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ZVSHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2026: SHK-Handwerk verliert an Dynamik

Die ZVSHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2026 zeigt: Das SHK-Handwerk verliert an Dynamik. Bild: AdobeStock-amnaj

 

Berlin/Sankt Augustin. Markt zeigt deutliche Warnsignale: Die wirtschaftliche Lage im SHK-Handwerk kippt weiter in Richtung Abschwung. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage unter rund 1690 Innungsbetrieben, schreibt der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Die aktuelle Geschäftslage werde mit einem Indikator von +36,4 % noch positiv bewertet, doch dieser Wert sinke weiter. Gleichzeitig bleiben die Erwartungen für die kommenden Monate mit 7,4 % klar im negativen Bereich. „Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Auftragsbestand: Mit durchschnittlich 11,5 Wochen liegt er rund vier Wochen unter dem Vorjahresniveau.“ Bei den Umsätzen sei ein Abwärtstrend erkennbar: „Nur noch etwa 14 % der Betriebe berichten von Zuwächsen, während rund ein Drittel Rückgänge verzeichnet.“

SHK-Handwerk profitiert aktuell noch von Auftragsbestand

„Das SHK-Handwerk lebt aktuell noch von seiner Substanz. Rund 44 % der Betriebe arbeiten zwar weiterhin an oder über der Kapazitätsgrenze, doch die Auslastung nimmt insgesamt ab.“ Die Zahl der Beschäftigten bleibt konstant. „Dass nur noch 48,8 % der Betriebe offene Stellen melden, ist dabei kein Entspannungssignal, sondern Ausdruck der nachlassenden Nachfrage“, schreibt der ZVSHK und verweist auf die starke Abhängigkeit vom Sanierungsgeschäft: „Über 83 % des Umsatzes werden im Bestand erwirtschaftet. Genau hier fehlt es jedoch zunehmend an Investitionsimpulsen.“

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert bewertet die Lage deshalb insgesamt kritisch und fordert von der Politik stabile Rahmenbedingungen: „Die Zahlen zeigen klar: Unser Handwerk verliert an Fahrt. Weniger Aufträge, rückläufige Umsätze und pessimistische Erwartungen sind keine Momentaufnahme mehr, sondern ein Trend. Unsere Betriebe halten das System aktuell noch am Laufen – aber auf Verschleiß.“ Hilpert sieht die Ursachen vor allem in fehlender Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen, hoher Bürokratie und anhaltender Verunsicherung bei Investoren und privaten Haushalten. „Ohne klare, einfache und langfristig stabile Regeln wird die Modernisierungsdynamik weiter nachlassen.“

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert zur aktuellen Lage


Michael Hilpert, der Präsident des ZVSHK, äußert sich in seiner Videobotschaft zur aktuellen Lage:

 


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