Mitgliederversammlung: SHK-Zukunftsforum
29.01.10 - 10:04 Uhr
Nahezu alle nordrhein-westfälischen SHK-Innungen waren auf der diesjährigen, 2. Mitgliederversammlung des Fachverbands Sanitär Heizung Klima NRW am 30. Oktober in Lünen vertreten. Thematisch stand die Zukunft im Fokus: Die Sicherung guter Nachwuchskräfte, die Entwicklung des Sanitärmarktes und die Perspektiven im Bau- und Ausbaubereich waren die Kernthemen der Versammlung. ![]() Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS), blickte in seinem Vortrag auf die Gesamtlage der SHK-Branche. ![]() Im Verlauf der Veranstaltung hatte Obermeister Adam Gungl (links) allen Grund zur Freude: Für ihn völlig überraschend wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Fachverbandes überreicht. Rechts daneben: Landesinnungsmeister Dieter Lackmann. ![]() Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer des nordrhein-westfälischen SHK-Handwerksverband, rechts: „Kundenpflege intensivieren.“ Links: Alfred Jansenberger, stv. Hauptgeschäftsführer. ![]() Teilnehmer der 2. Mitgliederversammlung. Nachwuchswerbung Michael Wurm von der Werbeagentur Triebwerk aus Nürnberg stellte sein bereits mit dem Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern erprobtes Konzept "SuperHeldenKarriere" vor. Es ist aus der Erkenntnis entstanden, dass der Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers gerade mal auf Platz 16 der beliebtesten Berufe landet. Strategie der Kampagne ist es, qualitative Inhalte in einer attraktiven Aufmachung zu präsentieren und zwar dort, wo sich Jugendliche am wahrscheinlichsten mit ihrem möglichen zukünftigen Ausbildungsberuf auseinander setzen - in den Schulen und im Internet (Portal "SuperHeldenKarriere.de"). Die Erfahrungen beim Fachverband Bayern können sich sehen lassen:
Nähere Informationen unter superheldenkarriere.de Entwicklung der SHK-Märkte Aktivitäten aus "eigenen Kreisen" (gemeint war das Handwerk), aber auch die Baumärkte und das Internet stellen für Hering eine Bedrohung für den dreistufigen Vertriebsweg dar. Er bedauerte aufseiten der Sanitärindustrie das Fehlen eines einheitlichen Ansprechpartners wie aufseiten der Heizungsindustrie den Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH). "Dies erschwert die Branchenkommunikation im Sanitärmarkt, der bei Badmöbeln, Armaturen und Duschtrennwänden über 20 % an Umsatz in den letzten Monaten verloren hat und vielfach den Weg am Handwerk vorbei zum Endkunden findet." Der Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. (VDS), Jens Wischmann, griff den Ball auf und verwies auf mögliche kartellrechtliche Schwierigkeiten bei der Organisation von Marktpartnern. Insgesamt rechnet er damit, dass die SHK-Branche in diesem Jahr "möglicherweise mit einem blauen Auge davonkommt", wobei für die Sanitärindustrie "ein Minus von 2 % bis 3 % im Inland" zu erwarten sei. Die SHK-Branche erkenne in deutschen Badezimmern einen erheblichen Modernisierungsstau, den es zu wecken gelte. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Wischmann den gemeinschaftlichen "Tag des Bades" (im September 2009) als überaus erfolgreich. Die Herausforderungen der Technologie-Vielfalt Das Neubaugeschäft ist mit bis zu 40 % stark rückläufig. Gleichzeitig steigt das Bauvolumen im Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlichem Bau nur im Bereich der Modernisierungen an. "Deshalb", so die Schlussfolgerung von Sproten, "gilt es für die Betriebe, vor allem die Kundenpflege zu intensivieren". Als weiteren Branchentrend hob er die Regenerativen Energien hervor. Mit Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung entstünden Marktfelder, die schnell von anderen Anbietern besetzt werden könnten, wenn nicht schnell und entschieden Fachkompetenz erworben würde. "Der Branche droht ein Kompetenzverlust durch Technologie-Vielfalt und damit eine Abschwächung der eigenen Marktmacht", verdeutlichte der Hauptgeschäftsführer und kündigte Schritte zur Sicherung des Marktes der Kraft-Wärme-Kopplung an. Das Zukunftsforum wurde abgerundet durch einen Vortrag von Fernsehmoderator Sven Plöger zur Wetterbildung und zum Klimawandel. Er skizzierte den Einfluss des Menschen auf das Weltklima und verwies darauf, dass eine Erderwärmung in Zukunft für die Menschheit einen Kühlungsbedarf bedeuten könne, der energetisch aufwendiger ist als der heutige Heizbedarf. "Pro Tag verbraucht die Menschheit 13,8 Mrd. l Erdöl und emittiert ca 30 Mrd. t CO2 pro Jahr." EnEV und Mitgliederwerbung Fortsetzung folgt Bisher keine Kommentare zu diesem Artikel. |
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