Barrieren aufzeigen und überwinden
Plakatwettbewerb Altersgerechtes Wohnen verbindet Handwerk und Kunst
Der ZVSHK hat die besten Entwürfe des internationalen Wettstreits zum Thema „Altersgerechtes Wohnen/Aged friendly living“ präsentiert. Als Schirmherrin gab Bundesministerin Barbara Hendricks in Berlin am 27. April 2017 die drei bestplatzierten Kunstwerke bekannt. Darüber hinaus wurden fünf Plakate als Sonderpreis hervorgehoben. Die Idee hinter den Plakatbotschaften: Handwerk und Kunst greifen gemeinsam dieses wichtige gesellschaftspolitische Thema auf und zeigen Lösungen durch Fachkompetenz. In Zukunft soll eine Wanderausstellung mit den 100 besten Plakaten dieses immer dringlicher werdende baupolitische Thema stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen.
„In etwa 15 Jahren wird ein Viertel des gesamten Wohnungsbestandes von Menschen über 70 Jahren bewohnt sein, die sich zumeist ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung bis ins hohe Alter wünschen.“ Bundesbauministerin Barbara Hendricks fand klare Worte in ihrer Rede während der Eröffnung der Plakatausstellung am 27. April 2017 in Berlin, auf der aus insgesamt 2701 Einsendungen aus 26 Ländern die Besten ausgestellt wurden. Jedes dieser Plakate greift in unterschiedlicher Weise das auf, was im Beratungsgespräch eines Sanitärbetriebes tagtäglich Thema ist. Dabei zeigt sich, dass viele Kunden bei Neubau und Modernisierung das Thema altersgerechtes Wohnen nicht wichtig genug nehmen.
Deshalb hat der ZVSHK den Wettbewerb im letzten Jahr initiiert, um möglichst plakativ Botschaften zu Eigenheimbesitzern und weiteren wichtigen Entscheidern im Baubereich zu bringen. ZVSHK-Präsident Friedrich Budde in seinen einleitenden Worten: „Wir haben versucht, Handwerk und Kunst bei einem wichtigen gesellschaftspolitischen Thema zu einem öffentlichkeitswirksamen Instrument zu verbinden.“
Auf der einen Seite also das Fachhandwerk, das die Kernkompetenz hat für das generationengerechte Bad, und Beratung, Planung, Installation und Wartung aus einer Hand sicherstellt. Auf der anderen Seite sind es Kunststudenten aus 26 Ländern, die das Plakat als Medium begreifen, um dem Betrachter Denkanstöße zu geben.
Preisträger kommen aus China
Der 1. Preis ging an die Chinesin Li Yang. Sie ist 24 Jahre alt und studiert an der Nanjing University of Arts. Sie entfernt in ihrem Plakatentwurf mit einem Radiergummi symbolisch eine Treppe und schafft durch die Bereitschaft zur Veränderung eine stufenlose Begehbarkeit. Auch der 2. und der 3. Platz ging an Kunststudenten aus China. Ein Umstand, der nach den Worten von Schirmherrin Dr. Barbara Hendricks unterstreicht, „dass der demografische Wandel gerade auch im bevölkerungsreichsten Land der Erde ein zentrales Thema ist“.
Weitere Informationen zum Plakatwettbewerb und ein Film über die Prämierungen unter www.age-friendly-living.de.
Inhalt im Überblick
Mithilfe des Plakatwettbewerbs „Altersgerechtes Wohnen“ will der ZVSHK durch bildliche Botschaften zur Aufklärung von Hausbesitzern beitragen, bauliche Prävention anregen und Investitionen in altersgerechte Bäder fördern.