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Energiewende – Ziele der neuen Bundesregierung

Die Pläne neue Bundesregierung beinhalten eine Kombination aus Gesetzesänderungen und Neuerungen. Bild: Intelligent heizen – Thilo Ross

 

Berlin. Bis 2030 sollen 50 Prozent der Wärme klimaneutral erzeugt werden. Um den Anteil an Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen, plant die neue Bundesregierung eine Kombination aus Gesetzesänderungen und Neuerungen. Darauf wies das Serviceportal „Intelligent-heizen.info“ Anfang Januar dieses Jahres hin und fasste zusammen, was das für die Heizungsmodernisierung bedeutet, und welche Maßnahmen laut Koalitionsvertrag auf den Weg gebracht werden sollen. Hier der Überblick über geplante Maßnahmen für den Gebäudebereich und die Heizung:

Geplante neue Vorschriften beim GEG

  • Ab 2024 sollen beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) strengere Vorschriften bei der Modernisierung gelten: Komponenten, die im Zuge einer Sanierung ausgetauscht bzw. neu eingesetzt werden, müssen dann dem Niveau eines Effizienzhauses 70 entsprechen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass es 30 % weniger Primärenergie verbraucht als ein vergleichbares Gebäude, das den Ansprüchen der GEG entspricht.
  • Ab 2025 dürfen nur noch neue Heizungen eingebaut werden, die zu 65 % auf Erneuerbaren Energien basieren.
  • Ab 2025 wird das Effizienzhaus 40 im GEG als Neubau-Standard verankert. Das Besondere: Neben einem umfassenden Wärmeschutz müssen beim Effizienzhaus 40 regenerative Energien zum Einsatz kommen, beispielweise in Form einer Pelletheizung, einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe.

Anpassungen bei der Förderung

  • Es soll ein neues Förderprogramm für den Wohnungsneubau eingeführt werden, bei dem die Treibhausgas-Emissionen pro Quadratmeter als Bewertungsmaßstab herangezogen werden.
  • Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind bislang nicht aufgeführt. Allerdings ist spätestens ab 2024 im Zuge der strengeren Vorschriften beim GEG mit Anpassungen zu rechnen. Im Raum steht ein Förderstopp für Erneuerbare Energien, sobald der Kohleausstieg vollendet wurde.

CO2-Preis und Kostenverteilung

  • Ab 2023 soll die Umlage zur EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms vom Bund finanziert werden. Das entlastet Stromkunden, die bislang die höheren Kosten durch die CO2-Bepreisung selbst tragen mussten.
  • Vermieterinnen und Vermieter sollen ab Mitte 2022 den höheren CO2-Preis beim Heizen mittragen: Ein Stufenmodell nach Gebäudeenergieklassen soll eine solche Kostenaufteilung ermöglichen.

 Ausbau Solarenergie

  • Ab 2022 soll die Solarnutzung bei gewerblichen Neubauten bundesweit zur Pflicht werden.
  • Bei privaten Neubauten gibt es unterschiedliche Regelungen. Einige Bundesländer wie Berlin haben ein Solargesetz erlassen, das ab 2023 für private Neubauten und Bestandsgebäude im Falle von wesentlichen Umbauten des Daches eine Solarpflicht vorsieht.

Kostenlose Sanierungsfahrpläne und ein digitaler Energieausweis

  • Sanierungsfahrpläne, die auf einer Energieberatung basieren, sollen für Wohnungseigentumsgemeinschaften und beim Kauf eines Gebäudes kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Der Energieausweis soll vereinheitlicht und digitalisiert werden.

 


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