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Wärmepumpen gestern und heute: Vom Nischenprodukt zur Schlüsseltechnologie

Vor 50 Jahren war die Wärmepumpe im SHK-Markt noch eine Randerscheinung. Heute gilt sie als zentrale Technologie der Energiewende. Ein Blick zurück zeigt, wie sich die Technik entwickelt hat – und wie früh Hersteller wie Stiebel Eltron das Potenzial erkannt haben.

Preisliste für Wärmepumpen aus dem Jahr 1976. Bild: Stiebel Eltron

Eine der ersten Wärmepumpen von Stiebel Eltron aus den 1970er-Jahren. Bild: Stiebel Eltron

 

Bereits 1976 bot das Unternehmen Luft-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen an. Mit bis zu 20 kW Leistung waren die Geräte für ihre Zeit durchaus leistungsfähig. „Die Wärmepumpe hat also vor 50 Jahren schon ordentlich Heizleistung geliefert“, sagt Burkhard Max, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft von Stiebel Eltron. „Der Unterschied zu heute ist jedoch enorm: Moderne Geräte sind leistungsstärker, kompakter, leiser – und vor allem deutlich effizienter.“

Vom Exoten zur Markttechnologie

Eine Wärmepumpe 1976 in einer deutschen Haustechnik-Preisliste zu finden, war eine Seltenheit, sagt Max. „Vor 50 Jahren dominierten Gas- und Ölheizungen den Markt; Wärmepumpen waren ein Nischenprodukt.“ Zwar nahm bereits 1938 die erste Wärmepumpe im Züricher Rathaus ihren Betrieb auf und lief dort mehr als 60 Jahre lang. Doch bis zur breiteren Marktreife sollte es noch Jahrzehnte dauern. Ein wichtiger Impuls kam Anfang der 1970er-Jahre, als sich Stiebel Eltron erstmals intensiver mit der Technologie beschäftigte. Drei Jahre Entwicklungsarbeit später wurde die erste eigene Wärmepumpe in die Preisliste aufgenommen. „Die ersten Geräte waren noch keine Verkaufsschlager“, erinnert sich Max. „Trotzdem haben wir konsequent daran geglaubt und weiterentwickelt.“

Aus heutiger Sicht wirken die ersten Geräte fast nostalgisch. Damals handelte es sich um einfache Split-Systeme mit On-Off-Betrieb: entweder volle Leistung oder Stillstand. Heute passen Wärmepumpen ihre Leistung dank Inverter-Technologie stufenlos an den tatsächlichen Bedarf an. Auch die Bauweise hat sich grundlegend verändert. Während früher zentrale Komponenten getrennt waren, ist die gesamte Wärmepumpentechnik heute kompakt im Außengerät integriert – trotz geringerer Abmessungen. Besonders deutlich wird der Fortschritt bei der Effizienz. In den 1970er- und 1980er-Jahren erzeugten Wärmepumpen aus 1 kWh Strom rund 2 kWh Wärme. Moderne Geräte erreichen heute das Doppelte: 4 – 5 kWh Heizleistung pro eingesetzter kWh Strom. Auch die erreichbaren Vorlauftemperaturen sind gestiegen: Während frühe Systeme etwa 60° C lieferten, erreichen aktuelle Geräte bis zu 75 ° C im reinen Wärmepumpenbetrieb – ein wichtiger Faktor für den Einsatz im Gebäudebestand.

Zentrale Technologie der Energiewende

Heute decken moderne Wärmepumpenserien ein breites Leistungsspektrum ab und sind sowohl im Neubau als auch in der Sanierung einsetzbar. Moderne Kältemittel wie Propan (R290) sorgen zusätzlich für höhere Effizienz und bessere Umweltbilanz. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt: Aus einer Nischenlösung ist eine Schlüsseltechnologie geworden. „Wir haben gelernt, optimiert und weitergedacht“, sagt Max, und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass Wärmepumpen in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Wärmeversorgung spielen werden.“

www.stiebel-eltron.de

 


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