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Wir sind Einbauküche

Wer hat’s erfunden? Richtig. Die Schweizer waren’s. Zumindest die zuckerfreien Kräuterdrops in der Pappschachtel gehen auf das Konto der Eidgenossen. Wahlweise könnte es auch lauten: Die Engländer waren es. Aber nur wenn es ums Kicken geht. Dass selbst die Enkel der Fußballgroßväter inzwischen in die Jahre gekommen und kürzlich von der WM in Südafrika schwindelig gespielt zurück auf die Insel getaumelt sind, sei noch mal genießerisch bemerkt – auch wenn es eine ganz andere Geschichte ist und eigentlich an dieser Stelle nichts zur Sache tut. Drum erörtern wir es gar nicht weiter.

 

Weiter mit der Erfinderliste. Bei „E“ stoßen wir auf die Einbauküche. Und die können wir endlich mal für uns reklamieren. „Wir sind Einbauküche“ ist als Slogan nicht ganz so elegant wie das BILD-Original zur Papstwahl – an den Fakten ändert das nichts. Die Einbauküche – als Weiterentwicklung der von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky kreierten Frankfurter Küche – ist ein deutsches Produkt. Und eine Erfolgsstory allererster Güte. Weltweit ist „Küche Made in Germany“ ein ebenso weit verbreitetes wie anerkanntes Qualitätskriterium. Auch hierzulande können die am Gesamtprodukt Einbauküche beteiligten Branchen politisches und wirtschaftliches Gewicht in die Waagschale legen. Nämlich rund 8,5 Mrd. jährlicher Gesamtumsatz und allein in der Küchenindustrie rund 30.000 Beschäftigte – dazu kommen noch die bislang nicht gezählten Frauen und Männer im Küchenhandel und bei den Verbänden.
Veröffentlicht wurden diese Zahlen vor wenigen Wochen von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). Damit hatte der Verband Neuland betreten – köchelte doch bislang jede Teilbranche ihr eigenes Zahlensüppchen. Das gesammelte Zahlenwerk (wir berichten darüber ausführlich in dieser Ausgabe) hat eine besondere Qualität. Es bietet die Grundlage, um mit breiter Brust an die Öffentlichkeit zu treten, wenn es darum geht, zukunftweisende Entwicklungen oder kurzfristig wirkende Marktprogramme mitzugestalten. Im Detail gibt es sicher noch viele weitere interessante Informationen – wie beispielsweise die Umsatzzahlen in den Teilsegmenten Innenausstattung, Spülen, Armaturen, Arbeitsplatten oder Zubehör – die bei der Premierepressekonferenz noch außen vor geblieben sind, aber das darf sich entwickeln. Der Anfang war allemal verheißungsvoll.
Noch einmal zurück zum Erfindergeist im Arbeitsdreieck Ofen, Spüle, Vorratsschrank: Am 11. September ist Tag der Küche. Auch den hat jemand erfunden. Die AMK. Elf Jahre ist das jetzt schon her. Deutschlandweit werden sich am zweiten Samstag im September wohl wieder mehr als 2000 Küchenfachhändler beteiligen. Das griffige Motto: „Wir haben’s und wir zeigen’s auch!“
Wer als Händler weniger auf Ideenarmut steht à la Es-ist-Tag-der-­Küche-und-wir-haben-die-dicksten-Prozente-der-Stadt“ als auf kreative Events, aber noch nicht recht weiß, wie er den Tag publikumswirksam gestalten soll, erhält von der AMK Unterstützung. Einfach auf www.tag-der-kueche.de im Internet klicken.
Als Küchenfachhändler freut man sich zweifellos über jede freie Stunde – am Tag der Küche lohnt die Extraportion Engagement allemal. Bundesweit sind Millionen von Küchen-Interessierte per Werbung und Pressearbeit dafür sensibilisiert, sich einen Überblick über die Innovationen und Entwicklungen im Wohn- und Lebensraum Küche zu verschaffen. Fachkundige Informationen gekoppelt mit unterhaltenden Kocheinlagen von Spitzenköchen aus den Regionen, aber auch Vorführungen auf dem schnell garenden Induktionskochfeld oder im vitaminschonenden Dampfgarer – so lassen sich Gäste zu Kunden machen.
„Die Leidenschaft entsteht in den modernen Küchen ganz wie von selbst“, steht im AMK-Pressetext zum Tag der Küche geschrieben, „denn durch die professionelle Ausstattung und Umgebung kann man Essen und Trinken noch genussvoller und sinnlicher erfahren“. Das stimmt. Oder anders ausgedrückt: Wir sind Einbauküche. Wir haben sie und wir zeigen sie. Am 11. September. Alle mitmachen.

Einen schönen Sommer und viel ­Erfolg beim Tag der Küche wünscht ­Ihnen


Dirk Biermann, Chefredakteur
d.biermann@kuechenplaner-magazin.de

 


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