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Pelletmarkt entwickelt sich verhalten

Der Pellet-Branchenverband Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hat die Marktzahlen für das vergangene Jahr 2017 veröffentlicht. Die Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.

Das Austauschgeschäft Heizöl gegen Pellets war im vergangenen Jahr verhalten. Bild: Dittmar Koop

Die Konstante in der Entwicklung sind Pellet-Raumöfen. Bild: Piazzetta Dtl.

Die Statistik kann wassergeführte Pellet-Kaminöfen und „klassischen“ Zentralheizungen zahlentechnisch leider nicht weiter ausdifferenzieren. Bild: Wodtke

Für 2018 prognostiziert der DEPV etwas mehr als in selber Größenordnung an Bestandszuwachs wie in 2017. Grafik: DEPI

 

Mit 32300 neuen Pelletfeuerungen in Deutschland wurde der vom DEPV Anfang 2017 prognostizierte Zubau knapp verfehlt (Die Prognose lautete: 33000 Feuerungen, davon 16000 Kessel (inklusive wassergeführte Kaminöfen) sowie 17000 Pelletkaminöfen). Tatsächlich wurden 16500 Pelletkaminöfen, 15000 Pelletkessel und wasserführende Pelletöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 800 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW.
Für das Jahr 2018 geht der DEPV von einem Absatz von 33.900 Feuerungen (16900 Kessel und 17000 Pelletkaminöfen) aus. Damit würde der Gesamtbestand an Pelletfeuerungen auf rd. 465000 Anlagen anwachsen.

Nadelöhr Niedrige Austauschquote
Das Nadelöhr der weiteren Marktentwicklung bleibt die niedrige Austauschquote. DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele sagt dazu: „Die Austauschquote von alten, fossilen Heizungen ist trotz zaghafter Bemühungen der Politik mit Altanlagenlabel und EnEV-Austauschpflicht bei Eigentümerwechsel noch viel zu niedrig. Dass die neue Bundesregierung, wie im Koalitionsvertrag verabschiedet, keine CO2-Bepreisung anstrebt und stattdessen über das Jahr 2020 hinaus Steuergelder für neue fossile Heizungen ausgeben will, ist angesichts der Verfehlung der Klimaziele kontraproduktiv.“

Das Problem der Markteinschätzung
Das Problem einer weitergehenden Markteinschätzung ist, dass zwischen klassischen Zentralheizungen und den wassergeführten Öfen nicht anteilig unterschieden werden kann, da laut DEPV die Zahlen nicht scharf dargestellt werden können. Wäre dies möglich, könnten Trends noch besser abgelesen werden.

 


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