Attraktives Flammenspiel

Wohlfühlwärme durch CO2-neutrale Holzheizsysteme im Wohnraum

Moderne Einzelraumfeuer­stätten passen sich sowohl optisch als auch wärmetechnisch in jede Wohnumgebung ein – egal ob klassisch, puristisch, zeitlos oder modern, egal ob Niedrig­energiehaus oder Altbau. Bilder: Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft (AdK)

Moderne Einzelfeuerstätten leisten einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Denn Holz verbrennt generell CO2-neutral, das heißt, es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher beim Pflanzenwachstum gebunden wurde. Zudem ist der nachwachsende Brennstoff Holz regional verfügbar. Dadurch erhöht sich zum einen die Versorgungssicherheit der Verbraucher in Deutschland. Zum anderen profitieren sowohl die Ökobilanz als auch die heimische Wirtschaft von den kurzen Transportwegen und der regionalen Wertschöpfung und Beschäftigung. Nicht zuletzt schont die Holzfeuerung den Vorrat an fossilen Energieträgern.

In Deutschland wächst mehr Holz nach, als eingeschlagen wird. Laut der 3. Bundeswaldinventur (April 2016) hat der Holzvorrat eine Rekordhöhe erreicht. Innerhalb von zehn Jahren sei er um 7 % weiter angestiegen. Und mit 3,7 Mrd. m³ Gesamtvorrat stehe im deutschen Wald mehr Holz als in jedem anderen Land der EU. Brennstoff ist also reichlich vorhanden.

Emissionen durch den Austausch alter Feuerstätten verringern
Moderne Einzelraumfeuerstätten sind emissionsarm, auch wenn eine absolut emissionsfreie Verbrennung von Scheitholz oder Holzpellets rein technisch unmöglich ist. Die Anforderungen an Feuerstätten für feste Brennstoffe sind in der Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) festgeschrieben. Die zweite Stufe mit verschärften Grenzwerten trat im Januar 2015 in Kraft. Bei den Raumheizern mit Flachfeuerung – also die typischen Kaminöfen – wurden die Emissionsgrenzwerte für CO von 2,00 auf 1,25 g/m³ und für Staub von 0.075 auf 0,04 g/m³ abgesenkt. Außerdem muss ein Mindestwirkungsgrad von 73 % erreicht werden.
Schadstoffärmer arbeiten neue Pellet­öfen: Bei den Modellen ohne Wassertaschen betragen die aktuellen Grenzwerte 0,25 g/m³
(CO) und 0,03 g/m³ (Staub) bei einem Wirkungsgrad von mindes­tens 85 %. Diese Werte sind bei einer Typprüfung einzuhalten.
Eine drastische Verringerung der aktuellen Emissionen bis zu 69 % hält der HKI Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik für möglich, wenn alle Geräte, die älter als 20 Jahre sind, ausgetauscht würden. Denn gegenüber einer vergleichbaren Holzfeuerstätte aus dem Jahr 1980 emittiere eine moderne Holzfeuerstätte nur etwa ein Siebtel der CO- und Staub­emissionen. Der HKI schätzt, dass es unter den 10 bis 11 Mio. Einzelraumfeuerstätten in Deutschland etwa 4 bis 5 Mio. veraltete Feuerstätten gibt (alle vor der 1. Stufe der 1. BImSchV) und entsprechend den Vorschriften der 1. BImSchV stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden müssen. Außerdem würden weitere 4 bis 4,5 Mio. Anlagen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, weil sie nur die 1. Stufe der 1. BImSchV erfüllen.

Die passende Wohlfühlwärme für jedes Haus und jeden Geschmack
Moderne Einzelraumfeuerstätten passen sich sowohl optisch als auch wärmetechnisch in jede Wohnumgebung ein – egal ob klassisch, puristisch, zeitlos oder modern, egal ob Niedrigenergiehaus oder Altbau. Realisieren lässt sich die individuelle Wohlfühl-Atmosphäre mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Größen, Formen, Designs und Oberflächenmaterialien sowie mit einer passenden Feuerungstechnik. Bei Öfen und Heizkaminen sehr beliebt sind große, manchmal auch verschiebbare Panorama-Sichtscheiben, die sogar von mehreren Seiten den Blick aufs Flammenspiel ermöglichen. Insbesondere in Neubauten im Kommen sind vielfältig gestaltbare Kleinkachelöfen, welche auf kompaktem Raum ein schönes Feuer­erlebnis und eine milde Strahlungswärme über den Ofenmantel bieten.
Noch umweltfreundlicher, effizienter und kostensparender wird das Heizen in Verbindung mit wasserführenden Kachel­öfen, Heizkaminen, Kamin- und Pelletöfen. Ein meist in die Feuerstätte integrierter Wärmeüberträger ermöglicht über einen Pufferspeicher die Verbindung mit dem Zentralheizsys­tem. An kalten Tagen kann die Einzelfeuerstätte dann zum Beispiel eine Elektro-Heizwärmepumpe oder ein Gas-Brennwertgerät wirksam unterstützen und deren Ener­gieverbrauch reduzieren. Gleichzeitig verringert sich die Wärmeabgabe im Aufstellraum, sodass dieser selbst in sehr gut wärmegedämmten Häusern nicht überhitzt wird. Pelletöfen mit Vorratsbehälter ermöglichen zudem einen automatischen, bedarfsorientierten und unterbrechungsfreien Heizbetrieb. Sowohl mit Blick auf die Emissionen als auch auf die Energieeffizienz ist der Einsatz einer elektronischen Verbrennungssteuerung vorbildlich. Wird diese mit einem Touchpanel, einer Fernbedienung oder sogar mit dem heimischen WLAN-Netz und einem Smartphone oder Tablet kombiniert, lässt sich die Wohlfühlwärme noch bequemer regulieren – ohne das gemütliche Sofa verlassen zu müssen.

ISH 2017: Branchentreffpunkt für die Ofenwirtschaft
Die aktuellen Trends im Bereich der effizienten Zukunftstechnologien und der intelligenten Gebäudetechnik präsentiert die ISH vom 14. bis 18. März in Frankfurt am Main. Mit ihrer Angebotsbreite und -tiefe im Bereich Kachelöfen, Kamine, Kamin- und Pelletöfen sieht sie sich gleichzeitig als einen der bedeutendsten Branchentreffpunkte für die gesamte Ofenwirtschaft.

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