Wohnwelten der Zukunft
Kamingespräch mit KWC. Wie werden wir künftig leben und wohnen? Wie werden sich unsere Ansprüche, Wünsche und die daraus resultierenden Notwendigkeiten verändern? Und was bedeutet dies alles für die Hersteller von Küchen und hochwertigen Küchenausstattungen?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer von KWC Armaturen initiierten Informations- und Diskussionsrunde mit Vertretern aus Industrie, Handel und Fachpresse. Auf Einladung von Joachim Stücke, Vorstand der Hansa-Gruppe und Geschäftsführer der KWC Deutschland GmbH, sowie Susanne Gaubatz und Heinz Kirchmann, Geschäftsleiter der KWC Deutschland GmbH, gab der Designer Michael Lammel von NOA-Design im stilvollen Ambiente der Burg Dattenberg am Rhein den fachmännischen Input.
Neben allgemeinen Einflüssen wie der Notwendigkeit, mit Ressourcen wie Energie und Wasser sparsam umzugehen, sowie dem nachhaltigen Trend zu Individualität, Fitness und gesunder Ernährung, werden konkrete architektonische Wünsche die Zukunft des Wohnens prägen. "Wohnraum wird tendenziell kleiner, es gibt weniger Mauern, und Wohnbereiche rücken näher zusammen", brachte Michael Lammel einige Eckdaten auf den Punkt. Sprich: "In Zukunft wird es nur noch zwei Bereiche geben: den privaten Bereich und den sozialen Bereich." Die Küche als Mittelpunkt des sozialen Bereichs werde noch viel intensiver als heute mit den Bereichen Wohnen und Arbeiten vermischt werden, prognostizierte der Designer. Dieser Trend der fließenden Übergänge von Raum zu Raum erfordere übergreifende und in der Gestaltung aufeinander abgestimmte Möbelsysteme für unterschiedliche Anforderungen. Hinzu komme eine weitere Technisierung von Möbeln und Räumen sowie eine flächendeckende Vernetzung mit einer zentralen Haussteuerung, die praktischerweise in der Küche installiert ist. Die Technik selbst werde immer leichter zu bedienen und selbst erklärbar sein.
Integrierte Funktion
Weitere zukunftsträchtige Schlagwörter lauten "Integration", "modulare Bauweise" und "Flexibilität". "Ohne Aktivität integriert sich die Küche in den Wohnraum", erläuterte Lammel ein sich bereits sehr konkret abzeichnendes Szenario. So wie jüngst auch die Präsentationen auf der Mailänder Möbelmesse gezeigt hätten. Konkret "verschwinden" Armaturen in der Arbeitsplatte, Spülen unter Abdeckungen und Geräte hinter Möbelfronten. Der Trend zur modularen Gestaltung zeige sich beispielsweise in Form von individuell anzuordnen Domino-Kochfeldern, Kühlmodulen mit separaten Klimazonen, die für so unterschiedliches Kühlgut wie Wein, Eis, Südfrüchte, Fleisch oder Gemüse die passende Temperatur aufweisen, und der Anspruch an Flexibilität beziehe sich auf höhenverfahrbare Tische und Unterschrankzeilen ebenso wie auf die Wasserstelle. Diese soll insbesondere in avantgardistischen Küchen der nahen Zukunft nicht mehr an eine einzige Stelle in der Küche gebunden sein. Wasser dort zapfen, wo es gebraucht wird: Die Technik dafür sei längst am Markt erhältlich.
Fazit dieser auf die mittel- und langfristigen Küchenzukunft zielenden Aussagen und Prognosen: Markenherstellern von Küchenmöbeln, Zubehör, Spülen und Armaturen bieten sich über die etablierten Standardwaren hinaus interessante Produktfelder, die es mit Kreativität und Kompetenz zu besetzen gilt.
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