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„Vernetzt denken, gemeinsam gestalten“

Die gedatec als Impulsgeber für die Gebäudetechnik – ein Interview

Elektro, SHK und Dach gemeinsam denken: Die Messe Berlin schafft mit der gedatec dafür eine eigene Plattform. Bild: Messe Berlin

„Digitale Formate können vieles leisten, aber sie ersetzen nicht das direkte Gespräch“, sagt Michael Gürtler, Geschäftsführer Fachverband SHK Land Brandenburg. Bild: Fachverband SHK Land Brandenburg

Andreas Koch-Martin ist sich sicher: „Die Zukunft der Gebäudetechnik entsteht nicht im Alleingang, sondern im Zusammenspiel.“ Bild: Innung SHK Berlin

 

Berlin. Die neue Fachmesse gedatec bringt vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin die Gewerke Elektro, SHK und Dach zusammen. Im Interview erklären die Geschäftsführer Andreas Koch-Martin (Innung SHK Berlin) und Michael Gürtler (Fachverband SHK Land Brandenburg), warum Vernetzung, Dialog und regionale Nähe entscheidend für die Zukunft der Branche sind und welche Rolle die Messe dabei spielt.

IKZ: Herr Koch-Martin, warum braucht es heute eine neue Fachmesse wie die gedatec?
Andreas Koch-Martin: Die Branche befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Themen wie Energiewende, Digitalisierung und Gebäudesanierung lassen sich längst nicht mehr innerhalb einzelner Gewerke lösen. Die gedatec schafft erstmals eine Plattform, auf der Elektro, SHK und Dach gemeinsam gedacht werden. Genau diese Vernetzung ist entscheidend, um die großen Generationenaufgaben zu bewältigen.

IKZ: Was unterscheidet die gedatec von bestehenden Messeformaten?
Andreas Koch-Martin: Ein zentraler Unterschied ist der regionale Fokus in Kombination mit gewerkeübergreifendem Austausch. Regionalmessen bieten Nähe – echte Begegnungen zwischen Handwerk, Industrie und Großhandel. Das haben wir gerade erst wieder in Essen und Nürnberg gesehen. Gleichzeitig geht die gedatec einen Schritt weiter, indem sie gezielt Schnittstellen zwischen drei Gewerken adressiert. Sie ist nicht nur Produktschau, sondern Dialogplattform.

IKZ: Welche Rolle spielt dabei die persönliche Begegnung?
Michael Gürtler: Eine sehr große. Digitale Formate können vieles leisten, aber sie ersetzen nicht das direkte Gespräch. Gerade Vertrauen, spontane Ideen und neue Kooperationen entstehen im persönlichen Austausch. Die Messe bringt genau die richtigen Akteure aus der Region zusammen und fördert diesen Dialog intensiv.

IKZ: Welche Themen stehen inhaltlich im Fokus der Messe?
Andreas Koch-Martin: Im Mittelpunkt stehen moderne Gebäudetechnik und vernetzte Systeme. Dazu gehören Wärmepumpen, Photovoltaik, Solarthermie, Energiespeicher und Smart-Home-Lösungen, aber ebenso moderne Sanitärtechnik, Produkte aus Baddesign und Raumlufttechnik. Gleichzeitig geht es um digitale Steuerungssysteme und die zunehmende Elektrifizierung des SHK-Handwerks. Die Messe zeigt also sehr konkret, wie Gebäude effizienter und klimafreundlicher werden können.

IKZ: Welche Bedeutung hat die gedatec für die Region Berlin-Brandenburg?
Michael Gürtler: Die Region braucht wieder eine starke Plattform für die Branche. Mit der gedatec entsteht ein neuer zentraler Treffpunkt, der die bisherigen Formate bautec, SmartHK und belektro weiterentwickelt und bündelt. Berlin wird damit wieder ein wichtiger Ort für Austausch, Innovation und Orientierung in der Gebäudetechnik.

IKZ: Welche Formate erwarten die Besucherinnen und Besucher?
Andreas Koch-Martin: Neben der Produktschau namhafter Aussteller gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Fachforen bieten Vorträge zu technischen und politischen Themen, es gibt geführte Rundgänge und spezielle Networking-Formate in einer „Vernetzt Euch-Lounge“. Parallel findet auf dem Messegelände die Solarcity Konferenz statt. Unsere beiden SHK-Verbände stellen das Kommunikationszentrum dar mit Beratungstischen Catering-Bereich. Besonders wichtig ist uns auch die Nachwuchsförderung.

IKZ: Nachwuchs ist ein gutes Stichwort – wie adressiert die Messe dieses Thema?
Michael Gürtler: Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen. Deshalb schaffen wir mit der Werkstattstraße gezielt Angebote für Auszubildende. Sie können dort die aktuellen Technologien praktisch erleben und ausprobieren, mit Ausstellern ins Gespräch kommen und Perspektiven für ihre berufliche Zukunft entwickeln.

IKZ: Welche Rolle spielen Innovationen und Start-ups?
Michael Gürtler: Eine sehr wichtige. In einer eigenen Start-up-Area präsentieren junge Unternehmen ihre Lösungen, insbesondere im Bereich KI, Software und digitale Tools. Das bringt frische Impulse in die Branche und zeigt, wie dynamisch sich die Gebäudetechnik entwickelt.

IKZ: Die Messe steht unter dem Motto „Vernetzt Euch“. Was bedeutet das konkret?
Andreas Koch-Martin: Es ist eine klare Einladung an alle Akteure, miteinander ins Gespräch zu kommen und Synergien zu nutzen. Die Zukunft der Gebäudetechnik entsteht nicht im Alleingang, sondern im Zusammenspiel. Die gedatec bietet den Raum für Wissenstransfer, Intensivierung von Bindungen und Innovation.

IKZ: Was ist Ihr persönliches Ziel für die Premiere der gedatec 2026?
Michael Gürtler: Wir wollen eine starke, langfristige Plattform etablieren, die sich im regionalen Messekalender fest verankert. Vor allem aber soll die gedatec ein Ort sein, an dem Ideen entstehen, Kooperationen wachsen und die Branche gemeinsam nach vorne blickt.

Ausführliche Informationen zur Fachmesse gedatec:
www.gedatec.berlin/de

Informationen zum Angebot der Fachverbände für Fachbetriebe:
www.shk-berlin.de
https://www.brandenburg-shk.de/de/

 


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