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Verbraucher setzen weiter auf Gas

Berlin.  Nach aktuellen Zahlen bleibt Erdgas weiterhin der Energieträger Nummer eins bei den Heizungssystemen in Deutschland.

Entwicklung der Beheizungsstruktur im Wohnungsneubau1) in Deutschland.

 

Bereits in den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden 219.000 Baugenehmigungen für Wohnungen gemeldet. Davon werden fast 40% mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Nimmt man noch die Fernwärme hinzu, die zu fast 40% aus Erdgas erzeugt wird, bedeutet dies: In rund 106.000 Wohnungsneubauten kommt Gas zum Einsatz. Diese Zahlen gab der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, unlängst bekannt. Auch im Gebäudebestand liegt Erdgas dem Vernehmen nach vorne: 49,4% der Gebäude wurden 2016 mit Erdgas beheizt.
„Die Markterfolge von Erdgas im Neubau zeigen, dass dieser Energieträger ein hohes Ansehen und Vertrauen bei den Verbrauchern genießt. Das kann auch die Politik nicht ignorieren“, sagt Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Allein mit dem Ersatz veralteter Heiztechnik durch moderne Gas-Brennwertkessel ließen sich nach BDEW-Angaben schnell und bezahlbar über 30 Mio. t CO2 bis 2030 einsparen – und damit fast zwei Drittel der Vorgabe aus dem Klimaschutzplan. Allerdings stehe die Heizungsmodernisierung weit unten auf der Prioritätenliste der Hausbesitzer. „Zu den Hindernissen für einen Heizungstausch gehören insbesondere die Investitionskosten. Deshalb sollte eine neue Bundesregierung eine attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive im Gebäudesektor auszulösen.“ Der BDEW hatte hierzu kürzlich gemeinsam mit BDI, DGB, dena, und ZDH einen konkreten Modellvorschlag für die steuerliche Förderung vorgelegt (wir berichteten in Heft 20/2017, Seite 10, ausführlich).

www.bdew.de

 


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