Neues Helmholtz-Forschungsprogramm für die Energiewende
Rund 310 Millionen Euro Förderung über 5 Jahre: neu konzipiertes Forschungsprogramm entwickelt Energiespeicher und Infrastrukturen für die Einbindung Erneuerbarer Energien.
Eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende ist es, alle Energiequellen verlässlich in das bestehende Energiesystem einzubinden. Im neuen Forschungsprogramm SCI („Storage and Cross-linked Infrastructures“) der Helmholtz-Gemeinschaft werden dafür ab 2015 systemübergreifende Technologien entwickelt und erforscht. Das Budget beträgt rund 310 Millionen Euro für einen Zeitraum von 5 Jahren. Partner sind das koordinierende Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum Jülich (FZJ), das Helmholtz Zentrum Berlin (HZB) sowie das Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).
In dem neu etablierten Forschungsprogramm werden technische Lösungen für eine Energieversorgung entwickelt, die auf erneuerbaren Energien basiert: neben Energiespeichersystemen, mit denen sich die Schwankungen in der Stromerzeugung überbrücken lassen, sind dies effiziente Infrastrukturen für die Energieübertragung sowie eine Sektor-übergreifende Vernetzung, um die Flexibilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Energiesysteme zu erhöhen.
Das Forschungszentrum Jülich ist an drei der insgesamt sechs Themen des Forschungsprogramms beteiligt und wird mit dem größten Anteil am Programmbudget in Höhe von 134 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen von SCI erfolgen Arbeiten auf den Gebieten der elektrochemischen Speicher, Elektrolyse und Wasserstoff, Brennstoffzellen sowie Netze und Speicherintegration. Weitere Themen des Forschungsprogramms umfassen synthetische Kohlenwasserstoffe und thermische Energiespeicher.