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Vorsteuerabzug – Bundesfinanzhof erleichtert die Inanspruchnahme

Das Umsatzsteuergesetz verlangt für eine Rechnung die Angabe des Zeitpunkts der Lieferung oder sonstigen Leistung. Nach der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV) kann als Zeitpunkt auch der Kalendermonat angegeben werden, in dem die Leistung ausgeführt wird.

 

Hilfestellung für Unternehmer gibt es jetzt durch einen aktuellen Richterspruch: So kann sich beim Vorsteuerabzug aus Rechnungen die erforderliche Angabe des Leis­tungszeitpunkts aus dem Ausstellungsdatum der Rechnung ergeben, wenn davon auszugehen ist, dass die Leistung im Monat der Rechnungsausstellung bewirkt wurde. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass sich die Steuerverwaltung nicht auf die bloße Prüfung der Rechnung beschränken dürfe, sondern auch die vom Steuerpflichtigen beigebrachten zusätzlichen Informationen zu berücksichtigen habe (Quelle: Bundesfinanzhof (BFH), Az.: V R 18/17). In der Vergangenheit hatte der BFH demgegen­über aufgrund einer eher formalen Betrachtungsweise bisweilen sehr strenge Anforderungen an die Rechnungsangabe des Leis­tungszeitpunkts gestellt.

 


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