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Steuerliche Förderung der Energie­effizienz – Nur Fachfirmen dürfen Bescheinigungen erteilen

Seit Beginn dieses Jahres werden Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung von selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich gefördert. Förderfähig sind beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden oder Dachflächen, die Erneuerung der Fens­ter oder Außentüren oder die Erneuerung und Optimierung der Heizungsanlage.

 

Keine Begünstigung ohne Einschränkung, die in der Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ­ESanMV geregelt sind:

  • Die Maßnahmen müssen zwingend durch ein Fachunternehmen ausgeführt werden und bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen.
  • Das Gebäude muss bei Durchführung der Sanierung älter als zehn Jahre sein.
  • Über die Einhaltung der Mindestanforderungen ist vom ausführenden Fachunternehmen oder einer Person mit Ausstellungsberechtigung eine Bescheinigung auszustellen. Amtliche Bescheinigungsmuster stehen auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums: www.bundesfinanzminsterium.de unter der Überschrift „Bescheinigung für die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung (§ 35c EStG)“ zur Verfügung.

Beantragt werden kann eine Steuerermäßigung in Höhe von 20%, verteilt über drei Jahre. Berücksichtigt werden die Kosten für den fachgerechten Einbau und der direkt mit der Maßnahme verbundene Materialaufwand. Ebenfalls begünstigt sind die ­Kosten für Energieberater, die als BAFA-Energieberater oder KfW-Energieeffizienz-Experte qualifiziert sind. Hier ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer sogar um 50% der Aufwendungen. Maximal wird eine Steuerermäßigung von 40.000 Euro je selbstgenutztem Objekt gewährt. Die steuerliche Förderung kann bereits mit der Einkommensteuerklärung für 2020 im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

 


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