ZVSHK beklagt Vorgehensweise von E.ON Energie
St. Augustin. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) wendet sich entschieden gegen die jüngste Marketingaktion von E.ON Energie. Das Versorgungsunternehmen hatte am vergangenen Freitag verkündet, für Wohnungs- und Hauseigentümer in Bayern ab sofort einen Heizungsnotdienst anzubieten.
Alleiniger Partner der Aktion ist der Onlineanbieter Thermondo (wir berichteten darüber: Unmut im Handwerk: E.ON bietet Heizungstausch in Bayern an). Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK: „Es kann nicht sein, dass die Gaswirtschaft beim installierenden Gewerbe immer wieder partnerschaftliche Zusammenarbeit anmahnt, um dann selbst als Wettbewerber des angeblichen Partners anzutreten. Mit der offen publizierten Bevorzugung eines Unternehmens wie Thermondo stößt E.ON alle übrigen SHK-Betriebe vor den Kopf.“ Er verweist in diesem Kontext auf die „Leitlinien für eine Zusammenarbeit zwischen den Energieunternehmen der Erdgasversorgung und dem SHK-Handwerk“, die der ZVSHK im Herbst 2012 mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unterzeichnet hat. „Diese Leitlinien charakterisieren eine wirkliche Marktpartnerschaft; Egoismen werden bei einer gemeinschaftlichen Marktbearbeitung zum Vorteil des Endkunden zurückgestellt“, konstatiert Esser.
Vor dem Hintergrund des einseitigen Markteingriffs in Bayern sei der ZVSHK gehalten, sämtliche Kooperationsverträge mit E.ON auf den Prüfstand zu stellen. Auch die Rolle des Versorgers in Energiegemeinschaften müsse angesichts der neuen Wettbewerbssituation hinterfragt werden.
www.zvshk.de