie müssen nach der WC-Benutzung zunächst den "Sitzplatz" wechseln, um sich der wohltuenden Nachreinigung unterziehen zu können. Ausgesprochen umständlich ist das dann, wenn WC und Bidet in benachbarten Räumen (Toilette/Bad) angeordnet sind. Der WC-Benutzer muß sich in diesem Fall mit heruntergelassener Hose nach nebenan begeben. Und wenn er nicht alleine in der Wohnung ist, muß er sich für die paar Schritte erst wieder anziehen.

. . . das muß nicht sein

Die hier gezeigten Wascheinrichtungen vermeiden den direkten Kontakt mit den Ausscheidungen und verhindern bzw. mindern dadurch das Risiko der Krankheitsübertragung und das Entstehen lokaler Entzündungen. Das Abduschen mit körperwarmem Wasser "danach" ist eine gründliche Reinigung in diesem Sinne - und angenehm sanft und erfrischend zugleich. Vor allem Menschen, die unter Hämorrhoiden oder Ekzemen leiden, empfinden das als große Erleichterung. Aber nicht nur diese, sondern all die, die den Komfort eines Dusch-WCs einmal kennengelernt haben, - ob Frau, ob Mann, ob Kind - sind davon begeistert.

Die Lösung des Problems

Das Angebot reicht von WC-Sitzen mit integriertem Warmwasserbereiter und Unterdusche bis zu sog. WC-Bidet-Kombinationen. Nachstehend werden einige dieser Einrichtungen gezeigt und beschrieben.

Erstere (Beispiele 1 und 2) eignen sich sowohl für die Montage auf nahezu alle vorhandenen WC-Körper als auch für neu zu installierende WC-Einrichtungen, egal, ob mit einem Aufputz- oder einem Unterputz-Spülkasten. Ein weiterer Anreiz ist der interessante Preis ab ca. 1000,- DM. Für Wohnungsmieter ist noch wichtig, daß diese Geräte bei einem Umzug leicht demontiert und in der neuen Wohnung erneut installiert werden können.

Komplettlösungen (Beispiele 3 und 4), bestehend aus WC-Körper mit integriertem Spülkasten, Warmwasserbereiter, Unterdusche und Trocknung mit Warmluft, erfüllen auch höchste Ansprüche, wie sie in Senioren- und Behindertenheimen sowie in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren gestellt werden. Jetzt, wo die häusliche Pflege durch die neue Pflegeversicherung verstärkt ins Gespräch gekommen ist und dadurch aufgewertet wurde, wird hierfür auch der Privatbereich immer interessanter. (In der Tagespresse machen zwar immer nur die armen Alten Schlagzeilen. Dabei ist allgemein bekannt, daß es viele reiche alte Menschen gibt. Diese täten besser daran, etwas von ihrem Geld in eine solche Hygiene-Pflegeeinrichtung zu investieren, als später die Erben damit zu beglücken.)

Aufbau und Funktion

Beispiel 1

Bild 1: Bei dem für alle gängigen WC-Becken geeigneten DoucheWC 3000 ist die gesamte Technik - Duscharm, Warmwasserspeicher, Regel-, Steuer- und Betätigungseinrichtungen - in dem hinteren Teil des WC-Sitzes eingebaut
(Bild: Geberit).

Bei dem in Bild 1 gezeigten Gerät ist die gesamte Technik der Duscheinrichtung in dem hinteren Teil des WC-Sitzes untergebracht. Die Wassertemperatur des elektrisch beheizten Warmwasserspeichers ist voreinstellbar bis ca. 37C. Der Duscharm für die sanfte Unterdusche kommt auf Knopfdruck aus seiner geschützten Ruhestellung hervor und reinigt gezielt mit körperwarmem Wasser (Bild 2) so lange, bis der Betätigungsknopf losgelassen wird. Die Stärke des Duschstrahls ist einstellbar.

Bild 2: Sanft und erfrischend, der körperwarme Wasserstrahl des DoucheWC 3000
(Bild: Geberit).

Natürlich kann das WC auch weiterhin ganz normal benutzt werden. Wenn der Auslöseknopf der Unterdusche nicht betätigt wird, sind die Funktionen des Gerätes nicht aktiviert.

Bild 3: Auch der Hygiene-WC-Sitz WashAir paßt auf alle gängigen WC-Becken. Die Technik für die zweistufige Unterdusche und die Po-Trocknung ist in dem hinteren Sitzteil und in dem Anbau mit "Schaltpult" untergebracht
(Bild: Keramag).

Beispiel 2

Das Bild 3 zeigt eine Einrichtung bestehend aus WC-Sitz mit ein- bzw. angebautem Steuer-, Regel- und Bedienteil, Elektro-Warmwasserspeicher, ausfahrbarer Reinigungsdusche und Warmluftgebläse. Die Besonderheit ist der zweistufige Duscharm, der die spezifischen Bedürfnisse von Mann und Frau bei der Reinigung berücksichtigt (Bild 4). Die Intimdusche für die ganze Familie eignet sich für die Analwaschung. Die Intimdusche für Damen hat einen veränderten Sprühwinkel und kann als Vaginaldusche benutzt werden. Dem Bedürfnis entsprechend kann die werkseitig auf 38C voreingestellte Warmwassertemperatur (Stellbereich 30 bis 41C) auf "kalt" umgeschaltet, die Strahlintensität auch während der Benutzung stufenlos verstellt werden.

Bild 4: WashAir-spezifisch. Ein Duscharm, zwei Funktionsstellungen mit jeweils individuellem Duschstrahl und Strahlwinkel. Links: Position Intimdusche für die ganze Familie; rechts: Position Intimdusche für Damen, Duscharm weiter ausgefahren
(Bilder: Keramag).

Die Bedienung ist einfach. Nach der Benutzung des WCs in der gewohnten Weise, wird der Waschvorgang durch Tastendruck eingeleitet. Daraufhin fährt die Reinigungsdusche aus, spült sich währenddessen kurz ab und sprüht in der gewählten Funktionsstellung so lange Wasser, bis die Aus-Taste gedrückt wird - längstens 6 Minuten. Dann geht sie in die geschützte Ausgangsposition zurück, jedoch nicht ohne sich vorher selbst zu reinigen. Jetzt kann das Warmluftgebläse in Betrieb gesetzt werden, das sich, falls nicht vorher die Aus-Taste gedrückt wird, selbsttätig nach 12 Minuten abschaltet. Natürlich ist auch die Luftausblastemperatur voreinstellbar.

Beiden Einrichtungen ist gemeinsam:

- Bei der nachträglichen Installation wird man in das Verbindungsstück vom Eckventil zum Spülkasten das mitgelieferte T-Stück als Wasseranschluß einbauen. Hat der Spülkasten einen verdeckten (rückseitigen) Wasseranschluß, dann kann von dort aus die Verbindung mittels eines Umbausets (durch die Spülkastenwand nach außen und weiter nach unten) geschaffen werden. Nicht ganz so einfach ist es, wenn das WC einen Druckspüler oder einen Unterputzspülkasten hat. Hierfür bietet sich vielleicht am Eckventil des Wasch- oder Handwaschbeckens eine Anschlußmöglichkeit.

- Bei neu zu installierenden WC-Anlagen empfiehlt es sich, für die Duscheinrichtung einen eigenen Kaltwasseranschluß anzulegen. Einfach geht das, wenn, je nach der baulichen Situation, ein WC-Montageelement für den Einbau in eine Vorwandinstallation in Trockenbauweise genommen wird, in das bereits ein Leerrohr für diesen Wasseranschluß serienmäßig eingebaut ist. Für diesen Fall gibt es ein Anschluß-Set, bestehend aus T-Stück, Panzerschlauch mit Befestigungslasche, Rosette, Eckventil und den Verbindungsteilen für den Sitzanschluß.

Bild 5: Cleanet heißt diese Komplettlösung aus WC-Körper, Spülkasten, Unterdusche und Warmlufttrocknung
(Bilder: Laufen - Vertrieb Deutschland: Duravit AG).

Beispiel 3

Originell aufgemacht ist die Nutzer-Information zu der in Bild 5 gezeigten Komplettlösung. Die Schlagzeile auf der Titelseite lautet: "Die rauhe Wirklichkeit im WC". Darunter prangt ein auf einen WC-Sitz aufgeklebtes Stück rot eingefärbtes Schmirgelpapier. Hebt man es an, so steht da neben dem Duscharm: "Denn das beste Toilettenpapier ist Wasser". Wer kann da der Versuchung widerstehen, auf den nächsten Seiten weiterzulesen?

Dieses Dusch-WC gibt es als bodenstehende und als wandhängende Ausführung, jeweils als Tiefspüler. Aufgesetzt ist ein 6-l-Spülkasten. Beides ist aus Keramik und in den gängigen Sanitärfarben erhältlich. Aufgrund der neutralen, sich von einem normalen WC kaum unterscheidenden Formgebung dürfte es bei der Kombination mit anderen Sanitärgegenständen keine optischen Schwierigkeiten geben. Beide Ausführungen gibt es ohne und auch mit Warmlufttrocknung. Ein Anschluß für eine externe Geruchsabsaugung ist stets vorhanden.

Der Duscharm ist unterhalb des Beckenspülrandes, in der Ruhestellung vor Beschädigung und Verunreinigung geschützt, angeordnet. Das in einem Elektro-Kleinspeicher erwärmte Waschwasser wird der Dusche mittels einer Pumpe zugeführt. Dadurch werden negative Auswirkungen von Netzdruckschwankungen oder zu niederem Vordruck vermieden. Für die Voreinstellung ist im Spülkastendeckel seitlich ein Schalterfach. Dort befinden sich der Ein-Aus-Schalter, die beiden Drehknöpfe für das stufenlose Einstellen von Warmwassertemperatur (maximal 37C; Verbrühungsschutz) und -strahlstärke und ein das Duschabrufprogramm betreffender Umschalter.

Bild 6: Die Cleanet-Unterdusche in Funktion und in geschützter Ruhestellung
(Bilder: Laufen - Vertrieb Deutschland: Duravit AG).

Bedienung: Nach der WC-Benutzung in der gewohnten Weise ist mit der rechten Hand der in die WC-Deckelhalterung integrierte Druckschalter zu betätigen. So aktiviert, fährt der Duscharm aus, spült sich währenddessen selbsttätig ab, reinigt den Po mit sanftem Wasserstrahl - je nach Voreinstellung entweder so lange, wie der Druckknopf gedrückt festgehalten wird, oder drei Minuten lang, wenn nicht zwischenzeitlich durch nochmaliges Drücken der Duschvorgang beendet wurde -, spült sich erneut ab und geht dann in die geschützte Ausgangsposition zurück (Bild 6).

Bei den Ausführungen mit Warmlufttrocknung wird der integrierte Föhn mit der linken Hand mittels des ebenfalls in die Deckelhalterung, jedoch gegenüberliegend, eingelassenen Tasters gestartet und dann entweder dem Gefühl entsprechend durch nochmaliges Drücken gestopt, oder er schaltet nach drei Minuten selbsttätig ab.

Eine große Erleichterung für Behinderte und Pflegebedürftige (aber auch für die Pflegenden) ist die als Zubehör erhältliche Fernbedienung, mittels der der Dusch- und der Trockenvorgang ferngesteuert werden können.

Natürlich kann auch diese Dusch-WC-Einrichtung auf herkömmliche Weise, also ohne Benutzung von Dusche und Föhn, benutzt werden.

Bei der bodenstehenden Ausführung ist noch der variable Abgang zu erwähnen, mit dem man sich meist auch in extremen Altbausituationen bei vorhandenem Abgang senkrecht helfen kann. Damit ist ein Anschluß bei Abständen von Vorderkante Wand bis Mitte Abflußstutzen von 60 bis 250 mm herstellbar.

Als Zuleitungen werden nur ein Kaltwasser- und ein Elektroanschluß benötigt.

Selbstverständlich ist auch hierbei die Sicherheit gegen das Rücksaugen von Schmutzwasser in die Trinkwasserinstallation gewährleistet.

Bild 7: Die perfekte Verbindung von Körperpflege und Komfort: Das DoucheWC 7000 mit Spülkasten, Unterdusche, Warmlufttrocknung und Geruchsabsaugung
(Bilder: Geberit).

Beispiel 4

"Sauberkeit wird zu einem Komforterlebnis", heißt es in einer Werbeschrift zu der nun hier abschließend vorzustellenden Einrichtung, einer Komplettlösung, die auch eine Geruchsabsaugung bereits eingebaut enthält. Liest man bis zum Ende, so kann man das durchaus nachvollziehen. Etliche Zusatzeinrichtungen haben ihr den Weg bis in den Pflegebereich und in Praxen von Gynäkologen und Proktologen geebnet. Und auch hinsichtlich der Verhinderung des Rücksaugens verunreinigten Wassers aus dem WC-Körper bei Unterdruck in der Trinkwasserinstallation sind alle Anforderungen erfüllt.

Diese automatischen WC-Anlagen gibt es als Standardausführung für die wandhängende und die bodenstehende Montage (Bild 7) sowie als individuell kombinierbare Spezialausführung (nur bodenstehend). Die allen gemeinsamen Merkmale sind der auf die WC-Kombination aufgesetzte Spülkasten mit 6 - 9 Litern Inhalt, der WC-Sitz, die Funktionsteile, der Warmwasserspeicher für eine max. Wassertemperatur von 37C, die ausfahrbare Unterdusche, die Geruchsabsaugung mit nachgeschaltetem Aktivkohlefilter und die Warmlufttrocknung.

Die Sitzfläche ist so ausgeformt, daß sie, außer bequem, vor allem für die anstehende Verrichtung anatomisch richtig ist, so daß die Muskelpartien, die funktionsbedingt entlastet sein sollen, auch während längerer Verweilzeit nicht mehr als unbedingt notwendig beansprucht werden.

Bild 8: Über dem Duscharm befindet sich die Ausblasöffnung des Warmluftföhns
(Bild: Geberit).

In dem hinteren Bereich sind griffgünstig beidseitig je ein Betätigungsknopf eingelassen: mit dem einen wird die Unterdusche aktiviert (ausgefahren und der Wasserstrahl ausgelöst), mit dem anderen kann die Strahlstärke eingestellt werden (Bild 8). Während des Duschvorgangs sinkt die Wassertemperatur allmählich zwar kaum merkbar, aber erfrischend. Wird der "Duschknopf" losgelassen, fährt der Duscharm in seine geschützte Ruhestellung in der Keramik und reinigt sich dabei selbsttätig mit Wasser. Gleichzeitig startet der Warmluftföhn, trocknet und schaltet beim Verlassen des WCs (Sitzkontakt) ab. Lästige Gerüche werden direkt aus der WC-Schüssel zeitabhängig (bei Fernbedienung ferngesteuert) abgesaugt und entweder in einem Aktivkohlefilter neutralisiert oder ins Freie abgeführt. Die WC-Spülung wird mittels einer langgestreckten, auch von nicht mehr so beweglichen Benutzern leicht erreichbaren Spül-Stop-Taste betätigt. Sie ist in die linke senkrechte Vorderkante des Spülkastens eingelassen (s. Bild 7).

Hinsichtlich der Farbgebung bleiben keine Wünsche offen. Außer den Sanitärfarben gibt es auch Design-Varianten. Nur die WC-Keramik, von der lediglich der obere Rand zu sehen ist, ist aus technischen Gründen immer weiß.

Die Unterscheidungsmerkmale der bodenstehenden Spezialausführung zu Vorstehendem sind der um 9 cm höhere WC-Körper und die möglichen Ausstattungsvarianten:

- Elektronische Fernbetätigung, geeignet für Rollstuhlfahrer, mit Opto-Auslösung, geeignet für Behinderte

- Farbe der Einrichtung: weiß.

Zur Vereinfachung der Vormontage gibt es für diese Komplettlösungen passende Montageelemente für die nachträgliche Ein- bzw. Ausmauerung oder zur Trockenbekleidung mit Gipskartonplatten für die verfliesungsfertige Vorwandinstallation und einen Installationsbaustein aus Schaumbeton für die Vorwandinstallation zur Ausmauerung.

An Argumenten mangelt es nicht, aber . . .

Hört man sich um, so wird man feststellen, daß kaum jemand weiß, daß es solche Einrichtungen gibt. Sicher liegt es auch daran, daß viele Sanitärinstallateure sich scheuen, mit ihren Kunden darüber zu sprechen. Dieses Tabu-Thema liegt ihnen nicht. Sie glauben, sich nicht richtig ausdrücken zu können und fühlen sich schon bei dem Gedanken an ein solches Gespräch unsicher.

Bei allem Verständnis dafür sei der Hinweis erlaubt, daß dem Sanitärinstallateur auch zur Festigung seines guten Rufs bei der Bevölkerung, eine Aufklärungspflicht obliegt. Er sollte sich damit identifizieren, die Unterschiede genau kennen und wenigstens das von den Herstellern hierüber erstellte Informationsmaterial mit ein paar netten Worten und der Empfehlung, bei Fragen mit Rat zur Seite stehen zu wollen, an seine Kunden weitergeben. Damit ist für den Anfang schon viel gewonnen. Als Lohn der Mühe winkt ein lukratives Geschäft, wenn man den Endverbraucherpreis der hier gezeigten Einrichtungen (Spezialausführung ausgenommen) - von ca. 1000,- bis ca. 6000,- DM, jeweils zuzüglich Mwst., jedoch ohne Montage - im Verhältnis zu den Montagekosten betrachtet.


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