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Es passt alles zusammen

Ob Wärmepumpe, Brennwertkessel oder beides zugleich – es gibt viele Möglichkeiten, um einen Altbau heizungstechnisch auf den aktuellen Stand zu bringen

Fachhandwerker können bei der Heizungsmodernisierung auf modular erweiterbare Systemtechnik setzen.

Gas-Brennwertgerät für die Heiz- und unterstützende Warm­wasserbereitung, Wärmepumpe zur vorrangigen ­Trinkwasserbereitung und Photovoltaikmodul für den Wärmepumpenstrom.

Für die Heizungsmodernisierung im ­Bestand gibt es viele Möglichkeiten.

 

In Deutschland sind etliche Heizsysteme im Bestand technisch überholt. Moderne Öl- und Gas-Brennwertkessel sind um ein Vielfaches effizienter als Heizkessel, die 20 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben. Zudem lassen sich diese Geräte mit regenerativen Wärme­erzeugern zu Systemen verbinden, die den Energieverbrauch deutlich senken und die Umwelt entlasten.

Wie ineffizient die alten Wärmeerzeuger arbeiten, zeigt das sogenannte Effizienzlabel. Seit 2017 bringen die Schornsteinfeger die Aufkleber auf Kesseln an, die älter als 15 Jahre sind. Durch diese Altanlagen-Effizienzkennzeichnung (meistens D oder schlechter) wird deutlich, welche Einsparung in der Kesselmodernisierung durch einen Brennwertkessel mit Energieeffizienzklasse A möglich ist. Ein D-Kessel z.B. hat einen Energie-Effizienzwert von 65%. Im Vergleich zu einem neuen Brennwertkessel mit einer Energie-Effizienz von mehr als 93% ergibt sich damit eine mögliche Effizienzverbesserung von 28%-Punkten.
Und nicht zu vergessen: Laut der EnEV (Energieeinsparverordnung) müssen Öl- und Gaskessel, die älter als 30 Jahre sind und nicht auf Brennwerttechnik oder Niedertemperaturtechnik basieren, getauscht werden. Ausnahmen bestätigen freilich die Regel, weshalb jeder Einzelfall zu prüfen ist.

Systemlösungen sind modular erweiterbar
Im Gebäudebestand sind die klassischen Energieträger wie Gas oder Öl oft erforderlich, um hohe Leistungen oder entsprechende Vorlauftemperaturen abzudecken. Ein Heizsystem zur Modernisierung kann somit etwa einen Gas- oder Öl-Brennwert-Wärmeerzeuger als Basis haben. Auch eine Wärmepumpe kann bei geeignetem Heizsystem als Hauptkomponente dienen und um weitere Komponenten ergänzt werden.
Auf welche Wärmequelle vorrangig gesetzt wird, hängt auch von den Gegebenheiten vor Ort ab, beispielsweise, ob bereits ein Öltank oder ein Gasanschluss vorhanden ist. In jedem Fall greift man idealerweise auf Systemlösungen zurück. Die Vorteile: Alle Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt. Diese Systeme lassen sich zudem auch nachträglich gut ergänzen – Öl- oder Gas-Brennwertkessel etwa um eine thermische Solaranlage. Nachfolgend werden drei Möglichkeiten für die Modernisierung skizziert – mit entsprechender Systemtechnik sind viele weitere Kombinationen umsetzbar.

Beispiel 1: Gas-Brennwertgerät + Trinkwasser-Wärmepumpe + ­Photovoltaik
Bietet sich Gas als Energieträger an, lässt sich ein veralteter Gaskessel im bestehenden Ein- oder Mehrfamilienhaus beispielsweise mit einem Gas-Brennwertgerät für die Heiz- und Trinkwassererwärmung ersetzen. Eine sinnvolle Ergänzung kann hier eine Trinkwasser-Wärmepumpe sein.
Die Aufgaben sind klar verteilt: Das Gas-Brennwertgerät übernimmt den Heizbetrieb, die Trinkwasser-Wärmepumpe die Trinkwassererwärmung. Erst wenn die Leistung der Wärmepumpe für die Trinkwassererwärmung nicht mehr ausreicht, unterstützt das Gas-­Brennwertgerät.
Wird zusätzlich ein Photovoltaik-System ergänzt, steigt die Eigenstromnutzung, indem der Strom vorrangig für den Betrieb der Wärmepumpe verwendet wird. Ein solches System senkt die Ener­giekosten um bis zu 27% im Vergleich zu einer Gas-Standard-Niedertemperatur-Heizkesselanlage, Baujahr 1985, mit Warmwasserspeicher.

Beispiel 2: Öl-Brennwertkessel + Solarthermie
Soll im Bestand eine alte Ölheizung modernisiert werden und regenerative Ener­gie zum Einsatz kommen, ist auch hier ein Generationswechsel sinnvoll. Der alte Kessel wird ersetzt durch einen Öl-Brennwertkessel. Eine kompakte Bauweise und ein geringes Gewicht erleichtern die Einbringung und die Installation.
Eine sinnvolle Erweiterung wäre etwa eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung in der Übergangszeit und im Sommer, inklusive passendem Speicher. Ein solches System senkt die Energiekosten um bis zu 28% im Vergleich zu einer Öl-Standard-Niedertemperatur-Heizkesselanlage, Baujahr 1985, mit Warmwasserspeicher. Weitere Einsparungen sind möglich, wenn ein Solarsystem für Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung installiert wird.

Beispiel 3: Wärmepumpe + Photovoltaik
Mittlerweile sind die ersten Wärmepumpenanlagen in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. In dem Fall lohnt sich die Kombination einer neuen Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage. Mit dem selbst erzeugten Strom lässt sich ein Teil des Strombedarfes für die Wärmepumpe decken.
Moderne Wärmepumpen sind auf maximale Effizienz und schnelle Installation ausgerichtet, z.B. die Sole/Wasser-Wärmepumpe „Logatherm WSW196i-12T“. Ein 190-l-Warmwasserspeicher ist bereits integriert. Von Vorteil für die Bestandsmodernisierung ist zudem die kompakte Bauweise.
Wünschen Endkunden noch mehr Unabhängigkeit beim Strom, kommt ein Batteriespeicher zum Einsatz. Damit erhöht sich der Eigenverbrauchsanteil, weil der selbst erzeugte Strom auch außerhalb der Sonneneinstrahlung zur Verfügung steht. Als Faustformel kann davon ausgegangen werden, dass sich der Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 50% erhöhen lässt.  

Vernetzen lohnt sich für beide Seiten
Nicht nur im Neubau, auch für den Bestand gilt: Wird ein neues Heizsystem installiert, sollten Fachhandwerker heute gleich die Vernetzungsmöglichkeiten berücksichtigen. Viele Endkunden schätzen es, ihre Heizung per App fernzusteuern. Moderne Wärmeerzeuger sind dafür bereits serienmäßig mit einer Internetschnittstelle ausgerüstet und lassen sich über den Router vernetzen. Auch Energieverbrauchswerte und die Vernetzung von Photovoltaik und Wärmepumpe können Endkunden im Blick behalten.
Für Fachhandwerker bringt die Online-Anbindung ebenfalls Vorteile, wenn der Wärmepumpenhersteller eine Portallösung anbietet. Denn dann kann der Fachhandwerker sich auf die Heizungsanlagen der Endkunden aufschalten und sie im Auge behalten. Mitunter werden bei einer Störung mögliche Ursachen angezeigt, sodass der Installateur benötigte Ersatzteile gleich zum Kundentermin mitbringen kann.

Fazit
Für die Heizungsmodernisierung im Altbau gibt es dank aufeinander abgestimmter Komponenten viele Möglichkeiten. Wer auf Systemlösungen setzt, sichert sich maximale Flexibilität auch für nachträgliche Erweiterungen und legt die Basis für eine komfortable und schnelle Installation und ein effizientes Zusammenspiel der Komponenten.

Quelle: Buderus Deutschland

Bilder: Buderus

www.buderus.de

 

 

 


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