Werbung

Neue Geschäftsmodelle für die Sonnenenergie - Intersolar Europe überzeugt mit Innovationen und Internationalität

Trotz eines nochmaligen Rückgangs bei den Aussteller- und Besucherzahlen hat die Intersolar Europe ihre führende Rolle als wichtigste Messe für die Solarbranche unterstrichen. Vor allem das umfassende Rahmenprogramm und die zahlreichen Innovationen in der Speichertechnik sowie die neuen Themenbereiche überzeugten das Fachpublikum.

Mit den neuen Themen Speichertechnologie und Regenerative Heiztechnik wartete die Intersolar Europe 2014, die am 4. Juni eröffente wurde.

Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) fordert, die Energiewende im Wärmemarkt nachdrücklich anzustoßen.

Intersolar Europe und ees: die größte Plattform für die Kombination von Photovoltaik und Energiespeichern weltweit.

Präsentiert wurde auch innovative Systemtechnik für Regenerative Wärme.

 

Die weltweit größte Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner endete am 6. Juni. Rund 44000 Besucher (2013: ca.50000) aus 145 Ländern (2013: 150) und 1100 Aussteller (2013: 1330) aus 48Ländern (2013: 47) kamen zu den drei Messetagen nach München. Trotz des erneuten leichten Rückgangs gegenüber 2013 zeigte sich der überwiegende Teil der Messebesucher und Aussteller zufrieden mit dem Messeverlauf.

Neue Themenbereiche

Neben den Bereichen Photovoltaik und PV-Produktionstechnik zeigten auf der Fachmesse electrical energy storage (ees) zusammen mit der Intersolar Europe 250Aussteller innovative Lösungen für die Energiespeicherung, eine der großen Herausforderungen der Energiewende im Strommarkt. Darüber hinaus machte die Intersolar deutlich, dass sie sich auch verstärkt für die Energiewende im Wärmemarkt einsetzt. Der neue Themenbereich Regenerative Heizsysteme – zu sehen waren Hackschnitzel- und Pelletheizungen, Mini-BHKWs bzw. KWK-Anlagen, Brennstoffzellenheizungen und Wärmepumpen – stellt sich als sinnvolle Ergänzung zur Solarthermie und PV heraus. Natürlich waren auch die politischen Rahmenbedingungen der Energiewende, die Marktentwicklung der Branche und neue Geschäftsmodelle, nicht nur Thema der Messe, sondern wurden auch auf der Intersolar Europe Conference diskutiert. Vom 2. bis 4. Juni trafen sich zur Konferenz und ihren Side-Events im ICM – Internationales Congress Center München rund 1300 Teilnehmer.
Das Messeangebot in acht Hallen und dem Freigelände zog in diesem Jahr verstärkt internationales Fachpublikum an. Auch das Spektrum der Aussteller spiegelte mit Unternehmen aus 48 Ländern die internationale Solarbranche wider. Die Rangliste der Länder mit den meisten Ausstellern führten in diesem Jahr Deutschland, China, Österreich, Italien und Frankreich an. Für internationales Flair sorgten zahlreiche internationale Delegationen, wie Investoren aus Argentinien, Paraguay, Uruguay, Saudi-Arabien, Marokko und Indien. Auch die Länderpavillons von neun Nationen, darunter Kanada, Südkorea und Taiwan, trugen zur Atmosphäre bei. Damit ist die Intersolar Europe die internationale Strategie- und Informationsplattform der Solarenergie.

Systemgedanke im Mittelpunkt

Die Intersolar war auch in diesem Jahr die internationale Informationsplattform für zahlreiche Innovationen. Besonders der Systemgedanke steht bei immer mehr Ausstellern im Mittelpunkt: viele Unternehmen stellten Eigenverbrauchslösungen für Haushalte und Gewerbe vor, die in Kombination mit Energiespeichern für eine höhere Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen sorgen. Mit intelligenten Energiemanagementsystemen werden sich Speicher zukünftig effizient vernetzen können, um überschüssigen Strom länger verfügbar zu machen. Daneben rückt die Kombination mit anderen Technologien immer stärker in den Mittelpunkt: So ermöglichen Kombinationslösungen aus PV, Solarthermie, Hackschnitzel- und Pelletheizungen, Mini-BHKWs bzw. KWK-Anlagen, Brennstoffzellenheizungen und Wärmepumpen zahlreiche Möglichkeiten, auch die Energiewende im Wärmemarkt weiter voranzutreiben. Der neue Themenbereich Regenerative Wärme auf der Intersolar Europe und das dazugehörige Forum griffen diesen Trend auf.
Aufgrund sinkender Systemkosten kann Solarstrom in Deutschland bereits für 12 bis 15 Cent pro kWh produziert werden. Gegenüber der Netzeinspeisung wird deshalb der Eigenverbrauch sowohl für Unternehmen als auch für Privathaushalte immer interessanter. Daneben entwickeln sich aber auch neue Finanzierungs- und Geschäftsmodelle der Branche, wie Miet- oder Leasingverträge und Liefervereinbarungen. Auf der Intersolar Europe Conference, die am 4. Juni endete, befasste sich eine eigene Session mit dieser Thematik. Zudem veröffentlichte der BSW-Solar mit Unterstützung der Intersolar Europe den „Investorenleitfaden Photovoltaik“.

Deutschland als Vorreiter der Energiewende

Obwohl sich die Solarmärkte zunehmend internationalisieren, geht von Deutschland als Vorreiter der Energiewende weiterhin eine große Strahlkraft aus. Im Bereich Solarstromspeicher nimmt Deutschland zudem erneut eine Pionierrolle ein mit einem weltweit einzigartigen Haushaltsspeicher-Förderprogramm. Gleichzeitig riskiert die Politik jedoch, die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen, das Vertrauen bei den Bürgern und die internationale Vorbildfunktion durch die schier endlose Debatte über das EEG zu verlieren. Entsprechend beanspruchten Experten der Branche, u.a. der BSW-Solar, verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiewende statt Verunsicherung durch die Diskussion um eine Belastung des Eigenverbrauchs. Führende Solarunternehmen forderten zudem im Rahmen des Executive Panels auf der Intersolar Europe Conference den Aufbau einer neuen Versorgungsstruktur. Diese solle aus EE als Basis und flexiblen Gaskraftwerken sowie neuen Speichertechnologien zur Unterstützung bestehen. Statt das bisherige System nur in einzelnen Punkten anzupassen, müsse endlich eine klare Linie zur Anpassung des Gesamtsystems festgelegt werden. Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) und Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group, formulierten zudem ihren Anspruch gegenüber der Bundesregierung, auch endlich die Energiewende im Wärmemarkt nachdrücklich anzustoßen, nicht zuletzt um die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen zu reduzieren. Dabei wird die regernative Wärme ein wichtiger Pfeiler, spätestens mit der europaweiten Einführung des „Energy Labels“ für Heizungssysteme 2015.
Die nächste Intersolar Europe findet vom 10. bis 12. Juni 2015 auf dem Messegelände in München statt.

Bilder:
Solar Promotion

 


Artikel teilen:
Weitere Tags zu diesem Thema: