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Trinkwasserlösung bannt Gefahren

Wie ein bayrisches Pflegeheim möglichen Infektionsausbrüchen vorbeugt

Das Pflegeheim Lutherstift im oberfränkischen Oberkotzau setzt zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene auf Lösungen von WimTec.

Verbaute Duschpaneele im Pflegeheim.

Das System „HyPlus“ sichert die Trinkwasserhygiene unabhängig von der Nutzung an allen Wasserabgabestellen.

 

Ob Trinkwasserinstallationen, Duschen, Klimaanlagen oder Nasskühltherme: Überall dort, wo Wasser versprüht wird, können sich infektiöse Partikel über die Luft verbreiten und beispielsweise so zur Quelle eines Legionellen-Ausbruchs werden. Gerade in der Altenpflege stellen Infektionen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Die Betreiber des Pflegeheimes Lutherstift im oberfränkischen Oberkotzau sehen sich gewappnet.

Um die Trinkwasserhygiene für die mehr als 100 Bewohner und Mitarbeiter des Hauses sicherzustellen, setzen die Verantwortlichen auf Lösungen des Sanitärherstellers WimTec. Hintergründe schildert Heiko Schleicher, der im Pflegeheim als Haustechniker arbeitet: „Mit manuell bedien­baren Duschen gab es in der Vergangenheit Probleme mit der Hygiene, sodass eine Nachrüstung auf elektronische Modelle notwendig wurde.“ Technische Voraussetzungen sollten eine thermische Desinfektion samt Verbrühschutz sein. Um die Nachrüstung möglichst kostenschonend zu gestalten, sollten die bestehenden Brausestangen verwendet und die barrierefreien Griffe nicht versetzt werden.
Mit dem „HyPlus“-Konzept bot WimTec eine Lösung an. Dahinter verbergen sich Armaturen, die an jeder Wasserabgabestelle nachgerüstet und zur Freispülung des stagnierenden Wassers genutzt werden können. Im Pflegeheim Lutherstift wurde zunächst mit Batteriebetrieb das elektronische Duschpaneel „PROOF P6“ verbaut. Dabei waren laut Hersteller keine Stemmarbeiten erforderlich. Der Installateur musste die alten Hebelmischer ausbauen, Übergänge schaffen und die neuen Duscharmaturen anschließen. Im alltäglichen Einsatz hätten sich die Paneele bewährt, so Schleicher, der ein positives Zwischenfazit zieht: „Die Bedienung funktioniert tadellos.“ Nach Aussage des Haustechnikers schätzen die Mitarbeiter, dass sich Zusatzfunktionen im Alltag leicht aktivieren lassen. Demnach können die Heißwasserfreigabe zur thermischen Desinfektion oder der Reinigungsstopp mittels Magnetstift ausgelöst werden.

Freispülung für maximale Trinkwasserhygiene
Oliver Gabler hat das Projekt für WimTec betreut. Er sagt: „Die effizienteste Möglichkeit zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene bis zum Punkt der Wasserent­nahme ist das Freispülen der Leitungen mittels Spülautomatik. Das spart im laufenden Betrieb sogar Geld.“ Denn dank der Automatik werde Wasser nur bei unzureichender Nutzung oder im Fall von Betriebsunterbrechungen ausgespült. Zudem werde „den mit Schadensfällen einhergehenden Kosten vorgebeugt“. Dazu zählten etwa Schadensersatzzahlungen an betroffene Personen oder vom Gesundheitsamt verordnete Maßnahmen zur Wiederherstellung der Trinkwasserhygiene.
Zwei Faktoren sind laut WimTec die Ursachen, wie Trinkwasser zur Gefahr wird: Stagnation und eine den normativen Vorgaben nicht entsprechende Wassertemperatur. Trinkwasserinstallationen seien auf Maximalbelegung ausgelegt. Der Wasserverbrauch pro Kopf sinke jedoch seit Jahren beständig. Um dem Rechnung zu tragen, wurden normative Vorgaben an die Installationsquerschnitte im Zuge der Überarbeitungen der DIN 1988-300 verkleinert. Daraus resultiert nach Ansicht des Sanitärherstellers, dass alle vor dem Jahr 2012 geplanten Gebäude nach den nun gültigen, allgemein anerkannten Regeln der Technik überdimensioniert sind.
Hinzu komme der Faktor Mensch. Denn Stagnation werde auch durch eine unregelmäßige oder ausbleibende Nutzung von Wasserabgabestellen gefördert. Beispiele im Klinik- und Pflegebereich seien schwankende Belegungen von Zimmern, unregelmäßig genutzte Personalduschen oder selten benutzte behindertengerechte Toiletten. Die Folge sei Stillstand, und der sorge dafür, dass ein bestimmungsgemäßer Betrieb laut VDI/DVGW 6023 nicht mehr gegeben sei. Mit der jetzigen Trinkwasserlösung seien solche Gefahren im bayrischen Pflegeheim Lutherstift gebannt.

Bilder: WimTec

www.wimtec.de

 


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