Aus dem Baustellenalltag

Uns erreichen regelmäßig Bilder aus dem Baustellenalltag. Meist handelt es sich um Installationen, die nicht regelkonform sind. Man könnte auch sagen: Pfusch am Bau. Wenn Sie als Auszubildender oder Monteur auch solche Kuriositäten sehen, drücken Sie auf den Auslöser Ihrer Digitalkamera und mailen uns die Bilder mit einem kurzen Text, der die Situation beschreibt, einfach zu. Für jede Veröffentlichung erhalten Sie als Dankeschön die aktuelle Ausgabe des Magazins „inwohnen“. Die E-Mail-Adresse: redaktion@strobel-verlag.de.

Mangelhafte Fülleinrichtung
Der Einsatz einer automatischen Fülleinrichtung vereinfacht das Befüllen ­einer Heizungsanlage erheblich, da sie bei Erreichen des maximalen ­Anlagendruckes automatisch die Wasserzufuhr stoppt. Allerdings ist darauf zu achten, die Schlauchverbindung bei Armaturen ohne Systemtrenner nach dem Füllvorgang zu trennen. In diesem Beispiel wurde nicht nur die Schlauchverbindung dauerhaft aufrechterhalten, auch fehlt die Absicherung der Trinkwasserinstallation gegen Rückfließen. Statt einer Füllarmatur mit Systemtrenner (nach DIN EN 1717) oder einer Sicherungskombination, bestehend aus Rückflussverhinderer und Rohrbelüfter (DIN 1988-4), wurde in dem Trinkwasserabzweig lediglich ein Kugelhahn installiert. Die automatische Füll­einrichtung sitzt im/am Heizungskreislauf und trägt – trotz integriertem Rückflussverhinderer – nicht zur Absicherung des Trinkwassersystems bei.
Als weiterer grober Fehler erweist sich die ­Installation des ­Sicherheitsventils: Es wurde im Rücklauf installiert. Dabei stellt das Regelwerk klar: Der Einbau des ­Sicherheitsventils muss gut zugänglich am Wärme­erzeuger oder in unmittelbarer Nähe am Vorlauf erfolgen.

Bei automatischen Füllarmaturen ohne Systemtrenner ist die Schlauchverbindung nach dem Füllvorgang unbedingt zu trennen...

...trotz integriertem DIN/DVGW-geprüften Rückflussverhinderer ersetzen diese Armaturen – wenn sie wie in diesem Fall im/am Heizungskreislauf sitzen – nicht die Absicherung der Trinwasserinstallation nach DIN 1988-4.

 


 

 

Knick und weg
„Dass es bei beengten Platzverhältnissen mitunter nicht einfach ist, den Wasseranschluss – 10er-Kupferrohr – für eine Armatur oder das WC sauber und ohne Knick zu verlegen, weiß wohl jeder Installateur. Um einen Anschlussschlauch, wie in den Bildern zu sehen, abzuknicken, bedarf es allerdings einer besonderen Begabung“, meint Installateur Peter Müller, der uns die Praxisbilder zugemailt hat. Ob diese Installation möglicherweise von Laien durchgeführt wurde, konnte die Redaktion nicht erfahren.

Nicht schön, aber selten.

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