Für den Hauptgeschäftsführer des Fachverbands SHK Bayern, Dr. Wolfgang Schwarz, kommt die Aktion nicht überraschend, „nachdem bekannt wurde, dass E.ON einer der Hauptinvestoren bei der Berliner Firma Thermondo ist.“ Der Energieversorger müsse sich jedoch fragen lassen, warum er durch die einseitige Ausrichtung auf einen Partner die jahrelang gewachsenen Zusammenarbeitsmodelle mit dem lokalen bayerischen SHK-Handwerk durchschneidet. Dr. Schwarz: „Wettbewerb ist einerseits grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings ist es andererseits wohl schwer vorstellbar, dass ein selbständiger, alteingesessener und inhabergeführter SHK-Innungsfachbetrieb weiterhin mit E.ON kooperiert, wenn der Energieversorger einen einzigen Wettbewerber, nämlich Thermondo, klar favorisiert. Da ist es gut, dass Gas nicht der einzige Energieträger ist und es vor allem in der Fläche noch andere gibt. Das ist auch gut für den Wettbewerb.“
Aus Sicht des Hauptgeschäftsführers ist eine der großen Stärken des eingesessenen SHK-Innungsfachbetriebes die jahrelange Kundenbindung und -pflege. Insbesondere der „After-Sales-Service“ (Wartungen, Reparaturen etc.) entscheide über die Kundenzufriedenheit. „Schneller Profit durch den standardisierten Verkauf neuer Heizungen ist eine Sache. Langjährig zufriedene Kunden eine ganz andere“, so Dr. Schwarz.