Online-Rechner zur neuen Wärmepumpenförderung
Holzminden. Die Anpassungen in der BEG-Förderung haben in den vergangenen Tagen für zahlreiche Diskussionen und Fragen gesorgt. Die Fördersumme wurde reduziert, einige Boni sind weggefallen oder wurden reduziert, andere Möglichkeiten sind dazugekommen. Stiebel Eltron hat nun ein neues Rechentool online gestellt. „Mit unserem Förderrechner kann man unkompliziert und schnell ermitteln, mit welcher Fördersumme man für sein eigenes Vorhaben im Einfamilienhaus rechnen kann“, erklärt Burkhard Max, Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft von Stiebel Eltron.
Mehr Zuschuss möglich
Es sei zwar richtig, dass die Förderung langfristig abschmelzen werde, außerdem wurden die maximal förderfähigen Investitionskosten sowie der Klimageschwindigkeitsbonus abgesenkt, so Max. „Gleichzeitig wurde aber der maximale Förderanteil an den Investitionskosten für bestimmte Einkommensgruppen von 70 auf 80 % erhöht, auch kommen mehr Einkommensgruppen in den Genuss des Einkommensbonus.“ Waren vorher für den Heizungstausch im Einfamilienhaus maximal 21 000,- Euro Zuschuss möglich, seien es nun maximal 22 400,- Euro. Manche Antragsteller, die vorher 10 500,- Euro Zuschuss bekommen haben, könnten jetzt mit 16 800,- Euro sogar über 6 000,- Euro mehr erhalten. „Besonders interessant ist die neue Förderung, wenn mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt“, erklärt Max.
Förderung im EFH berechnen
Mit dem neuen Förderrechner unter www.stiebel-eltron.de/foerderrechner können Einfamilienhausbesitzer ermitteln, wie hoch die Förderung für ihren Heizungstausch voraussichtlich ausfallen wird. Dabei werden nur wenige Informationen benötigt – Art und Alter der bisherigen Heizung, die voraussichtlichen Gesamt-Investitionskosten sowie das zu versteuernde Haushaltseinkommen. „Gerade bei dem letzten Punkt sollte man genau hinschauen, denn das zu versteuernde Haushaltseinkommen liegt insbesondere bei Familien deutlich unter dem persönlichen Jahreseinkommen“, informiert Burkhard Max. „Da zusätzlich bei mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt noch einmal 10 000,- Euro abgezogen werden und außerdem die Maximalgrenze von 40 000 auf 50 000 Euro erhöht wurde, kommen nun mehr Menschen in den Genuss des Einkommensbonus.“
Aktuelle Bedingungen gelten bis Anfang 2027
Die aktuellen Förderbedingungen gelten bis Ende Januar 2027 – dann verringern sich einzelne Bestandteile erstmals und in der Folge halbjährlich. „Wer also einen Heizungswechsel zur Wärmepumpe plant, sollte genau schauen, wann er das Vorhaben angeht“, rät Burkhard Max. Auf lange Sicht werde die Förderung für die meisten Antragsteller zukünftig geringer ausfallen. „Das ist aber angesichts der Tatsache, dass die Politik für den Haushalt weniger Geld zur Verfügung hat und daher Ausgaben reduzieren muss, nachvollziehbar. Dass die Förderung kontinuierlich und schrittweise abschmilzt, ist eine annehmbare Lösung, die langfristig Klarheit schafft für die Branche und Verbraucherinnern und Verbraucher: Die Politik setzt auf die Wärmepumpe als wichtiges Element für das Gelingen der Wärmewende.“