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Ungültiges Testament – Formunwirksamkeit nicht strafbar

Letztwillige Verfügungen können nach deutschem Recht in zwei Formen errichtet werden, a) durch das eigenhändige und b) durch das öffentliche Testament. Das eigenhändige Testament ist eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung, die Tag, Monat, Jahr und den Ort der Errichtung enthalten soll.

 

Das öffentliche Testament dagegen ist eine notarielle Urkunde. Minderjährige oder Personen, die nicht lesen können, können nur ein öffentliches Testament errichten. Ein nicht vom Erblasser verfasstes, gleichwohl aber von ihm unterschriebenes handschriftliches Testament ist deshalb formunwirksam. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine im strafrechtlichen Sinne unechte Urkunde (Quelle: Oberlandesgericht Hamm, Az.: 10 U 83/15).

 


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