Fast 11 % mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erteilt
Wiesbaden. Mehr Baugenehmigungen nach drei Rückgängen in Folge: So steigt die Zahl genehmigter Wohnungen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 23 200 auf 238 500. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 10,8 % mehr. Bundesbauministerin Verena Hubertz erklärt gegenüber der IKZ: „Wir stärken die Branche konsequent und sorgen so dafür, dass sich der positive Trend auch im Jahr 2026 weiter fortsetzt.“
Die Anstiege der Baugenehmigungen sind vor allem bei Ein- und Mehrfamilienhäusern zu verzeichnen. Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an. 2024 war die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität.
In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Neubauwohnungen enthalten als auch die Baugenehmigungen für Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen. Für Zweifamilienhäuser bleiben dagegen die Anträge auf einem niedrigen Niveau. Bei den Nichtwohngebäuden verzeichnete das Statistische Bundesamt ebenfalls einen Rückgang: 5,2 % weniger umbauter Raum als im Vorjahr.
Bundesbauministerin Verena Hubertz: Trend solle sich 2026 fortsetzen
Wie Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, gegenüber der IKZ erklärt: „Fast elf Prozent mehr Baugenehmigungen 2025 zeigen, dass die Trendwende im Wohnungsbau begonnen hat. Insbesondere die starken Zahlen des zweiten Halbjahres (+17,8 %) unterstreichen, dass sich im Wohnungsbau vieles in die richtige Richtung bewegt.“ Die Stimmung in der Branche habe sich verbessert und auch die Investitionen stiegen.
Wie Hubertz weiter mitteilt: „Wir stärken die Branche konsequent. Sei es durch den Abbau von Bürokratie, z. B. durch den Bau-Turbo, sowie durch konsequente Förderprogramme, wie der neuen Förderung des EH55-Standards zum Abbau des Bauüberhangs. So sorgen wir dafür, dass sich der positive Trend auch im Jahr 2026 weiter fortsetzt.“
Wohnungsbauvorhaben überwiegend von Privatpersonen und Gewerbe
„Rund 95 % der insgesamt 198 100 erteilten Genehmigungen für Neubauwohnungen im Jahr 2025 entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen“, teilt das Statistische Bundesamt mit. Entsprechend prägten diese beiden Bauherrengruppen die Gesamtentwicklung. Unternehmen traten bei 108 800 Baugenehmigungen für Neubauwohnungen als Bauherren auf, das waren 14,6 % oder 13 900 mehr als im Vorjahr. Auf Privatpersonen entfielen im gleichen Zeitraum 79 200 Baugenehmigungen, das war ein Plus von 14,9 % oder 10 200 Wohnungen. „Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Neubau, die auf Bauanträge der öffentlichen Hand zurückgehen, sank dagegen um 23,2 % oder 2 100 auf 6 900.“
Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen erlaubt eine frühzeitige Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität. Aufschluss über die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit im Jahr 2025 gibt die Zahl der gemeldeten Baufertigstellungen. Darin enthalten ist auch der Bauüberhang, also genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Bauvorhaben. Diese Zahlen möchte das Statistische Bundesamt voraussichtlich am 22. Mai 2026 veröffentlichen.