Grünbeck: Reinstwasser für die Elektrolyse
Höchstädt/Donau. Wasserstoff ist einer der Energieträger für die Energiewende. Hergestellt wird dieser mit dem Verfahren der Elektrolyse, wobei schon der Ausgangsstoff Wasser zu „Reinstwasser“ aufbereitet sein muss. Die dafür erforderliche Anlagentechnik ist ein neues Marktsegment, in den Grünbeck sein langjähriges Knowhow einbringt, wie der Hersteller Ende Juni dieses Jahres mitteilte. Die Wasseraufbereitungsanlagen für das optimale Betreiben von Elektrolyseuren werden individuell nach Kundenwunsch gefertigt. Je nach Elektrolyseprozess seien die Anforderungen unterschiedlich. Es kämen Aufbereitungsanlagen zur Frischwassernachspeisung oder zur Kreislaufaufbereitung zum Einsatz, oft auch beide in Kombination. Grünbeck passt alle Komponenten an und liefert die Anlage komplett vormontiert und werkstattgeprüft auf einem Systemträgergestell aus.
Als erste Entsalzungsstufe fungiert laut Hersteller die Umkehrosmoseanlage GENO-OSMO-X. Dem von ihr erzeugten Permeat entzieht anschließend die Elektrodeionisationsanlage GENO-EDI-X nahezu alle verbliebenen Anionen und Kationen. Das dabei eingesetzte Ionenaustauscherharz wird per Elektrodialyseverfahren kontinuierlich regeneriert. Der Einsatz von Chemikalien zur Regeneration sei unnötig, eine Wartung zum Austausch von Harzen mit Stillstandzeiten der Anlage entfalle.
Die ersten Anlagen seien bereits in 1- bis 10-MW-Elektrolyseuren im Einsatz, weitere seien im Bau. Aufträge für Anlagen mit noch höherer Leistung größer 100 MW zeichneten sich ab.