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Was ist eigentlich der Unterschied...

­zwischen Wartung, Inspektion und Instandsetzung?

Unter einer Inspektion versteht man die Überprüfung und Dokumentation des Zustandes einer Maschine oder Anlage. Hier die Sichtprüfung der Verschmutzung eines Wärmeübertragers. Bild: ZVSHK

 

Um den Unterschied zwischen Wartung und Inspektion zu beleuchten, sollte man sich zuerst dem Überbegriff der Tätigkeiten widmen, die mit dem Erhalt der Funktionsfähigkeit von Maschinen und Anlagen zusammenhängen. Bei diesem Prozess spricht man nach DIN 31051 von Instandhaltung.
Einfach gesagt, geht es bei der Instandhaltung darum, alle Maßnahmen zu planen und umzusetzen, die eine Maschine oder Anlage möglichst lange vollumfänglich einsatzfähig halten und ihre Funktion im Falle einer Störung wiederherzustellen. Die Instandhaltung umfasst vier Grundmaßnahmen:

  • Inspektion (Erfassung des Ist-Zustandes),
  • Wartung
    (Erhaltung des Soll-Zustandes),
  • Instandsetzung
    (Wiederherstellung des Soll-Zustandes),
  • Verbesserung
    (Steigerung von Sicherheit, Zuverlässigkeit und/oder Instandhaltbarkeit).

Letztere wollen wir bei dieser Betrachtung jedoch ausklammern.

Inspektion
Unter einer Inspektion versteht man die Überprüfung und Dokumentation des Zustandes einer Maschine oder Anlage. Durch Sichtprüfungen und Messungen von Verschleißteilen und Schwachstellen wird das Fortschreiten der Abnutzung bewertet. Man spricht von der Erfassung des Ist-Zustandes. Im Unterschied zur Wartung werden hier keine Arbeiten zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit vorgenommen. Im Ergebnis einer Inspektion können jedoch Wartungsschritte oder auch der Austausch von abgenutzten oder beschädigten Bauteilen (siehe Instandsetzung) notwendig werden, um den Soll-Zustand zur erhalten oder wiederherzustellen – z.B. die Einhaltung von Abgasgrenzwerten. Auch ein etwaiges Potenzial für Verbesserungen an einer bestehenden Anlage kann im Rahmen der Inspektion erkannt werden.
Typische Tätigkeiten im Rahmen einer Inspektion am Beispiel einer Heizungsanlage:

  • Sichtprüfung des Brennraums und Düsenstockes auf Verschmutzung,
  • Überprüfung der Zufuhr der notwendigen Verbrennungsluft,
  • Überprüfung des Vordrucks des Membranausdehnungsgefäßes,
  • Abgasmessung inkl. Dokumentation der Ergebnisse.


Wartung
Bei der Wartung finden aktive Arbeiten an der Maschine oder Anlage statt. Das Ziel ist es, die planmäßige Funktionsfähigkeit (Soll-Zustand) zu erhalten und die Lebensdauer der Anlage zu maximieren. In vielen Fällen ist eine regelmäßige, dokumentierte Wartung von Anlagen und Komponenten eine Grundvoraussetzung für Garantie- und/oder Gewährleistungsansprüche. Je nach Herstellerangaben sind typische Verschleißteile (z.B. Dichtringe, Elektrodenblöcke) zu erneuern. Solche Bauteile sind in der Regel vom Hersteller speziell dafür vorgesehen, sich zum Schutz der restlichen Anlage abzunutzen und nach einer festgelegten Zeit oder nach Feststellung der maximal zulässigen Abnutzung ausgetauscht zu werden. Sind Bauteile abgenutzt oder beschädigt, die nicht in den Bereich dieser typischen Verschleißteile fallen, spricht man von einer Reparatur oder Instandsetzung.
Typische Tätigkeiten im Rahmen einer Wartung am Beispiel einer Heizungsanlage:

  • Reinigung des Brennraums und der Heizflächen,
  • Nachfüllen von Heizungswasser,
  • Austausch von Verschleißteilen (z.B. Zünd- und Ionisationselektroden),
  • Einstellung von Laststufen des Brenners,
  • Abschließende Überprüfung durch Abgasmessung inkl. anschließender Dokumentation.


Instandsetzung
Ziel der Maßnahmen der Instandsetzung ist es, die planmäßige Funktionsfähigkeit bzw. den Soll-Zustand einer Anlage oder Maschine wiederherzustellen. Hierunter fällt vor allem der Austausch defekter Bauteile, die nicht als typische Verschleißteile einer Anlage gelten. Häufig wird der Begriff Reparatur als Synonym verwendet.

 


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