Vertragsauflösungsquote: 36,2% bei SHK-Anlagenmechanikern
Jeder vierte Ausbildungsvertrag wurde 2016 vorzeitig aufgelöst, stellt die Bundesregierung in ihrem neuen Berufsbildungsbericht fest. Bei SHK-Anlagenmechanikern lag die Vertragsauflösungsquote bei 36,2%, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf Nachfrage von IKZ-Haustechnik mitteilt.
Zum Vergleich: Angehende Friseure (49,6%) und Köche (48,6%) schmeißen besonders häufig hin. Auch bei Malern, Hotelfachkräften und Lebensmittelverkäufern liegen die Abbruchquoten deutlich über 40%.
Die Ausbildungsvergütung sei selten der Grund für den Abbruch einer Ausbildung, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). „Schornsteinfeger-Azubis verdienen z.B. deutlich weniger als der Schnitt und haben dennoch eine unterdurchschnittliche Vertragslösungsquote. Auszubildende in Maurerbetrieben hingegen verdienen deutlich mehr als der Schnitt. Ihre Vertragslösungsquote hingegen ist überdurchschnittlich“, so Schwannecke.
Um Auszubildende besser zu unterstützen, sei das Azubi-Ticket für Bus und Bahn eine Möglichkeit. „Schließlich bekommt auch ein Student während seiner Ausbildung Vergünstigungen - wie das Semesterticket“, erklärt der Generalsekretär.
Bei der Ursachenforschung für Ausbildungsabbrüche stellt der ZDH fest: „Ein Großteil hat die Ausbildung nicht wirklich abgebrochen, sondern nur den Vertrag gelöst und setzt die Ausbildung in einem anderen Betrieb fort.“ Im Vergleich zum akademischen Bereich gebe es im Handwerk deutlich weniger Aussteiger.