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40 % mehr im ersten Halbjahr: Wärmepumpen-Absatz zieht deutlich an

Absatz von Heizungs-Wärmepumpen im ersten Halbjahr im Zeitverlauf 2019 bis 2026 laut BWT/BDH-Absatzstatistik. Bild: BWP

BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel. Bild: BWP

 

Berlin. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zieht eine positive Bilanz zum ersten Halbjahr: Laut Absatzstatistik wurden in Deutschland in den ersten 6 Monaten 40 % mehr Wärmepumpen von den Herstellern an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. „Die gute Entwicklung ist vor allem auf das steigende Bewusstsein der Verbraucher für die Risiken der Wärmeversorgung mit fossilen Energien und gleichzeitig auch auf den großen Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurückzuführen“, bilanziert BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel. 

Gebäudemodernisierungsgesetz: Kostenrisiken bei fossilen Energien bleiben bestehen

Obwohl das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) den Einbau von Gas- und Ölheizungen wieder zulässt, geht Sabel davon aus, dass sich der Trend zur Wärmepumpe fortsetzt. Denn durch die Verpflichtung, in wachsendem Maße „grüne“ Gase oder Öle einzukaufen, seien mit dem Einbau entsprechender Heizungen erhebliche Kostenrisiken verbunden. Dies hätten zuletzt auch Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg belegt. Die Institute warnen vor übereilten Investitionen in die vermeintlich günstigen fossilen Optionen.

Aufklärung über neue Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung 

Daher komme es jetzt vor allem auf Aufklärung an, so Sabel: „Unsere Mitglieder im Handwerk und in der Beratung sind im regen Austausch mit der Kundschaft, die jetzt verständlicherweise wissen will, welche Lösung für sie die beste ist. Dabei zeigt sich immer wieder, dass wichtige Informationen noch nicht bei denjenigen angekommen sind, die sie am dringendsten benötigen, beispielsweise zu den finanziellen Auswirkungen der Biotreppe oder zur Förderung.“

BWP hält Forderung nach Strompreisentlastung aufrecht 

Derzeit sorge insbesondere die weltpolitische Lage dafür, dass sich Kunden von fossilen Energieträgern und Abhängigkeiten abwenden. Damit dies auch mittelfristig so bleibe und die Branche Planungssicherheit über die künftige Marktentwicklung erhalte, plädiert der BWP dafür, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises umzusetzen. Dies betreffe vor allem die Senkung der Stromsteuer. 
„Der BWP hält Entlastungen beim Strompreis und eine ambitionierte CO₂-Bepreisung auch deshalb für geboten, weil das im Ordnungsrecht gesunkene Ambitionsniveau kompensiert werden muss. Denn Europarecht und Grundgesetz verpflichten auch langfristig zu einem ambitionierten Ausbau erneuerbarer Wärme“, mahnt Sabel. 

Laut Verband beschäftigt die deutsche Wärmepumpen-Branche rund 100 000 Personen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 3,5 Mrd. Euro. Derzeit würden in Deutschland knapp 2 Mio. Wärmepumpen genutzt. Die hier verbauten Anlagen sollen zu rund 95 % von BWP-Mitgliedsunternehmen hergestellt werden.

 


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