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Leitungsinstallation nach Zeitplan

Verpackungsmaschinenhersteller erstellt Neubau im laufenden Betrieb

Das mittelständische Familienunternehmen Theegarten-Pactec investierte rund 30 Mio. Euro in den Neubau seines Verwaltungs- und Produktionsgebäudes. Bild: Theegarten-Pactec

Im Außenbereich werden für die Heizungsinstallation verzinkte „SanhaTherm“-Rohre mit Korrosionsschutzanstrich eingesetzt. Die Leitungen wurden nach der Installation mit einer witterungsbeständigen Wärmedämmung versehen.

Für das Heizungs-Installationssystem werden aus der Produktreihe „SanhaTherm“ C-Stahl-Rohre eingesetzt. Für den Bereich Kühlung/Kaltwasser kommt das „NiroTherm“-System zum Einsatz.

„NiroTherm“-Rohre mit Kälteschellen vor der Kältedämmung der Rohre.

Werkzeugkompatibilität. Die Fittings konnten mit Pressbacken bzw. -schlingen mit einer Originalkontur von Sanha, Mapress und Viega verpresst werden.

 

Zwei zentrale Herausforderungen stehen bei einem Umbau und Erweiterungsbau meist im Vordergrund: der weitgehend störungsfreie Betrieb der laufenden Produktion sowie die fristgerechte Installation und Bauabwicklung. So auch bei dem Unternehmen

Theegarten-Pactec GmbH & Co. KG, das sich auf die Entwicklung und Fertigung von Verpackungsmaschinen für Süßwaren spezialisiert hat. Am Firmensitz in Dresden wurde Anfang Juli 2015 der Neubau des Verwaltungs- und Produktionsgebäudes in Betrieb genommen. Für große Teile der Heizungs- bzw. Kälteinstallation kamen Sanha-Produkte zum Einsatz, die nach Zeitplan installiert werden konnten.

Das mittelständische Familienunternehmen Theegarten-Pactec investierte rund 30 Mio. Euro in den Neubau seines Verwaltungs- und Produktionsgebäudes, mit dem sich der Hersteller weiterhin als einer der Marktführer im Bereich Verpackungstechnologie etablieren will. Der erste von drei Bauabschnitten ist mit dem Bau des Bürogebäudes und dem ersten Teil der Montage-/Fertigungshalle bereits abgeschlossen.
Als besondere Herausforderung für Bauherr, Mitarbeiter und Planer galt, den Abbruch von Bestandsgebäuden und den Neubau im laufenden Betrieb auf dem Gelände durchzuführen. Ein Erhalt der vorhandenen Bausubstanz hatte sich als nicht sinnvoll erwiesen, da sie teilweise noch aus den 1950er- und 60er-Jahren stammte und den heutigen Anforderungen nicht im gewünschten Maß hätte angepasst werden können.
Die Umsetzung des Projektes lag in Händen der Vollack-Gruppe, einem Unternehmen für die methodische Planung, den Bau und die Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude. Für das Objekt Theegarten-Pactec übernahm Vollack die Generalplanung und Projektsteuerung. Gemeinsam erarbeitete man das spezifische Anforderungsprofil, wobei die laufenden Arbeitsprozesse nicht unterbrochen werden durften. Das Werksgelände wurde im Zuge der Maßnahme um 12 000 m² auf insgesamt 50 000 m² vergrößert.

KfW-Förderung/Anlagentechnik
Das Gebäude gliedert sich der Nutzung entsprechend in zwei Abschnitte. Auf der einen Seite handelt es sich um 5500 m² Bürofläche nach KfW-Energieeffizienzstandard, auf der anderen Seite sind es 15 500 m² vollflächig bekrante Montage- und Fertigungshallen. Für die rund 400 Beschäftigten am Standort Dresden ließ der Bauherr zudem ein Betriebsrestaurant mit Terrasse errichten, das sich zum Innenhof öffnet. Zur Finanzierung wurde u. a. das KfW-Programm 242 (Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen) in Anspruch genommen. Gefördert werden alle Inves­titionsmaßnahmen, die wesentliche Ener­gieeinspareffekte erzielen, wie z. B. in den Bereichen Gebäudehülle und Anlagentechnik.
Beheizt wird das Gebäude zu großen Teilen mittels Fernwärme. Zudem steht eine Wärmepumpe mit 357 kW Leistung, die auf dem Dach installiert wurde, in der Übergangszeit für die Beheizung zur Verfügung. Da das System eine Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen versorgt, besteht die Basis für einen effizienten Energieeinsatz. Im Sommer liefert die Wärmepumpe über Deckenkonvektoren und Lüftungsanlage die nötige Kühlleistung für Büros und Produktion.

Leitungstrassen
Für das Heizungs-Installationssystem wählten die Verantwortlichen die Produktreihe „SanhaTherm“ von Sanha. Es besteht aus C-Stahl-Rohren nach DIN EN 10305-3 und C-Stahl-Pressfittings mit einer schwarzen Formteildichtung aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Eingesetzt wurden Dimensionen zwischen 15 und 76 mm. Das System eignet sich insbesondere für geschlossene Leitungskreisläufe wie die Heizungsinstallation.
Für den Bereich Kühlung/Kaltwasser wurden die Dimensionen 15 bis 54 mm des „NiroTherm“-Systems aus Edelstahl 1.4301 mit „SanhaTherm“-Fittings kombiniert. In den Dimensionen oberhalb von 54 mm wurde ebenfalls „SanhaTherm“ genutzt. Die Fittings in den kleinen Durchmessern sowie die Rohre über 54 mm wurden mit einem doppelten Korrosionsschutzanstrich nach AGI (AGI-Q151-EU Korrosionsschutz unter Dämmung) versehen, ehe sie zusammen mit den Rohren gedämmt wurden. Dieses Vorgehen schützt das Material vor Korrosion durch Kondenswasser, sodass eine dauerhaft sichere Verbindung zwischen den Kühlaggregaten auf dem Dach und den Abnahmestellen gegeben ist. Die Kühl- und Kaltwasserleitungen wurden darüber hinaus mit speziellen Rohrschellen ausgestattet, die zu einer vollständigen sauerstoffdichten Dämmung beitragen.

Fristgerechte Montage
Bei der Montage setzte das ausführende Unternehmen Bauhof West GmbH aus Dresden auf die enge Kooperation mit Sanha. Das Essener Unternehmen unterstützte den Handwerksbetrieb über die gesamte Bauzeit hinweg mit technischer Expertise bis hin zur kostenlosen Bereitstellung von Werkzeug. Ergänzt wurde die Zusammenarbeit durch eine umfangreiche Einweisung auf der Baustelle. Mike Oliver Michael, Abteilungsleiter Heizungsinstallation bei Bauhof West, stellt dazu fest: „Diese Art der Zusammenarbeit hat mit dazu beigetragen, dass wir den Auftrag fristgerecht abwickeln konnten.“
Insgesamt installierte Bauhof West rund 3300 m Rohre und zahlreiche Fittings innerhalb des vorgesehenen Zeitraums. „Dies ermöglichte nicht zuletzt „combipress“, das zum einen die Unverpresst-Undicht-Funktion und Gleithaftung miteinander kombiniert. Dadurch lassen sich Rohre und Fittings optimal aufeinander stecken, ohne sofort wieder abzurutschen. Das vereinfachte die Installationsarbeiten insbesondere über Kopf deutlich.“ Gleichzeitig ist die Verbindung solange undicht, bis sie fachgerecht verpresst wird, sodass vergessene Verbindungen bei der Druckprüfung sofort erkannt werden.
Drittes Element von „combipress“ ist die Werkzeugkompatibilität. Sie garantiert, dass Fittings und Rohre bis einschließlich 54 mm mit Pressbacken bzw. -schlingen mit einer Originalkontur von Sanha, Mapress oder Viega verpresst werden können. Bis 108 mm werden die Originalkonturen von Sanha und Mapress genutzt. Verarbeiter können so kosten- und zeitsparend bereits vorhandenes Werkzeug nutzen. Auch wird das Verwechslungsrisiko von Werkzeug auf der Baustelle vermieden, was die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Verbindungen weiter erhöht. „Im Baustellenalltag, wenn es auf schnelles Arbeiten ankommt, hilft „combipress“ ganz besonders“, betont Mike Oliver Michael. „Und je weniger Fehlerquellen vorhanden sind, umso besser ist das Ergebnis.“

Bilder, sofern nicht anders angegeben: Sanha GmbH & Co. KG, Essen

www.sanha.com

 


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