„Schnelles Gebäudeaufmaß“ für 3D-Modelle: Hottgenroth Gruppe integriert LiDAR in die Optimus-App
Köln. Unabhängig von anderen Dienstleistern Gebäudedaten selbst digital erfassen: Diese Lösung bietet die Hottgenroth Gruppe SHK-Fachbetrieben mit der LiDAR-Technologie, die sie nun in die eigene Optimus-App integriert hat. Für das SHK-Handwerk eröffnet dies eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten.
LiDAR, das steht für „Light Detection and Ranging“. Diese Technologie nutzt Laserlicht, um Entfernungen zu messen und daraus 3D-Modelle von Räumen zu erstellen. Mit einem Apple Pro-Gerät (iPad oder iPhone ab der 12. Generation) werden Entfernungen im Raum erfasst und in Echtzeit ein funktionales 3D-Modell erstellt.
„Anstelle von langwierigen Handmessungen ist der Raum durch wenige Aufnahmen des Raumes bemessen“, teilt das Unternehmen mit, das sich auf LiDAR und 3D-Erfassung spezialisiert hat und hier als führend gilt. Mit dem „Etagenscan“ können laut Hersteller sogar mehrere aufgenommene Räume zusammengestellt werden, sodass die gesamte Etage als 3D-Modell vorliegt.
Heizlastberechnung oder Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B
Die Daten dienen dann als Grundlage etwa zur Heizlastberechnung oder dem hydraulischen Abgleich nach Verfahren B. Die Ergebnisse können genutzt werden, um die Heizungsanlage zu optimieren, die Energieeffizienz zu steigern und Ressourcen zu sparen. „Auf dem Markt gibt es verschiedene Lösungen, die die Berechnung des hydraulischen Abgleichs anbieten. Darunter auch die Hottgenroth Gruppe“, teilt das Unternehmen mit. „Die Software Optimus zieht sich durch eine Verknüpfung direkt erlangte Daten aus der Optimus-App, um anhand dessen den hydraulischen Abgleich durchzuführen.“
3D-Gebäudemodell als Grundlage für weitere Berechnungen
Ein weiterer Vorteil: Räume, die mit der LiDAR-Methode aufgenommen wurden, lassen sich in andere Anwendungen importieren. „SHK-Betriebe können beispielsweise mit den vorliegenden Gebäudedaten sowie einem hydraulischen Abgleich auch eine Beratung in Bezug auf Wärmepumpen anbieten und ihre Tätigkeitsfelder beliebig erweitern“, erklärt das auf Software- und Hardware-Lösungen für das SHK-Handwerk und Planer spezialisierte Unternehmen. „Darunter beispielsweise die Heizungsauslegung, Lüftungsplanung oder energetische Bewertungen.“ Fördermittel im Rahmen der BEG zu beantragen, sei ebenfalls möglich.
Kunden bei der Heizungsoptimierung professionell begleiten
Für die Wärmepumpen-Beratung hat die Hottgenroth Gruppe die Software Wärmepumpen-Berater entwickelt. „Mit dieser kann die Wirtschaftlichkeit verschiedener Wärmepumpen verglichen werden.“ Sie biete eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage für Planung und Beratung. „Somit können Fachleute ihre Dienstleistungen erweitern und ihre Kunden bei der Heizungsoptimierung professionell begleiten.“