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Zu komplex: Verbundanlagenlabel fehlt die Akzeptanz

Berlin.  Knapp drei Jahre nach der europaweiten Einführung des Energieeffizienzlabels fehlt dem Verbundanlagenlabel noch die Akzeptanz. Zu diesem Ergebnis kommt ein Konsortium des Projekts „LabelPack A+“, das die Einführung des Energieeffizienzlabels u.a. für Heizungen und Warmwasserbereiter in sechs europäischen Ländern erleichtern soll.

Bild: Project Photos

 

„Als Label, das erstmalig auch Verbundanlagen in ihrer Energieeffizienz bewertet, ist das EU-Label deutlich komplexer als die vorherigen, bekannten Effizienzlabels aus anderen Segmenten“, sagt Pedro Dias, Generalsekretär des europäischen Verbands Solar Heat Europe/ESTIF. Die Komplexität spiegelt sich laut Dias bei der Akzeptanz der Handwerker und Endkunden wider: „Das Label wird bisher noch nicht in dem Maße nachgefragt, wie wir ursprünglich erwartet hatten.“
Für die zurückhaltende Akzeptanz sieht Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), weitere Gründe. „Bisher überwiegt für Industrie und Handwerk der Aufwand, während Endkunden sich mit den vielen verschiedenen Informationen des Labels schwertun“, so Körnig. Der BSW habe der EU-Kommission Erfahrungen von Herstellern sowie Vertretern der Handwerkerschaft, von öffentlichen Institutionen in Deutschland sowie von Verbraucherschützern übermittelt. Nun hoffe man auf eine Berücksichtigung der Vorschläge bei künftigen Novellierungen. Weil ihre Interessen bislang nicht ausreichend berücksichtigt worden seien, würden viele Betriebe der Solarwärmebranche an ihrer eigenen Kennzeichnung arbeiten.

www.label-pack-a-plus.eu.

www.solarwirtschaft.de



In der Europäischen Union sind energieverbrauchsrelevante Produkte mit einem verbraucherfreundlichen Etikett gekennzeichnet – dem EU-Energielabel. Es ordnet Produkte in Energieeffizienzklassen ein und informiert mit Piktogrammen über die wichtigsten Eigenschaften.

Seit 1998 ist das EU-Energielabel europaweit im Einsatz und wird schrittweise für verschiedene Produktgruppen eingeführt. Die Kennzeichnungspflicht gilt u.a. für Kühl- und Gefriergeräte, Heizungen oder Klimageräte.

 


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