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DIN V 18599: konstruktive Zusammenarbeit angekündigt

Wismar. Die Aussetzung der Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Wohngebäude, die nach dem Verfahren der DIN V 18599 berechnet wurden, hat seit der Bekanntmachung im Oktober 2010 für viel Unruhe im Markt gesorgt*. Die KfW begründete die Maßnahme damit, dass ungewöhnlich hohe Abweichungen bei den Berechnungsergebnissen festgestellt wurden.

 

Auf Wunsch der 18599 Gütegemeinschaft e.V. kam es am 23. November 2010 in Berlin zu einem Expertengespräch mit Vertretern aus BMVBS, BBR, Normenarbeit, KfW und Mitgliedern der Gütegemeinschaft. Wesentliches Ziel war, die Ursachen zu eruieren und möglichst kurzfristig Schritte für eine Lösung festzulegen. Im Expertengespräch, so heißt es in einer Pressemitteilung, konnten die Softwareunternehmen belegen, dass die wesentlichen Ursachen der Abweichungen nicht in einer unzureichenden Qualität der Softwareprodukte begründet liegen, sondern vielmehr in den Freiheitsgraden der Formulierungen der Randbedingungen von EnEV und DIN V 18599. Diese hohen Freiheitsgrade bestimmen eine große Bandbreite zulässiger Interpretationen, die in logischer Konsequenz zu Abweichungen in den Rechenergebnissen führen können. Wie es weiter heißt, verständigte man sich, die Randbedingungen gemeinsam zu definieren und für die KfW-Förderung verbindlich vorzugeben. Der öffentlich-rechtliche Nachweis sei von dieser Regelung vorerst nicht betroffen.

Tipp für die Praxis: Die Förderprogramme „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“ (Programm Nr. 151 und 153) können weiterhin auf Basis von Rechennachweisen nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 in Anspruch genommen werden.

www.18599siegel.de


*) Siehe IKZ-Online-News „KfW-Programme Energieeffizient Bauen und Energieeffizient Sanieren - Nachweise auf Basis der DIN V 18599 werden nicht mehr akzeptiert“ vom 26. Oktober.

 


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