Werbung

Mehr Aufmerksamkeit im Netz

Online-Marketing: Erfolgreich werben im Internet

Die Werbung mit Banner zählt zu den Klassikern. Hier ein Beispiel für einen Newsletter.

Google bietet Werbeplätze über AdWords an. Die über den Ergebnissen der Suchanfrage zu findenden Anzeigen eignen sich vor allem für Betriebe mit eigener Internetpräsenz.

 

Die Vermarktung von Leistungen und Produkten im Internet wird für SHK-Handwerker immer wichtiger. Auch Auszubildende und Fachkräfte lassen sich online gezielt ansprechen. Doch welche Maßnahmen versprechen die größten Erfolge?

Schon heute betreiben die meisten Handwerker Online-Marketing: Laut einer Studie von Bitkom und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks waren im Frühjahr 2017 rund 89 % aller Betriebe in Online-Verzeichnissen zu finden – zum Beispiel bei Google Maps, gelbeseiten.de oder werliefertwas.de. Darüber hinaus bezahlten 16 % der Handwerker für selbst geschaltete Werbeanzeigen im Internet und weitere 10 % waren auf Online-Plattformen vertreten wie MyHammer, Treatwell oder eBay-Kleinanzeigen.

Online-Marketing auch ohne eigene Website
Damit ist Online-Marketing für Betriebe ein Schlüsselfaktor zur Vermarktung von Produkten und Leistungen. Das wichtigste Element ist und bleibt die eigene Internetpräsenz, mit der sich Online-Erfolge deutlich verstärken lassen. Trotzdem ist eine Homepage keine unbedingte Voraussetzung. Denn Online-Marketing eignet sich auch für Betriebe, die gar keine Website besitzen. Durch gezielte Marketingaktionen im weltweiten Netz können Handwerker auch ohne eigene Internetadresse Neukunden generieren, Umsätze erhöhen oder Auszubildende und Fachkräfte ansprechen.
Im Bereich Online-Marketing stehen viele Maßnahmen zur Wahl. Ein Klassiker ist die Bannerwerbung: Dabei handelt es sich um kleine Anzeigen, die Produkte oder Leistungen bewerben. Banner eignen sich uneingeschränkt für Betriebe mit eigenem Online-Shop, die ihre Waren deutschland- oder weltweit verschicken. Handwerker aus dem Dienstleistungsbereich sollten hingegen vor allem in regional ausgerichteten Online-Magazinen und Portalen werben, um Streuverluste zu minimieren. Die Anzeigenschaltung wird in der Regel nach Tausender-Kontaktpreis abgerechnet, je nach Bannergröße und Anbieter werden durchschnittlich 5 - 70 Euro fällig.

Werbung bei Google: Abrechnung per Klick
Nach einem ähnlichen Konzept funktionieren „Google AdWords“ – mit einem Unterschied: Die Abrechnung erfolgt per Klick. Zu diesem Zweck kann man unter www.google.de/adwords einen kurzen Werbetext festlegen, passende Suchbegriffe auswählen und das Budget pro Klick selbst bestimmen. Die Anzeige wird dann bei Google-Nutzern eingeblendet, die nach einem der festgelegten Schlüsselwörter suchen. Die Platzierung erfolgt vor den eigentlichen Google-Treffern und ist mit dem Hinweis „Anzeige“ versehen. Erfolgsentscheidend ist vor allem die Auswahl der Suchwörter: Diese sollten weder zu speziell noch zu allgemein sein. So ist es zum Beispiel empfehlenswert, einen Suchbegriff wie „SHK-Handwerker“ durch zusätzliche Wörter wie „Heizungswartung“, „Sanierung Badezimmer“ oder den Ortsnamen zu ergänzen.
Für Betriebe mit und ohne Website können sich Einträge in Online-Branchenbüchern oder Firmenverzeichnissen lohnen – vor allem, wenn damit keine Kosten verbunden sind. Denn diese Einträge werden in Suchmaschinen oft hoch gelistet und tragen gleichzeitig dazu bei, die Link-Popularität einer eigenen Website zu erhöhen. Bei kostenpflichtigen Einträgen sollte man vorab eine detaillierte Kosten/Nutzen-Rechnung aufstellen. Dies gilt auch für Auftragsportale wie MyHammer.de oder Blauarbeit.de: Hier können sich Handwerker auf Aufträge bewerben, die online ausgeschrieben sind. Obwohl viele Handwerker diesen Plattformen kritisch gegenüberstehen, können hier bei Bedarf Umsätze generiert werden. Allein MyHammer.de vermittelte in den letzten Jahren über 1 Mio. Aufträge.

Mit YouTube-Marketing junge Leute ansprechen
Eine viel versprechende Maßnahme, um vor allem junge Leute zu erreichen, ist das YouTube-Marketing. Auf der Video-Plattform www.youtube.com können Betriebe kostenlos einen eigenen Kanal eröffnen und Film-Clips hochladen. Dies kann sich lohnen: Laut Statistik-Portal Statista.de schauten im vierten Quartal 2017 nahezu 100% der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer Videos bei YouTube. Bei den 30- bis 59-Jährigen waren es immerhin noch zwischen 70 und 86%. Von diesem Interesse können Handwerker profitieren, indem sie in kurzen Filmen ihr Unternehmen vorstellen oder über neue Produkte, Dienstleistungen und Referenzkunden informieren. Viele YouTuber produzieren ihre Filme selbst, z.  B. mit hochwertigen Smartphones. Gibt man die Produktion in professionelle Hände, sollte man pro Film ein Budget von einigen Tausend Euro einplanen.

Autor: Thomas Busch, Fachjournalist

 

Checkliste 1: Die richtige Online-Marketingstrategie

  • Grundsätzliche Fragen beantworten: Was wollen Sie mit Online-Marketing erreichen?
  • Konkrete Ziele formulieren: Steht die Neukundengewinnung im Fokus? Sollen Umsätze im Online-Shop angekurbelt werden? Oder geht es um eine generelle Erhöhung Ihres Bekanntheitsgrads?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe: Neukunden? Stammkunden? Entscheider in Unternehmen? Privatkunden?
  • Kanäle und Internetseiten festlegen: Wie lassen sich Ihre Ziele am besten realisieren? Mit Anzeigen in lokalen Online-Magazinen und -Portalen? Werbung bei Google oder Facebook? Mithilfe von Branchenverzeichnissen, YouTube oder Auftragsportalen?
  • Regelmäßige Erfolgskontrolle: Nach der Umsetzung einzelner Maßnahmen sollten Sie die Ergebnisse analysieren. Auf dieser Basis können Sie Ihre Online-Marketingstrategie mit der Zeit immer weiter verfeinern.

 

Checkliste 2: Die besten Tipps fürs YouTube-Marketing

  • Länge begrenzen: Ihre Videos sollten möglichst kurz sein, am besten nicht länger als drei Minuten.
  • Mehrwert bieten: Jedes Video sollte eine Besonderheit bieten, z. B. unterhaltend, interessant oder lehrreich sein.
  • Kosten sparen: Authentische, selbst gedrehte Filme sind oft erfolgreicher als professionelle Produktionen.
  • Virale Effekte nutzen: Neu eingestellte Videos verbreiten sich schneller durch Verlinkungen, z. B. bei Twitter, Facebook, auf der eigenen Website oder inE-Mail-Newslettern.
  • Ehrlich bleiben: Verzichten Sie auf Übertreibungen, setzen Sie lieber aufAuthentizität.
  • Kommunikativ sein: Kommentieren Sie andere Videos und reagieren Sie zeitnah auf Kommentare zu eigenen Videos. So entstehen Dialoge mit potenziellen Kunden.
  • Urheberrecht beachten: Nutzen Sie niemals urheberrechtlich geschütztes Material wie TV-Ausschnitte oder Musik. Weitere Informationen unter www.youtube.com/t/howto_copyright.

 

 

 

 

Wichtige Fachbegriffe schnell erklärt

Internetadresse (Domain)
Die Adresse, unter der eine Seite im Internet zu erreichen ist, z.B. www.meinbetrieb.de. Dabei steht „.de“ für deutsche Websites, internationale Unternehmen nutzen oft die Endung „.com“.

Keywords
Die Keywords (Schlüsselwörter) beinhalten Suchbegriffe, unter denen eine Website in Suchmaschinen gefunden werden soll.

Link-Popularität
Die Link-Popularität bzw. Domain-Popularität gibt an, auf wie vielen externen Internetseiten die eigene Webseite verlinkt ist. Je mehr Verlinkungen, desto besser wird die eigene Seite in Suchmaschinen bewertet.

Online-Marketing
Der Begriff umfasst alle Marketingmaßnahmen, die über das Internet realisiert werden: von der eigenen Homepage über Online-Werbeanzeigen bis hin zum Eintrag in Firmenverzeichnisse.

SEM
Abkürzung für „Search Engine Marketing“ (Suchmaschinen-Marketing). Damit werden alle Maßnahmen umschrieben, die zum Ziel haben, Suchmaschinen zum Zweck der Kundengewinnung einzusetzen.

SEO
Abkürzung für „Search Engine Optimization“ (Suchmaschinen-Optimierung). Eine Umschreibung für alle Maßnahmen, die zum Ziel haben, eine Website in Suchmaschinen besser zu positionieren.

 


Artikel teilen:
Weitere Tags zu diesem Thema: