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Zentralverband – Kurz und bündig

Für Umbaumaßnahmen zur Barrierereduzierung stellt die KfW in diesem Jahr 75 Mio. Euro im Zuschuss-Programm 455 zur Verfügung (2016 waren es 49 Mio. Euro).

Innungsbetriebe aus der Region Bayern melden den höchsten Auftragsbestand in der Winterumfrage. Schlusslicht ist NRW – das allerdings auf recht hohem Niveau.

Bis zum 5. März 2017 ist die Ausstellung „Wasser ist Leben“ im Bonner Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Ludwig zu sehen.

Mitte Dezember 2016 traf sich die Allianz Freie Wärme zu ihrer Jahrestagung beim ZVSHK in Sankt Augustin.

 

Förderung Barrierefreiheit: KfW stockt finanzielle Mittel auf

Seit Anfang 2017 können private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW (Förderbank des Bundes) beantragen (Programm-Nr. 455 Zuschuss). In diesem Jahr stehen 75 Mio. Euro bereit. Einen Förderstopp gab es in den letzten Monaten des alten Jahres. Der Hintergrund: Die Nachfrage in der Zuschussförderung für barrierereduzierende Maßnahmen war im Vergleich zum Jahr 2015 um ein Drittel angestiegen. Nachdem rund 25.000 Zusagen durch die KfW getätigt wurden, hatten sich bereits im Juli die Haushaltsmittel von über 49 Mio. Euro erschöpft. Über diese Unterstützung hinaus gewährte die KfW noch über 5000 Förderungen in Form von Krediten, um Maßnahmen wie den Abbau von Schwellen oder den Badumbau finanziell möglich zu machen.
In den vergangenen Jahren hat die KfW nicht nur die Förderung für Bauherren in ihren Produkten verbessert, sondern auch die Antragstellung hierfür weiter vereinfacht. So werden seit November 2016 alle Förderzuschüsse digital über das neue KfW-Zuschussportal beantragt. Private Bauherren und Mieter können nun online ihren Förderantrag bei der KfW stellen. Möglich ist dadurch, dass innerhalb weniger Augenblicke eine Förderzusage gegeben werden kann. Infos zu den Fördermöglichkeiten gibt es unter www.kfw.de/zuschussportal oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 5399002.


Konjunktur Winter: Neuer Spitzenwert zur aktuellen Geschäftslage
Mit hoher Resonanz haben sich Ende November/Anfang Dezember SHK-Innungsbetriebe an der bundesweiten repräsentativen Winter-Konjunkturbefragung des ZVSHK beteiligt. Insgesamt waren es über 1200 Mitgliedsbetriebe, die die Fragebögen beantwortet haben. Bestätigt wurde einmal mehr die deutlich positive Grundstimmung der Innungsbetriebe für die Gewerke Installateur und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Klempner sowie Behälter- und Apparatebauer. Mehr noch: Der Vorjahreswert des Indikators zur aktuellen Geschäftslage wurde nochmals übertroffen und erreicht jetzt mit +78,3% einen neuen Spitzenwert.
Der sehr positive Stimmungstrend wird durch einen deutlich stabilen Auftragsbestand von 9,3 Wochen unterstrichen. Kleinstbetriebe mit einer durchschnittlichen Größe von unter vier Beschäftigten sehen die Lage nicht ganz so euphorisch wie die größeren Fachbetriebe – diese unterschiedliche Einschätzung ist unverändert. Über stagnierende Umsätze in den letzten drei Monaten berichten 56% der Betriebe, hingegen sind es etwa 40%, die gestiegene Umsätze angegeben haben. Weiterhin ist nur ein geringer Beschäftigungsaufbau zu beobachten, denn bei knapp Dreiviertel haben sich keine Veränderungen ergeben. Mitarbeiterzuwächse gibt es nur bei einem Fünftel der Unternehmen.
Insbesondere das Kundendienstgeschäft (84%) sowie die Sanierungen von Bädern (76,8%) und Heizungen (71,2%) wirken sich positiv auf die aktuelle Geschäftslage aus. Für das erste Quartal 2017 sehen die SHK-Innungsbetriebe in der Rangfolge Kundendienst (25,3%), Heizung (20,3%) sowie Sanitär (16,3%) eine positive Entwicklung der Geschäftslage.
Alle Anzeichen dieser ZVSHK-Winterumfrage deuten darauf hin, dass auch 2017 mit einer stabilen Auftragslage zu rechnen ist. Treibender Motor wird das Modernisierungsgeschäft bleiben. Dazu tragen unter anderem die Investitionszuschüsse der KfW (Förderbank des Bundes) in die energetische sowie die altersgerechte Sanierung von Wohnungen bzw. Häusern bei.



Ausstellung „Wasser ist Leben“: Plakatwettbewerb macht in Bonn Station
Bis einschließlich 5. März 2017 werden in Bonn die schönsten Ergebnisse des Europäischen Wettbewerbs „Wasser ist Leben“ gezeigt. Dieser internationale studentische Plakatwettbewerb des ZVSHK wurde 2015 zum dritten Mal unter der künstlerischen Leitung von Professor Heinz-Jürgen Kristahn von der Universität der Künste (Berlin) ausgelobt und steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).
Es gab über 4800 Einreichungen aus 81 Ländern. Mit mehr als 100 Plakaten hat die knapp zwei Monate währende Ausstellung im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (Adenauerallee 160 in Bonn) eine Wahl unter den Besten getroffen – darunter natürlich auch die drei Sieger-Plakate dieser dritten Wettbewerbsrunde. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, zusätzlich Mittwoch bis 21 Uhr.
Übrigens: Die Roll-Ups mit den Postern sind so konzipiert, dass sie auch innerhalb der SHK-Handwerksorganisation für Ausstellungen verwendet werden können. So nutzte beispielsweise die Innung Berlin ausgesuchte Plakate für eine Messeveranstaltung und ein SHK-Betrieb aus Sachsen diverse Motive für sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Anfragen dazu nimmt der Zentralverband per E-Mail entgegen: a.schumacher@zvshk.de
Über den Plakatwettbewerb ist außerdem ein Katalog mit 176 Seiten entstanden, der die Poster in unterschiedlichen Formaten zur Geltung bringt. Das Nachschlagewerk lässt sich für 23 Euro plus Nebenkosten über den Onlineshop von www.zvshk.de bestellen.


Allianz Freie Wärme – viel erreicht, viel zu tun
Die Allianz Freie Wärme, ein Zusammenschluss von Initiativen, Unternehmen und Verbänden aus den Bereichen Heizen und Wärme, traf sich zur Jahrestagung Mitte Dezember im ZVSHK. Rückblickend habe man schon viel erreicht, betonte Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz. So können sich Fachbetriebe und Verbraucher über die Website und die dort platzierten Texte und Broschüren umfassend informieren, was man gegen sogenannte kommunale Eingriffe im Wärmemarkt tun kann. Meist handelt es sich dabei um monopolistisch strukturierte, zentrale Wärmenetze mit Anschluss-, Benutzungszwängen und Verbrennungsverboten, langen Vertragslaufzeiten – ohne Wechselmöglichkeiten oder Alternativen für die Bürger. Mit praxisnahen Informationen rund um die Auswirkungen von Nah- und Fernwärme, aber auch mit Tipps zu individuellen Heizungssystemen, hält die Allianz Freie Wärme dagegen.
„Nah- und Fernwärme können unter bestimmten Aspekten Sinn machen, aber sie sind oftmals durch mangelnde Wirtschaftlichkeit nicht massentauglich und auch keine Königslösung“, erläuterte Johannes Kaindlstorfer und berief sich dabei auf die Ergebnisse der im September 2016 veröffentlichten wissenschaftlichen Studie „Dezentrale versus zentrale Wärmeversorgung im deutschen Wärmemarkt“.
Diese Studie von Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz (ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden) und Prof. Dr. Andreas Pfnür (Technische Universität Darmstadt) bescheinigt dezentralen Wärmesystemen Vorteile. Die Ergebnisse wurden u.a. in der IKZ-HAUSTECHNIK 20/2016 auf den Seiten 16 bis 18 veröffentlicht und sollen bei der künftigen Informations- und Aufklärungsarbeit der Allianz Freie Wärme eine große Rolle spielen. „Wir müssen uns mit unseren Heizungstechniken nicht verstecken“, stellte Kaindlstorfer fest. „Wir sind damit weltweit Technologieführer. In diesen kommunalen Entscheidungsprozessen fordern wir auch deshalb im Sinne der Verbraucher einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb mit ergebnisoffenen, realistischen Vergleichen.“

www.zvshk.de

 


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