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CARAVAN SALON, Düsseldorf Mit dem Reisemobil auf Öko-Trip

Die Erzeugung von Strom mit Flüssiggas ist eine interessante Entwicklung:

 

Eine intakte Umwelt ist die natürliche Grundlage für den Caravan- und Reisemobilurlaub. „Green Caravaning“ heißt der Trend, dem die Messe heuer eine Sonderschau widmete. Im Mittelpunkt stand ein modernisiertes Reisemobil. Das zehn Jahre alte Fahrzeug erhielt modernstes Zubehör, das dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Neben einem Dieselpartikelfilter besitzt es eine Fondheizung mit Oxid-Katalysator, eine Methanol-Brennstoffzelle zum Laden der Aufbaubatterie sowie eine neue Flüssiggas-Brennstoff­zelle für die Endgeräte. Dazu passend: Kühlschrank und Kocher mit extrem niedrigem Energieverbrauch.

Die Truma Gerätetechnik GmbH hatte bereits im vergangenen Jahr die lange angekündigte Brennstoffzelle vorgestellt, die in diesem Jahr in einer Kleinstmenge in die manuelle Serienfertigung geht. Ab dem nächsten Frühjahr, so Pressesprecherin Monika Prandl, werden größere Stück­zahlen verfügbar sein.

Trotz des in diesem Jahr groß aufgezogenen grünen Themas wäre die Leitmesse nicht die Leitmesse, würde sie sich nicht auch Superlativen widmen. Zwar standen schon Wohnwagen für zwei Personen ab 5000 Euro Listenpreis in den Hallen. Doch als krisenfest gelten seit jeher die Spielzeuge der Superreichen: Luxusliner, die nach Kundenwunsch zum Beispiel mit Marmorbad oder integrierter Garage für einen Roadster ausgebaut werden. Solche Mobile haben mitunter das Format eines Reisebusses und sind für Preise im hohen sechs- oder siebenstelligen Bereich zu haben. Mit ökologischem Bewusstsein haben diese Caravans dann nur noch am Rande zu tun. In der Sonderschau „Green Caravaning“ waren sie jedenfalls nicht zu sehen.

Grüne Plakette für Wohnmobile
Eine Studie des Öko-Instituts in Freiburg bestätigt Caravaning als eine besonders umweltfreundliche Reiseform. Eine Tour mit dem Reisemobil verursacht demnach rund ein Drittel weniger Treibhausgase als alle anderen Reiseformen. Als umwelttauglich im Sinne strengerer Abgasnormen konnten Alt-Fahrzeuge schon im vergangenen Jahr etikettiert werden: 2009 präsentierte die Messe erstmalig Rußpartikelfilter als Nachrüstoption.

Seitdem wurden schon viele ältere Modelle mit der Reinigungstechnik aufgewertet und dürfen nun mit grüner Plakette in die von zahlreichen deutschen Städten mittlerweile eingerichteten Umweltzonen.


Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen und Caravans

Die Errichtung von Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen unterliegt in Deutschland spätestens seit Mai 2005 den Anforderungen aus der mittlerweile in ganz Europa angewendete Norm EN 1949. Die Entsprechung wird durch den Hersteller garantiert. In Deutschland bestätigt eine Erstprüfung zusätzlich die Einhaltung der nationalen und internationalen Vorschriften. Änderung und Reparaturen müssen beiden Vorschriften genügen.

Betrieb, Instandhaltung und Prüfung dieser Anlagen wird über das DVGW-Arbeitsblatt G 607 geregelt. Dieses Arbeitsblatt ist Bestandteil des technischen Regelwerks des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW), welches die Grundlage der sicheren Verwendung von Gas bildet.

Die dauerhafte Sicherheit wird über eine wiederkehrende Prüfung im Abstand von zwei Jahren aufrechterhalten. Hierbei werden alle Merkmale und Bestandteile der Flüssiggasanlage überprüft. Das heißt, eine Sicht- bzw. Funktionskontrolle von Leitungsinstallation, Druckregler und den angeschlossenen Flüssiggasgeräten wird durch eine Dichtheitsprüfung und die Dokumentation der Anlage abgerundet.

Prüfungen werden von G 607-Sachkundigen durchgeführt. Diese Sachkundigen bieten aufgrund ihrer Aus-bildung, Kenntnisse und praktischen Erfahrungen die Sicherheit dafür, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Der DVFG ist für Ausbildung und Anerkennung dieser Sachkundigen verantwortlich.

Ausschließlich anerkannte Sachkundige können vom DVFG herausgegebene Original-Prüfbescheinigungen und Original-Plaketten beziehen. Nur diese Erkennungsmerkmale vermögen eine von einem anerkannten Sachkundigen durchgeführte Prüfung von möglicher-weise minderwertigen Kopien zu unterscheiden.

www.dvfg.de

 


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