Initiative für mehr Sicherheit bei Dacharbeiten gestartet
Berlin. Mit dem anhaltenden Ausbau von Solaranlagen nimmt auch die Zahl der Arbeiten auf Dächern zu. Gleichzeitig bleiben Absturzunfälle eine der häufigsten Ursachen schwerer und tödlicher Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft.
Für die ersten zehn Monate 2025 meldete die BG BAU vorläufig 6178 Absturzunfälle, davon 26 mit tödlichem Ausgang. Ein großer Teil der schweren Unfälle ereignete sich durch Durchstürze nicht durchtrittsicherer Dachbereiche. Drei der gemeldeten tödlichen Absturzunfälle standen im Zusammenhang mit Arbeiten an Photovoltaikanlagen. Vor diesem Hintergrund haben der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die BG BAU die Initiative „Sicher auf dem Dach“ gestartet. Ziel ist es, Betriebe und Beschäftigte für Gefährdungen bei Dacharbeiten zu sensibilisieren und über geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren. Die Initiative setzt auf kurze Beiträge und Videos in sozialen Medien sowie auf neue Sicherheitsmaterialien und Arbeitshilfen. Diese zeigen typische Gefahrensituationen auf Dächern und erläutern sichere Arbeitsweisen. Neben Hinweisen zu Schutzsystemen sollen die Materialien die praktische Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen im Betriebsalltag unterstützen.