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Bayern – Corona bringt wirtschaftliche Delle – Kompensation möglich

 

Der Fachverband Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Bayern führte im Mai dieses Jahres unter seinen SHK-/OL-Innungsbetrieben eine repräsentative Umfrage zur wirtschaftlichen Lage vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie durch. Das Ergebnis zusammengefasst: Es hat eine kräftige Delle in den Konjunkturverlauf gegeben, die sich aber im weiteren Jahresverlauf kompensieren lassen könnte.

Die Auftragsbestände in den vier vom Fachverband SHK Bayern vertretenen Gewerken gingen im Schnitt um zwei bis dreieinhalb Wochen zurück. Gleichwohl ist der Auftragsvorlauf in den meisten Gewerken noch auskömmlich.

Insgesamt gaben 42 % der Befragten an, dass ihr Betrieb von der Coronakrise betroffen sei. Der durchschnittliche Umsatzrückgang wurde mit einem knappen Drittel angegeben. Hauptgründe hierfür waren die nachlassende Kundennachfrage (82 %), Auftragsstornierungen (49 %), Material- sowie Personalengpässe (33 % bzw. 28 %). Ein Viertel der Betriebe nahm Kurzarbeit, ein Siebtel der bayerischen Innungsbetriebe die kombinierten Liquiditätshilfen des Landes Bayern und des Bundes in Anspruch.

Für die bevorstehenden Monate gehen 56 % der Befragten davon aus, dass sich der Betrieb ohne Folgen von der Coronakrise erholen wird. 41 % sehen einen erhöhten Kapitalbedarf auf den Betrieb zukommen. Lediglich 17 % werden gegebenenfalls ihr Personal reduzieren. Betriebsstilllegungen bleiben mit weniger als 3 % der Nennungen die absolute Ausnahme. Trotz deutlicher Eintrübungstendenzen gaben 87 % der Befragten an, dass die Ertragslage gegenwärtig zufriedenstellend oder sogar gut ist. Für die kommenden sechs Monate erwarten 70 % der bayerischen SHK-Betriebe gleiche bzw. sogar bessere Geschäftsaussichten.

 


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