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14 Mio. Haushalte nutzen Energiewendetechnologien - Dynamik bei Elektroautos und Photovoltaikanlagen

Verbreitung von Energiewendetechnologien in Deutschland. Bild: KfW-Energiewendebarometer

 

Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland sind wieder stärker bereit, sich persönlich mit Investitionen für den Klimaschutz einzusetzen. Der Anteil der Haushalte, die Handlungsbereitschaft bekunden, ist deutlich gestiegen: von 59 % im Vorjahr auf nun 66 %. Das ist ein Ergebnis des KfW-Energiewendebarometers, für das zwischen Dezember 2025 und April 2026 mehr als 4300 Haushalte in Deutschland befragt wurden. 84 % der Haushalte gaben an, dass sie Klimaschutz für wichtig oder sehr wichtig halten - ein Jahr zuvor waren es ähnlich hohe 83 %.

"In den vergangenen Jahren wirkten viele Menschen in Deutschland 'klimamüde'. Das Thema Klimaschutz stand weniger stark im Fokus. Trotz andauernder Konjunkturdelle in Deutschland scheinen die Menschen nun wieder umzudenken; sie wollen wieder in die Energiewende investieren. Das ist eine gute Nachricht. Der außergewöhnliche Hitzesommer 2026 hat die Notwendigkeit des Klimaschutzes nochmal klar verdeutlicht", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Der Hochlauf hat Fahrt aufgenommen

Der Anteil der Haushalte, die mindestens eine Energiewendetechnologie nutzen, ist demnach auf 34 % beziehungsweise rund 14 Mio. Haushalte gestiegen. Das sind etwa 1,1 Mio. Haushalte mehr als im Vorjahr. 2025 war der Anstieg zum Vorjahr mit rund 800000 Haushalten noch geringer ausgefallen - der Hochlauf hat also Fahrt aufgenommen. Binnen Jahresfrist planen zudem 5 % der Haushalte die erstmalige Anschaffung einer Energiewendetechnologie wie etwa Wärmepumpen, auf dem Dach montierte Photovoltaikanlagen (PV), Solarthermieanlagen, Batteriespeicher, Holzpelletheizungen und Elektroautos.

Besonders dynamisch entwickelt sich laut Umfrage die Nachfrage nach Elektroautos und Aufdach-PV-Anlagen. Der Anteil der Haushalte mit reinem Elektroauto oder Plug-in-Hybrid ist binnen eines Jahres von 7 auf 10 % gestiegen. 18 % der Haushalte nutzen zudem eine Aufdach-PV-Anlage, vor einem Jahr waren es nur 16 %. Mehr als jede zweite dieser PV-Anlagen, 55 %, wird zusammen mit einem Batteriespeicher betrieben. Vor drei Jahren war es nicht einmal jede dritte (31 %). Schaut man allein auf die Gruppe der Eigentümer, so besitzen bereits 34 % von ihnen eine Aufdach-PV-Anlage und 17 % ein Elektroauto.

Gefälle zwischen Eigentümern und Mietern 

59 % der Haushalte im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus nutzen mindestens eine Energiewendetechnologie, das sind fast viermal so viele wie Haushalte in Mietwohnungen (15 %). Zudem sind Haushalte mit höherem Einkommen deutlich häufiger "Energiewender" als ärmere Haushalte. Angesichts der zunehmenden Verteuerung fossiler Energieträger bedeutet diese Spreizung, dass gerade die vulnerablen Gruppen künftig mit steigendem Kostendruck zu rechnen haben. Fast zwei Drittel der Haushalte in Deutschland (63 %) heizen derzeit weiter mit Gas oder Öl, Wärmepumpen nutzen 9 % der Haushalte.

"Haushalten im unteren Einkommenssegment fehlen oft die Mittel für Investitionen in klimaschonende Technologien. Durch die steigende CO2-Bepreisung werden genau diese Haushalte in den kommenden Jahren überproportional belastet. Um die Energiewende in die Breite zu tragen, ist es wichtig, auch einkommensschwächere Haushalte durch gezielte Fördermaßnahmen für Energiewendetechnologien zu gewinnen", resümiert Schumacher.

Zum aktuellen KfW-Energiewendebarometer geht es hier: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/KfW-Research/KfW-Energiewendebarometer.html

 


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