IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 10/2001, Seite 19 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Reale Zukunft

Zahlreiche Sonderschauen setzten Akzente

Auf der weltweit größten Sanitär- und Heizungsmesse in Frankfurt/Main (27. - 31. 3. 2001) war der ZVSHK diesmal an sieben Stellen präsent. Den Fokus auf das SmartHouse zu legen, in dem die Haustechnik von heute und morgen erlebbar gemacht wurde, erwies sich als richtig. Mehr noch: Das Schaustück entpuppte sich als ein Highlight der ISH.

An neuem Standort präsentierte sich der ZVSHK auf der ISH mit seinem Leistungsangebot und zeigte mit dem angrenzenden SmartHouse Zukunftsperspektiven auf.

Nicht lange nach der 99er-ISH galt es für den Zentralverband nach einem zukunftsträchtigen Thema für die ISH 2001 zu suchen. Allein der Begriff smart war da noch erklärungsbedürftig und ließ sich allenfalls mit dem winzigen Automobil in Verbindung bringen. Im Bewusstsein war damals kaum ein Gedanke an smarte Haustechnik, die durch intelligente Verknüpfungen einen Mehrwert für den Nutzer bringen könnte. Mittlerweile festigt sich die Bezeichnung smart an zahlreichen Stellen im allgemeinen Sprachgebrauch. Was vor zwei Jahren noch mühsam angeschoben werden musste, wurde Ende März vom Konsumenten (sprich: Messebesucher) als selbstverständlich angesehen - und auf der ISH in den Rundgang integriert. Das SmartHouse als vernetzte Wohnwelt mit ausgetüftelter SHK-Technik wollten sich viele nicht entgehen lassen. Große Menschentrauben ließen sich im stündlichen Rhythmus vom ZVSHK-Stand in Halle 5.0 nach einem einführenden Film zum benachbarten SmartHouse führen, um sich das Neueste an intelligenter Technik im Bereich Sanitär und Heizung vorführen zu lassen.

Bei dem traditionellen Klempnerfrühstück des ZVSHK erläuterte Präsident Bruno Schliefke der Fachpresse und Marktpartnern die Aktivitäten des Zentralverbandes.

Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungszeit mit rund 15 Firmen oder Organisationen war ein Gebäude errichtet worden, das alle wesentlichen Komponenten eines Wohnhauses beinhaltete. Die Botschaft lautete hier, alles das an smarter Technik zusammenzutragen, was in der SHK-Welt machbar, aber bisher in der Tragweite noch keiner demonstriert hatte. Um das realisieren zu können, fand der ZVSHK einen wichtigen Verbündeten: Das Duisburger Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (Fraunhofer-IMS) beschäftigt sich schon etliche Jahre mit der Vernetzung intelligenter Komponenten und Geräte in der Haustechnik und konnte eine Scout-Funktion übernehmen, um interessante Entwicklungen aufzuspüren.

Bereits in IKZ-HAUSTECHNIK Heft 7, der Messeausgabe, wurde im Detail erläutert, welche Synergie- und Nutzeffekte sich mit der SmartHouse-Technologie erzielen lässt: Sparen von Heizenergie, Strom und Wasser, Erhöhung der Sicherheit, vielfältige Komfortfunktionen bis hin zu einer einheitlichen Bedienkonzeption der Haustechnik.

Bekenntnis zur Handwerkermarke: Kermi-Geschäftsführer Dieter Eitel (Mitte) nach der Vertragsunterzeichnung mit ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke (rechts) und HGF Michael von Bock und Polach.

Arbeitsplatz der Zukunft

Technischer Fortschritt macht aus Sicht des ZVSHK jedoch nur dann Sinn, wenn sich daraus auch für das Fachhandwerk Zukunftsperspektiven ergeben. Wie sich zeigte, existieren bereits zahlreiche Insellösungen, die sich nun weiterentwickeln und gewinnbringend zusammenführen lassen. Deshalb war im SmartHouse der SHK-Arbeitsplatz der Zukunft besonders wichtig. Dem interessierten Fachpublikum wurde demonstriert, wie sich eine Technik-Zentrale beim SHK-Unternehmer in Zukunft gestalten wird. Störmeldungen der verschiedensten Art, ob Brennerstörung, Pumpenausfall, Leckage-Detektion von Gas, Wasser und Öl oder Grenzwertüberschreitungen wurden auf einem Monitor angezeigt und können je nach Kunden und Tragweite entsprechende Prioritäten besitzen. Je nach Intelligenz der einzelnen Komponenten, die eine Störmeldung abgesendet haben, kann der SHK-Spezialist nun oftmals schon anhand des Telegramms ermitteln, warum die Störung eingetreten ist. Daraus ergibt sich wiederum, welcher Techniker mit welchem Werkzeug bzw. Ersatzteil diesen Fehler am besten beheben kann. Das wird in Zukunft manche Fahrt zum Kunden oder Lager einsparen helfen.

Riesen-Erfolg: Das SmartHouse mit seinen erlebbaren Zukunftstechnologien war für viele tausend Besucher Anziehungspunkt auf der ISH.

Je nach Wartungsvertrag lässt sich auch per Fernabfrage Einblick nehmen in den Brennstoffvorrat, der beispielsweise ein Tank im Schrank sein kann. Geht er zur Neige oder sind die Einkaufspreise besonders günstig, wird sich der SHK-Unternehmer mit einem Tipp am Telefon ins Gespräch bringen können. Viele solcher praktischen Beispiele konnten in einer organisierten Führung oder in zahllosen Fachgesprächen aufgezeigt werden.

In Zahlen bedeutet dies, dass von den zur Verfügung stehenden 12.000 gedruckten Wegweisern und 4500 CD-ROM mit Detailinformationen nichts übrig blieb und selbst für das Fachpublikum aus den USA oder Neuseeland interessant war. Angebote, das SmartHouse doch bitte auch da und dort aufzubauen, reichen mittlerweile von der Regionalmesse in deutschen Landen bis nach Sao Paulo/Brasilien.

Ein Termin steht in jedem Fall fest: Zur World Plumbing Conference, die vom 22. bis 25. Mai 2002 diesmal in Berlin stattfindet, wird der internationalen SHK-Fachwelt das SmartHouse erneut vorgestellt. Ergänzungen um die eine oder andere interessante Komponente ist dabei nicht ausgeschlossen, denn das Projekt soll sich in den nächsten Jahren dem technischen Fortschritt entsprechend weiterentwickeln.

Wer Informationen zum SmartHouse haben will, dem stehen die Internet-Seiten www.shk-smarthouse.de für einen Besuch jederzeit offen.

Während der SmartHouse-Führungen wurden Innovationen im Detail erläutert. Hier demonstriert Franz-Josef Heinrichs, Referent für den Bereich Sanitär im ZVSHK, interessantes zum barrierefreien Bad.

Marktplatz der Kooperationen

Vom angestammten Platz in Halle 6 war der ZVSHK in diesem Jahr erstmalig in die größere Halle 5.0 gezogen, um für das benachbarte zweistöckige Smart-House genügend Raum zur Verfügung zu haben. Befürchtungen, dass dieser Wechsel zu Lasten der Besucher-Frequentierung gehen würde, erübrigten sich schnell. Angelockt durch die zahlreichen Hinweise im Messeradio und Transparente fürs SmartHouse, konnte man sich über Laufkundschaft nicht beklagen. Es kamen aber auch gezielte Anfragen nach dem Leistungsumfang des ZVSHK. Die neuen Berufsbilder oder Rechts-Themen standen dabei ebenso hoch im Kurs wie die verschiedenen Fachpublikationen des ZVSHK, die man auf der Messe gleich erwerben oder bestellen konnte. Auch an Technik-Themen mangelte es nicht in den Fachgesprächen. Gezielt informierte man über den Fachbetrieb für Haus- und Gebäudetechnik, der mit den Modulen "Gas ganz sicher" sowie "Tank ganz sicher" samt den dazugehörigen Weiterbildungsmaßnahmen interessante Möglichkeiten eröffnet.

Unter dem Motto Marktplatz der Kooperationen wurden die vielseitigen Aktivitäten und Partnerschaften zur Schau gestellt. Dazu gehören beispielsweise die Heizungsgemeinschaftswerbung Move, die seit April bundesweit angelaufen ist, die Sanitärgemeinschaftswerbung, die Kampagne "Solar na - klar!" sowie Aktivitäten in puncto Einzelhandel Bad.

Mann der Praxis: Der Duisburger SHK-Unternehmer Richard van Lipzik erklärt am Arbeitsplatz der Zukunft die Möglichkeiten einer vernetzten SHK-Welt.

Kermi jetzt Handwerkermarke

In Sachen Handwerkermarke gab es eine erfreuliche Weiterentwicklung, denn auf der ISH bekannte sich auch Kermi als Hersteller von Duschkabinen und Heizkörpern öffentlich zu den Zielen dieser Marketing-Aktion, zu der nun mittlerweile ein Dutzend namhafte Marken-Hersteller gehören. Wie der SHK-Branche vertraut ist, ersetzt das Logo der Handwerkermarke nicht die Industriemarken, sondern signalisiert dem Handwerker lediglich ein Plus an Leistung, wenn er sich bei der Produktauswahl innerhalb des professionellen Vertriebsweges für Marken-Artikel mit diesem zusätzlichen Logo entscheidet.

Als sichtbares Zeichen für die Handwerkermarke mit nun zwölf Partnern waren auf der gesamten Messe und auf dem ZVSHK-Stand Smart-Automobile mit einer Regaleinrichtung von Servicemobil im Heck platziert. Während der fünf Messetage wurde insgesamt zehn Mal ausgelost, wer einen solchen geleasten City-Flitzer ein Jahr lang frei von Fix-Kosten nutzen kann.

Die Führungsmannschaft des IWO (Institut für wirtschaftliche Oelheizung, knieend und rechts) inspizierte das SmartHouse mit seinem intelligenten Tank im Schrank.

Brennstoffzelle

Zukunftsweisende Technologien als Chance für das Fachhandwerk zu begreifen und dafür den Weg zu ebnen, ist eine der originären Aufgaben des ZVSHK - das hat sich beim SmartHouse einmal mehr bewiesen. Derzeit werden in Sachen Brennstoffzelle wiederum wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und der ZVSHK mobilisiert Marktpartner aus Industrie, Energiewirtschaft und anderen Institutionen. Ein wichtiger Verbündeter reichte demonstrativ auf der ISH seine Hand: Vaillant-Geschäftsführer Dr. Michael Brosset traf sich auf dem ZVSHK-Stand mit Präsident Bruno Schliefke und Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach, um die Aktionsgemeinschaft "Brennstoffzelle" offiziell ins Leben zu rufen. Wichtige Aufgabe der Gemeinschaft soll es sein, diese zukunftsweisende Technologie im Segment der Haus- und Gebäudesystemtechnik zu etablieren. Derzeit ist man bei Vaillant mit der Gerätetechnik so weit, dass im Sommer erste Feldtests in Nordrhein-Westfalen anlaufen können, doch wird die Erprobungsphase noch Jahre dauern und von weiteren Fortschritten bei der Entwicklung entsprechender Automobilmotoren abhängig sein. Neben der Lösung vieler technischer Fragen gilt es jedoch für den ZVSHK, frühzeitig Vermarktungsstrategien sowie die Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsangeboten voranzutreiben. Die Vision ist jetzt schon klar: Strom und Wärme aus einer Hand soll zukünftig die multifunktionale Dienstleistung des SHK-Handwerks werden.

Neben zahlreichen anderen Delegationen empfing HGF Michael von Bock und Polach auch die Vertreter des Schweizerischen Spengler- und Installateurverbandes (SSIV).

Zwei Jahre

"Solar - na klar!"

Der Startschuss für die Kampagne fiel auf der ISH 1999. Nach zwei Jahren zogen die Macher der Kampagne, deren Mitbegründer und Träger der ZVSHK ist, eine überaus positive Bilanz. Im Jahr 2000 stellte die Bundesregierung im Rahmen ihres Förderprogramms Regenerative Energien mehr als 200 Mio. DM unter anderem für Solarkollektoranlagen zur Verfügung. Von 100.000 Anträgen wurden 70.000 bewilligt und in 50% der Fälle wurde der Einbau der Solaranlage mit dem Austausch des Heizkessels kombiniert. Das Investitionsvolumen lag bei rund 1,5 Mrd. DM. Damit wurden mehr als 600.000 m2 Kollektorfläche installiert. In 99 waren es noch 420.000 m2.

Ziel der unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Schröder stehenden Kampagne ist die Installation von 400.000 neuen Solaranlagen in fünf Jahren, die Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze und eine jährliche Einsparung von 75.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Reichten sich zur Gründung der Aktionsgemeinschaft Brennstoffzelle vor einem Anlagenmodell demonstrativ die Hände (v.l.): Vaillant-Geschäftsführer Dr. Michael Brosset, ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke und Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach.

ZVSHK an sieben Standorten präsent

Der Eckring war auf der ISH an insgesamt sieben Messeständen präsent. Neben dem eigenen Engagement samt dem benachbarten "SmartHouse" in Halle 5.0 gab es weitere Beteiligungen: Zum einen war es die bereits erwähnte Kampagne "Solar - na klar!", zum anderen die Sonderschau Wohnungslüftung, die erneut mit dem Fachinstitut Gebäude-Klima (FGK) veranstaltet wurde. Traditionell gab es auch eine Unterstützung für den Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), der ein markenübergreifendes Angebot an Gerätetechnik zusammengetragen hatte, um mit Brennwerttechnik, Brennstoffzelle, Wärmepumpe sowie mit Systemen für das erdgasvollversorgte Haus präsent zu sein.

Der ZVSHK war auch traditionell an der Entwicklung und Durchführung der AdK-Leistungsschau beteiligt. Die Arbeitsgemeinschaft der Kachelofenwirtschaft hatte wiederum eine Vielzahl Kachelöfen und Kamine in Betrieb, sodass es für die Messebesucher der Halle 9.2 keinen Mangel an behaglicher Strahlungswärme gab.

Ein Smart-Automobil im Outfit der Handwerkermarke: Dr. Sabine Dyas (Marketing-Referentin im ZVSHK) und Moderator Andreas Radtke (Radio FFH) zogen zehn Gewinner, die ein solches Servicefahrzeug ein Jahr lang nutzen können, ohne dass Fixkosten anfallen.

Metaller-Treff

Die siebte Beteiligung betraf den WMK-Stand, der mit neuem Konzept durchaus als Treffpunkt der Metaller gelten konnte. Auch wenn die ISH den Schwerpunkt auf Sanitär- und Heizungstechnik gelegt hat, so schließt das die Klempnertechnik keinesfalls aus. Der Schwerpunkt in Halle 6.0 war klar auf die Thematik ausgerichtet und mitten unter den Ausstellern zeigte die Wirtschaftsgemeinschaft Metalldächer und -fassaden in Klempnertechnik (WMK) Flagge. Neben den Produktinformationen einzelner Firmen konnten sich die Unternehmer aus den Klempnerfachbetrieben ein Bild machen über Marketing-Aktivitäten und Internet-Auftritt (www.wmk-online.de).

Über Stock und Stein: Wer auf der Messe das Rennen machte, war zumindest am Monitor in einer kleinen Vergnügungsecke des ZVSHK-Standes abzulesen.

Als Blickfang hatte man mehrere Sonderschauen über moderne Klempnertechnik an Fassade und Dach sowie Aktionen von Meisterschülern im Programm. Und das Konzept ging auf: Der Stand mit einer Retrospektive aus mittlerweile 15 Jahren Architekturpreis sowie zahlreichen Exponaten wurde damit nochmals besser besucht.

Die ISH hat auch im Jahr 2001 nichts an Attraktivität eingebüßt. Eine Neuausrichtung wurde vorgenommen, durch die beispielsweise Hersteller für große Lüftungsanlagen zur Messe "light & building" verlagert wurden. Auf der Suche nach einem unverkennbaren Profil hatte der ZVSHK im Vorfeld der Messe ISH darauf gedrängt, attraktive Plattformen zu schaffen, um die zahllosen Innovationen der Branche zur Geltung zu bringen. Die Welt der Installationstechnik wurde daraufhin ins Leben gerufen und die Aussteller angehalten, ihre Leistungen entsprechend zur Schau zu stellen. Diese Bestrebungen flankierte die Messegesellschaft mit innovativen Sonderschauen - "outLook" genannt. Das "Smart-House" übernahm hier eine tragende Rolle.

Am WMK-Stand in Halle 6.0 sorgten zwei Aktionsbühnen dafür, dass sich zahlreiche Klempner die praktikablen Lösungen für Dach und Fassade näher anschauten.

Im Wettstreit mit anderen Messen für die Haustechnik ging das Konzept der ISH 2001 offensichtlich auf, wie die Zahlen zeigen: Mit über 200.000 Besuchern aus 100 Ländern wurden die Erwartungen der Veranstalter voll erfüllt. "Die ISH 2001 hat neue Standards gesetzt", resümierte ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach," die Kommunikationstechnologie hat endgültig ihren Einzug gehalten. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Systemtechnik, denn in Zukunft werden nur noch busfähige Komponenten erfolgreich sein. Unser Smart-House als Demonstrationsobjekt für die intelligente und vernetzte Gebäudetechnik war deshalb auch ein absoluter Volltreffer."

Mit der Erfolgsstory von "Solar - na klar!" ist das ZVSHK-Engagement eng verbunden: Präsident Bruno Schliefke (Mitte) erläuterte die qualifizierte Weiterbildung zur SHK-Fachkraft Solarthermie.

 


Markt in Zahlen

Anlässlich der ISH veröffentlichte der ZVSHK aktuelle Marktdaten über seine im Verband zusammengeschlossenen Gewerke: Installateur und Heizungsbauer, Klempner, Behälter- und Apparatebauer sowie Ofen- und Luftheizungsbauer repräsentieren demnach das größte volkswirtschaftliche Potenzial der Haustechnikbranche in Deutschland. Mit rund 57.000 Betrieben und über 500.000 Beschäftigten, darunter etwa 60.000 Lehrlinge, ist das Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerk zugleich die drittstärkste Handwerksgruppe in Deutschland. Laut Berechnungen des Ifo-Institutes in München erwirtschaften die vom Verband vertretenen Unternehmen einen Umsatz von ca. 70 Mrd. DM brutto. Stärkstes Gewerk ist der Installateur und Heizungsbauer. Hier allein werden 27% vom Gesamtvolumen des Ausbaus und der technischen Gebäudeausrüstung in Deutschland erwirtschaftet.

Im deutschen Handwerk gab es im vergangenen Jahr - anders als in der Gesamtwirtschaft - praktisch keine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsbewegung. Besonders desolat ist die Verfassung des Wohnungsbaus, wo der Neubau von Mehrfamilienhäusern praktisch zum Erliegen gekommen ist. Bauleistungen, die eine Verbesserung des Gebäudebestands anvisierten, hatten daher beträchtlich an Bedeutung gewonnen. Rund die Hälfte des gesamten Bauvolumens in Deutschland entfiel auf die Sanierung und Modernisierung von Altbauten - Tendenz steigend.

Die SHK-Branche ist eindeutiger Vorreiter dieses Trends. Heute umfasst der Geschäftsbereich Instandhaltung, Modernisierung sowie Aus- und Umbau bereits 70% des Arbeits- und Umsatzvolumens der SHK-Gewerke. Damit hat sich das SHK-Handwerk erfolgreich von der allgemeinen Entwicklung der Baukonjunktur abkoppeln können. Der ZVSHK-Konjunkturumfrage des ersten Halbjahres 2000 zufolge erhöhte sich der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr leicht auf durchschnittlich 7,6 Wochen. Entsprechend wurde die Geschäftslage deutlich besser eingeschätzt als im Vorjahr. Immerhin 26,2% der Befragten - gegenüber 21,6% im Frühjahr 1999 - bezeichneten die Geschäftslage als gut.

Mehr als 70% der Handwerksbetriebe klagten allerdings über gestiegene Einkaufspreise; nur 14,8% der Befragten waren der Meinung, diese Mehrbelastung an die Endkunden weitergeben zu können. Auch gaben 21,5% der Befragten - bei einem großen Gefälle zwischen West- (24,6%) und Ostdeutschland (7,9%) - an, in ihren Unternehmen gebe es offene Stellen; im Frühjahr 1999 waren es gerade 14,5%. Geradezu alarmierend ist der Rückgang der Ausbildungsverhältnisse. Die Lehrlingsstatistik vom 31. Dezember 1999 verzeichnet für die beiden großen Ausbildungsberufe Gas- und Wasserinstallateur sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauer Minderungen um 6,5% bzw. 8,9%.

 

 

ZVSHK-Termine-Daten-Informationen
(Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

31. Januar/1. Februar 2002

Deutscher Klempnertag, Würzburg

31. Januar 2002

Architekturpreis 2002 für Metalldächer und -fassaden, Würzburg

14. - 18. April 2002

light & building - Intern. Fachmesse für Gebäudetechnik, Frankfurt/Main

22. - 25. Mai 2002

World Plumbing Conference, Estrel Convention Center Berlin

ZVSHK Direkt:
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