Erste wandhängende Brennstoffzellen-Heizung in Betrieb genommen
Stuttgart/Remscheid. Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die Vaillant Group haben Ende Januar in Karlsdorf bei Bruchsal die erste wandhängende Brennstoffzellen-Heizung in Betrieb genommen. Bereits seit 2009 testet das Unternehmen Vaillant mehrere Prototypen des Heizgerätes im Labor. Dabei sollen im letzten Jahr mehr als 12.000 Stunden im Dauerbetrieb erreicht worden sein. Im Rahmen von „Callux“, dem von der Bundesregierung geförderten und deutschlandweit größten Praxistest für diese Heizsysteme, prüft das Unternehmen im ersten Schritt 24 Brennstoffzellen-Heizungen unter Realbedingungen. Bis 2013 sollen rund 120 Geräte getestet werden.
Für die EnBW gehört die Brennstoffzellen-Technologie bereits seit Jahren zu den vorrangigen Themen bei Forschung und Produktentwicklung. Mit über 80 Installationen allein im Bereich der Hausenergieversorgung in den vergangenen zehn Jahren will das Energieversorgungsunternehmen den Prozess zur Erreichung der Marktreife maßgeblich mit vorantreiben. Ralf Klöpfer, Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Vertrieb GmbH: „Der stationäre Einsatz von Brennstoffzellen ist aus unserer Sicht ein hervorragendes Beispiel dafür, wie dezentrale Energielösungen in Zukunft funktionieren können.“
Die vor Ort eingesetzte Anlage gewinnt Wasserstoff durch Reformation von Erdgas. Durch die anschließende Reaktion mit Sauerstoff liefert das Gerät 1 kW Strom und 2 kW Wärme. Damit ist es speziell für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert. „Die Brennstoffzellen-Technologie verfügt über enormes Potenzial und kann einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft leisten“, so Dr. Carsten Stelzer, Geschäftsführer Technik der Vaillant Group.
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