Neue Schnittstelle für „MEP Designer“ automatisiert TGA-Konzeptplanung
Nach der Datenübergabe von „Zenesis“ an „MEP Designer“ wird hier die detaillierte Trassenplanung durchgeführt. Dazu zählen etwa der automatische Anschluss von Verbrauchern, die Erkennung eventueller Kollisionen sowie die Systemerfassung und -navigation über den integrierten Systembrowser. Bild: Graphisoft
München/Leipzig. Für die TGA-Software „MEP Designer“ von Graphisoft gibt es eine neue Schnittstelle, über die künftig „Zenesis“ – entwickelt von der Zenesis GmbH – angebunden werden kann. Damit lassen sich die ersten drei Leistungsphasen der gebäudetechnischen Planung in einer Softwareanwendung zusammenbringen, teilt der Softwarespezialist mit. So entstehe ein durchgängiger, KI-gestützter Workflow von der Konzeptplanung in frühen Leistungsphasen bis zur detaillierten Trassenplanung.
„Zenesis“ ist eine webbasierte Planungsplattform, die technische Entscheidungen in den frühen Phasen der TGA-Planung strukturiert und validiert, bevor die BIM-Modellierung beginnt. „Mit ‚Zenesis‘ können TGA-Fachkräfte schnell und einfach Raumdaten anlegen, grundlegende Berechnungen durchführen sowie Leitungsverläufe erstellen“, schreibt Graphisoft. „Die Planungsergebnisse lassen sich anschließend in ‚MEP Designer‘ übernehmen, zu einem detaillierten Anlagenentwurf ausmodellieren und umfassend prüfen.“ Dabei reduzierten von Beginn an KI-Unterstützung und automatisierte Prozesse den manuellen Arbeitsaufwand und beschleunigten so die gebäudetechnische Planung.
Planungsplattform kann Raumkatalog automatisiert erstellen
Die Planungsplattform „Zenesis“ ist auf die Angebots- und Konzeptplanung in den Leistungsphasen 1 und 2 zugeschnitten. Die Plattform kann die Architektur von Gebäuden aus Excel-Raumbüchern, PDF-Grundrissen oder mit der Architektursoftware Archicad erstellten Modellen auslesen und daraus einen detaillierten Raumkatalog erstellen. „Diesen reichert sie mit normierten TGA-Parametern an, sodass darauf aufbauend Heiz- und Kühllast-, Luftmengen- sowie Trink- und Abwasserberechnungen durchgeführt werden können.“
Dafür wählen TGA-Fachleute zunächst die Objektkategorie und die erforderlichen TGA-Module aus, und geben die Adresse und Koordinaten des Projekts an. Über eine angebundene Klima- und Regenwasserdatenbank erhalten sie nun standortspezifische Kennwerte. Nach Durchführung der grundlegenden Berechnungen sind sowohl deren Ergebnisse als auch automatisch generierte Funktionsschemata, Flächenpläne, sowie ein Erläuterungsbericht verfügbar, berichtet Graphisoft. Eine Kostenschätzung gibt es aktuell als Beta-Version. Darüber hinaus platziert die Lösung selbsttätig Heizkörper und Fußbodenheizkreise, positioniert und dimensioniert Schächte und erstellt automatisch die horizontalen Leitungsführungen und schematischen Darstellungen für die einzelnen Gewerke.
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