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Absatz moderner Heiztechnik auf 15-Jahres-Tief

Studie benennt Fortschritte und Defizite: Wärmepumpen treiben Klimaschutz, Markt insgesamt schwächelt

CO₂-Einsparung durch Heizungsmodernisierung in Deutschland. Bild: BDH

 

Köln/Berlin. Die Modernisierung alter Heizungsanlagen hat im vergangenen Jahr rund 2 Mio. t CO₂-Äquivalente eingespart. Das zeigt eine Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Frontier Economics im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Trotz dieses Fortschritts bleibt der Wärmesektor bei der Emissionsminderung deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. „Die Modernisierung von veralteten Heizungen befindet sich auf einem zu niedrigen Niveau“, betont BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. Zwar stiegen die CO₂-Einsparungen gegenüber dem Vorjahr von 1,5 auf 2 Mio. t jährlich, gleichzeitig befände sich der Absatz moderner Heiztechnik auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. „Ohne einen spürbaren Modernisierungsschub wird es zunehmend schwieriger, die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen“, so Staudt weiter.

Wärmepumpen mit größtem Beitrag – Gesamtmarkt im Minus

Wärmepumpen leisteten im vergangenen Jahr den größten Beitrag zur CO₂-Reduktion im Wärmsektor. Diese gehen nach Vorgaben des Klimaschutzgesetzes mit einem Emissionsfaktor von Null in die Berechnung ein. Trotz der positiven Entwicklung bei Wärmepumpen setzte sich der Absatzrückgang im Gesamtmarkt weiter fort: Mit nur noch 627 000 verkauften Wärmeerzeugern fiel der Markt 2025 um weitere 12 % gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr. Dabei ist das Potenzial enorm: Etwa 10 Mio. Heizungen entsprechen nicht dem Stand der Technik und allein rund 4 Mio. Heizungen sind älter als 30 Jahre. 

GMG-Novelle: Bundesregierung muss Zeitplan unbedingt einhalten

Vor diesem Hintergrund appelliert der BDH an die Bundesregierung, den selbstgesteckten Zeitplan für die Novellierung des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) unbedingt einzuhalten. Das Gesetz soll zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. Sollte bis dahin kein neues Gesetz beschlossen sein, würde die derzeitige Gesetzeslage greifen. Mit der Vorlage der kommunalen Wärmeplanung in Kommunen mit mehr als 100000 Einwohnern träte dann automatisch die 65-%-Erneuerbare-Energien-Vorgabe in Kraft.

Darüber hinaus sieht der BDH die langfristige Stabilität der Förderinstrumente als zentralen Hebel für mehr Wachstum. Die bis 2029 zugesagte Finanzierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sei ein wichtiges Signal. In diesem Zusammenhang begrüßt der Spitzenverband der Heizungsindustrie, dass das Klimaschutzprogramm ein erneutes Bekenntnis zur Fortführung der BEG sowie der steuerlichen Förderung enthält.

www.bdh-industrie.de

Download der Studie „EINSPARUNGEN AN THG-EMISSIONEN DURCH AUSTAUSCH VON HEIZUNGSSYSTEMEN IM JAHR 2025“ unter: https://sl1nk.com/qZO6C

 


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