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Berliner Stromausfall: Weniger Schäden an Wärmepumpen als erwartet

Nach dem tagelangen Stromausfall in Berlin Anfang Januar dieses Jahres sind die Innung SHK Berlin und das Fraunhofer ISE der Frage nachgegangen, welche Schäden an Wärmepumpen aufgetreten waren. Bild: Jänichen

 

Berlin. Welche Folgen hatte der Berliner Stromausfall Anfang Januar für installierte Wärmepumpen? Dieser Frage sind die Innung SHK Berlin und das Fraunhofer ISE in einer Umfrage unter Innungsbetrieben nachgegangen. Die Auswertung zeigt ein klares Bild: Durch das frühzeitige und koordinierte Vorgehen von Fachbetrieben und Herstellern konnten Schäden weitgehend verhindert werden.
Durch präventive Maßnahmen konnten bei dem tagelangen Stromausfall mögliche Schäden an Wärmepumpen vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung. Fachbetriebe und Service-Teams der Industrie hätten während des Ausfalls mit ihren Kunden in engem telefonischem Austausch gestanden oder gezielte Vor-Ort-Services durchgeführt. Besonders wirksam seien präventive Maßnahmen wie das Ablassen von Wasser oder das Einrichten hydraulischer Brücken gewesen. „Diese frühzeitigen händischen Eingriffe erwiesen sich als entscheidend, um die Funktionsfähigkeit der Systeme zu sichern“, erklärt Innungsgeschäftsführer Andreas Koch-Martin. Insgesamt gab die Mehrzahl der befragten Betriebe an, dass sie während des Stromausfalls nicht aufgrund von Frostschäden bei Wärmepumpen kontaktiert wurden.

Schäden bei nur 10 % der Anlagen festgestellt

Lediglich rund 10 % der Anlagen wiesen Schäden auf, vor allem an Rohrleitungen im Außenbereich oder am Lüftertopf. Wärmetauscher blieben dem Bekunden nach unversehrt, Totalschäden traten bei den befragten Handwerksbetrieben nicht auf. Auch sicherheitskritische Vorfälle im Zusammenhang mit Kältemitteln wurden nicht gemeldet. „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Schäden an Wärmepumpen geringer sind als zunächst befürchtet“, äußert sich Annette Uhl, Projektleiterin am Fraunhofer ISE.

Wartung senkt Risiken – Leitfaden in Arbeit

Die Ergebnisse unterstreichen zudem die Bedeutung regelmäßiger Wartung. Gut gepflegte Anlagen zeigten ein geringeres Schadensrisiko. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erarbeiten die Innung SHK Berlin und das Fraunhofer ISE nun einen praxisorientierten Leitfaden. Dieser soll Fachbetriebe und Betreiber dabei unterstützen, bei zukünftigen Stromausfällen noch gezielter und effizienter reagieren zu können. 
Vom 3. bis 7. Januar 2026 war rund 100 Stunden die Stromversorgung für 45000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Krankenhäuser, Schulen, Pflegeheime im Berliner Südwesten unterbrochen. Ein Brandanschlag hatte den Stromausverfall verursacht. 
Die Innung SHK Berlin und das Fraunhofer ISE arbeiten derzeit im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Forschungsprojekts WESPE gemeinsam mit weiteren Akteuren am effizienten Einbau von Wärmepumpen.

Zum Projekt: https://www.zvshk.de/shk-wespe

 


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