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Kurze Vernetzungszeiten - schon bei Raumtemperatur

Speziell auf die Bedürfnisse der Solarindustrie zugeschnitten ist eine neue Produktreihe aus dem Wackerkonzern. Zu den Neuheiten gehören u. a. ein UV-aktivierbares Spezialsilicon sowie neue hochtransparente, gießfähige Siliconkautschuke zur Herstellung von optischen Formkörpern für hochkonzentrierende PV-Module.

 

Eine mit "Elastosil Solar 2120 UV" vergossene Anschlussdose eines PV-Moduls (ohne Anschlüsse und Bypass-Dioden). Das Silicon zeichnet sich durch kurze Vernetzungszeiten bei Raumtemperatur aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Siliconelastomeren wird die Vulkanisation nicht thermisch, sondern durch UV-Licht aktiviert.

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Die neue Produktfamilie nennt sich "Elastosil Solar" und umfasst mehrere Silicontypen. Alle Typen sind witterungs-, strahlungs- und temperaturbeständig. Laut Angaben des Münchner Unternehmens eignen sie sich besonders gut zum Kleben, Dichten, Laminieren und Vergießen von PV-Modulen und deren elektronischen Bauteilen.

Thermomechanische Spannungen reduziert
Mit Siliconelastomeren aus der neuen Solar-Reihe sollen sich die typischen Aufgabenstellungen in der Modulherstellung effizient und zuverlässig realisieren lassen. Hierzu gehören u.a. das Fixieren von Solarzellen auf den Trägerstrukturen, die Verklebung von Deckgläsern und Rahmenteilen oder die Isolierung und Montage von elektrischen Anschlussdosen. Aufgrund ihres niedrigen E-Moduls reduzieren die "Elastosil Solar"-Silicone thermomechanische Spannungen im Bauteil. Damit vergossene elektrische Komponenten sind so laut Hersteller zuverlässig vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt.

Zu den Produktneuheiten dieser Reihe gehört beispielsweise die Vergussmasse "2120 UV". Es handelt sich dabei um ein UV-aktivierbares Siliconelastomer, das bereits bei Raumtemperatur, also ohne jede weitere Wärmezufuhr, vulkanisiert. Das Besondere dabei: Der Vernetzungsvorgang wird durch UV-Licht aktiviert. Das Vulkanisieren des Siliconvergusses bei Raumtemperatur - bisher ein zeitraubender Vorgang - reduziert sich auf wenige Minuten.

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Wacker bietet die innovative Vernetzungstechnologie, die erstmals in der Produktreihe "Semicosil UV" mit Erfolg eingesetzt wurde, nun auch in einem speziell für die Solarindustrie formulierten Silicon-elastomer an. Gegenüber herkömmlichen thermisch vernetzenden Systemen zeichnet es sich durch sehr kurze Vernetzungszeiten aus, wobei sich die Vernetzungsgeschwindigkeit innerhalb eines breiten Zeit- und Verarbeitungsfensters nach Kundenwunsch einstellen lässt. Schichtstärken von mehreren Zentimetern können ausgehärtet werden. Im Gegensatz zu UV-aushärtenden Polymeren auf der Basis von Epoxiden oder Acrylaten enthält "Elastosil Solar 2120 UV" auch keine Photoinitiatoren. Es hinterlässt deshalb im Material weder Ionen noch radikalische Zerfallsprodukte. Zudem eignet sich die Neuheit insbesondere für den Verguss von Anschlussdosen. Das transluzente Material besitzt eine niedrige Viskosität, ist witterungsbeständig, stabil gegenüber UV-Strahlung und elektrisch isolierend. Die ausgehärtete Masse ergibt Vulkanisate der Härte 40 Shore 00.

Eine Glasscheibe mit aufgegossener Fresnel-Linse aus "Elastosil Solar 3210". Solche Linsen sind Bestandteil sogenannter hochkonzentrierender PV-Module. Sie weisen besonders hohe Wirkungsgrade auf.

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Hochkonzentrierende PV-Systeme
Eine Alternative zur herkömmlichen PV-Technologie im Kraftwerksbau sind so genannte hochkonzentrierende PV-Systeme (high concentrated photovoltaics, HCPV). Solche Module besitzen Speziallinsen, die das Tageslicht auf Hochleistungszellen bündeln und fokussieren. HCPV-Systeme erreichen dadurch deutlich höhere Wirkungsgrade als gewöhnliche Solarmodule.

Für solche Hochleistungsmodule hat Wacker speziell den Zwei-Komponenten-Kautschuk "Elastosil Solar 3210" entwickelt. Er ist gießfähig und bietet eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit (Transmission) und eignet sich deshalb besonders zur Herstellung optischer Linsen und Formkörper, wie z. B. Fresnel-Linsen. "Elastosil Solar 3210" vulkanisiert rasch und schrumpffrei, lässt sich problemlos entformen und besitzt eine hohe Formbeständigkeit. Der Härtegrad liegt im mittleren Bereich bei etwa Shore 45.

Wacker auf der PV SEC
Der Münchner Chemiekonzern wird auf der European Photovoltaic Solar Energy Conference (PV SEC) vom 21. bis 24. September in Hamburg die neue "Elastosil Solar"-Produktfamilie und weitere Silicon-Neuheiten vorstellen. "Wacker hat als einer der größten Hersteller von Polysilicium einen hervorragenden Ruf in der Solarbranche", sagt Dr. Christoph von Plotho, President des Geschäftsbereichs Wacker Silcones. "Das wollen wir auch für unsere Siliconprodukte erreichen.

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Die PV SEC ist für uns eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass wir mit unseren innovativen Silicon-Produk-ten und mit unserem umfassenden Know-how nicht nur ein kompetenter Partner für High-Tech-Branchen wie die Automobil- und Weltraumindustrie, sondern auch für die stark wachsende PV-Industrie sind."

Bilder: Wacker Chemie AG

Kontakt:
Wacker Chemie AG, D-81737 München
Tel. +49 89 62790, Fax +49 89 62791770
info@wacker.com, www.wacker.com

 


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